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Generalversammlung der Wohnungsbaugenossenschaft

Warum die Mieten in Wasserburger GWG-Wohnungen günstig bleiben

Das neueste fertiggestellte Vorhaben der GWG ist die Wohnanlage in der Herman-Schlittgen-Straße.
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Das neueste fertiggestellte Vorhaben der GWG ist die Wohnanlage in der Herman-Schlittgen-Straße.
  • Winfried Weithofer
    VonWinfried Weithofer
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Günstige Mieten in Wasserburg, keine überteuerten Luxussanierungen, keine Kündigung wegen Eigenbedarf. Die gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft Wasserburg hielt ihre Generalversammlung ab.

Wasserburg – Harmonisch ist die doppelte Generalversammlung der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft Wasserburg (GWG) über die Bühne gegangen. Knapp 100 Mitglieder – hauptsächlich Mieter - waren am Mittwoch in der Badria-Halle erschienen, um die Geschäftsberichte für die Jahre 2020 und 2021 abzusegnen.

Fazit von Kölbl

„Wir haben festgestellt, dass die Genossenschaft sehr gut arbeitet, also ist das Ergebnis sehr gut, und daraus folgt, dass die Mieten günstig sind und Sie haben gute Wohnungen“, lautete am Schluss das Fazit des GWG-Aufsichtsratsvorsitzenden und Wasserburger Bürgermeisters Michael Kölbl.

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Zuvor hatte Martin Hintermayr, geschäftsführender Vorstand der GWG, für die beiden Jahre getrennt ein umfangreiches, solides Zahlenwerk vorgetragen.

Keine Furcht vor Luxussanierungen

Am Rande der Veranstaltung führte Hintermayr den Erfolg der GWG auf die Optimierung des Bauablaufs bei den Projekten zurück: „Wir versuchen zuerst, gute Bauverträge auszuhandeln.“ Zudem gebe sich die GWG mit einer bescheidenen Rendite zufrieden. „Wenn wir ein Bauvorhaben abgeschlossen haben, kalkulieren wir die Mieten auf 50 Jahre.“

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Der freie Markt dagegen wolle sein Kapital in 20 bis 25 Jahren wieder zurückhaben. Gleichwohl sei die GWG auf Partner angewiesen, die ihren Grund günstig anbieten. „Das sind in der Regel Kommunen, mit denen ein Gegengeschäft etwa in Form einer Mitbestimmung stattfindet“, so Hintermayr.

Langfristig Mieter binden

In seinem Rechenschaftsbericht betonte Hintermayr die Sicherheit, die die Mieter in der GWG genießen. „Wer bei uns ist, muss keine Angst haben. Keine Angst vor Luxussanierungen, keine Angst vor Eigenbedarfskündigungen, keine Angst vor exorbitanten Mietsteigerungen. Wir wollen langfristige Mietverhältnisse.“ Dies wollten auch die Mieter, was in der durchschnittlichen Mietdauer von 20 Jahren zum Ausdruck komme.

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In diesem Zusammenhang verwies Hintermayr das Bestreben der GWG, die ökologischen Herausforderungen zu meistern: „Drei Viertel unserer Wohnungen werden ganz oder überwiegend mit erneuerbaren Energien beheizt“, so Hintermayr.

Als Unsicherheitsfaktor für die Zukunft nannte der GWG-Chef möglicherweise wieder steigende Zinsen: „Die werden wir irgendwann wieder haben.“ Dann ließen sich Investitionen in den Mietwohnungsbau kaum noch wirtschaftlich realisieren.

Das Aufsichtsratsmitglied Wolfgang Fischer bescheinigte dem Vorstand, dass die Wohnanlagen „immer auf dem neuesten Stand“ seien. Die Verantwortlichen würden mit „Herzblut“ arbeiten. Die Prüfung der Bücher hätten keinerlei Beanstandungen ergeben, so Fischer, der jeweils getrennt für die Jahre 2019 und 2020 seine Beurteilung abgab. „Wir konnten keinerlei Mängel feststellen.“ Auch Kölbl sprach von einer „vollkommen korrekten“ Arbeit.

Vorstand einstimmig wieder gewählt

Zum Abschied gibt es Blumen: Bürgermeister Michael Kölbl (links) und der geschäftsführende Vorstand Martin Hintermayr (rechts) verabschieden Otto Zwiefelhofer aus dem Aufsichtsrat der GWG.

Bei den turnusmäßigen Wahlen wurden Gerhard Arnold, Christian Posch und Martin Hintermayr in ihren Ämtern einstimmig im Vorstand bestätigt, Thomas Böhm und Robert Mayerhofer bleiben Mitglieder des Aufsichtsrats.

Zuletzt gab Kölbl das Ausscheiden von Otto Zwiefelhofer aus dem Aufsichtsrat bekannt – ein Amt, das der heute 77-Jährige seit 1995 innehatte. „Lieber Otto, ich find’s schade, aber ich kann es verstehen und nachvollziehen“, sagte der Bürgermeister und lobte dessen Humor und soziale Ader: „Ihm ein herzliches Dankeschön.“

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GWG in Zahlen:

Mitglieder: 1724 (Ende 2020), 1701 (Ende 2019)

Wohnungsbestand: 1479 / 1441

Wohn/Nutzfläche (in Quadratmeter): 101.740 / 99.127

Nettomiete 2020: 6,90 Euro (+1,8 Prozent)

Betriebskosten: 1,53 Euro pro Quadratmeter (Bayern: 1,59)

Heizkosten: 0,75 Euro pro Quadratmeter (Bayern: 1,12 Euro)

Projekt in Wasserburg: (Hermann-Schlittgen-Straße)

Fertigstellung von 33 Wohnungen mit Tiefgarage für 7,6 Millionen Euro Gesamtkosten

Bauinvestitionen/Instandhaltung:

2019: 12,6 Millionen Euro, 2020: 7,5 Millionen Euro, 2021: 8,1 Millionen Euro, 2022: 7,8 Millionen Euro

Bilanzsumme 2020: 90,2 Millionen Euro (minus 8 Prozent)

Anlagevermögen: 86,1 Millionen (plus 2,8 Prozent) – ca. 843 Euro pro Quadratmeter Wohn-/Nutzfläche.

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