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In alten Ausgaben geblättert

Vor 25 Jahren: Traditionsgasthaus „Hofgarten“ in Haag wird renoviert

Vor 25 Jahren zapfte Egon Katerloher im heute geschlossenen „Hofgarten“ das Bier.
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Vor 25 Jahren zapfte Egon Katerloher im heute geschlossenen „Hofgarten“ das Bier.
  • VonLudwig Meindl
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Der Tierschutzverein ist überlastet, Dr. Max Federhofer gründet die Schwesternschule und der Alpenverein Haag legt zum ersten Mal einen Naturschutzbericht vor: Ein Blick in die Zeitung von vor 25 Jahren.

Haag - Ein Supermarkt für Haag reicht, war vor 25 Jahren die mehrheitliche Meinung im Gemeinderat. Gegen die CSU wurde ein Antrag von Anton Gruber auf Bebauung des heutigen Einkaufsparks (HEP) abgelehnt. Damit fiel auch die dort vorgeschlagene Disko, die in Haag nie zur Verwirklichung kam. Nur fünf Jahre gab es in Haag einen Tierschutzverein, vor 25 Jahren wurde er aufgelöst. Die Begründung hieß: Überlastung der Vorsitzenden Silke Schönstein und Zeitmangel der Vorstandsmitglieder. Man wolle sich zum Stammtisch weiter treffen, vereinbarte man. Den gibt es heute auch nicht mehr.

Der bereits verstorbene einstige Chefarzt des Haager Krankenhauses Dr. Max Federhofer feierte seinen 80. Geburtstag. Seine Statistik: 7500 Geburten, 64000 Operationen. Das Haager Krankenhaus hatte unter seiner Leitung täglich Überbelegung und Wartelisten. Dr. Federhofer gründete die Schwesternschule. Nach 20 Jahren als Chefchirurg war er in Ruhestand gegangen. Zum 80. kommentierte er das damals sich schon abzeichnende „Auf und Ab am Krankenhaus“ als traurig.

Nur kleinere Investitionen trotz eines maroden Kabinentrakts erübrigte die Gemeindeverwaltung für das Freibad, das eine größere Sanierung nötig gehabt hätte.Zuviel stand schon auf der Ausgabenliste: das Feuerwehrhaus in Winden, der Grund für die Umgehungsstraße und der Kanal nach Oberndorf. Die „Laienschauspielgruppe Haag“ gab sich einen attraktiveren Namen, nahm zwar nicht den Vorschlag „Haager Schlossbühne“ von Jack Jakel, einigte sich dann aber auf „Haager Bühne“. Theaterchef Erwin Kohl kündigte Frühjahrs- und Herbstvorstellungen an. Nachwuchs für die „Rennboote“ suchte der Haager Rafting Club. Den Aktiven warf Vorsitzender Peter Jakuschak fehlende Motivation vor, dazu kam die damals sich abzeichnende schwierige Ausübung des Raftsports auf internationalen Gewässern.

Zum Christkindlmarkt gab „Haag aktiv“ die fünfte Haager Weihnachtstasse heraus. „Auf eigene Kräfte bauen“ wollten die Damen der Frauen Union und suchten Judo-Trainer Hans Ketterle für „Selbstverteidigung mit gezielten Faust- und Fußstößen“ auf. „Bayerisch gemütlich“ lautete dagegen das Motto für die Renovierung des Traditionsgasthauses „Hofgarten“, wo „würzige Helle“ und Weiße zu „Hausmannskost“ wie Lüngerl wie Knödel angeboten wurden.Kleintierzüchter wie Gauschützenverband beklagten fehlenden Nachwuchs. Viel Lob erntete Michael Linner, der als Vorsitzender die 50-Jahrfeier des Haager VdK ausgerichtet hatte. Der Verein war in den Nachkriegsjahren angeregt und 1947 im „Hofgarten“ gegründet worden. Judith Harrison organisierte für den Bund Naturschutz eine Kampagne gegen genmanipulierte Lebensmittel und sammelte dafür Unterschriften. Tipps gab sie zur Überwinterungshilfe für Igel im Garten.

Einen Naturschutzbericht legte erstmals auch der Alpenverein vor, der sich unter Leitung von Vorsitzendem Dr. Walter Liebl im „Unertl-Weißbräustüberl“ traf. Im Café Wanger riefen Judith Harrison und der heutige Bauernmarktchef Josef Hederer die Haager „Agenda“ ins Leben: Eile sei geboten, für die Umwelt zu handeln.

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