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Blick zurück

Vor 25 Jahren: Ruhestandspfarrer Johannes Rott feiert Jubiläum in Haag

Margot Reger überreicht Pfarrer Johannes Rott eine Johannes-Statue zum Jubiläum.
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Margot Reger überreicht Pfarrer Johannes Rott eine Johannes-Statue zum Jubiläum.
  • VonLudwig Meindl
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Der Blick zurück weckt beim Blättern in alten Zeitungen zahlreiche Erinnerungen: kurios, unterhaltsam und zukunftsweisend.

Haag in Oberbayern – Das Gauschießen, zu dem 1000 Schützen an den Stand traten, wurde vor 25 Jahren im Rahmen des 750-jährigen Jubiläums der Feuerschützen noch in den Tennen der Moy-Brauerei durchgeführt. Der Blick in die Zeitung vor 25 Jahren verrät: Als Hauptpreise winkten eine Reise, ein Rundflug, eine Luftpistole und ein Luftgewehr. Gaukönig wurde Jakob Gatterhuber.

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Ein Doppeljubiläum beging der „beliebte Ruhestandspfarrer“ Johannes Rott mit seinem 85. Geburtstag und 60-jährigen Priesterjubiläum. Er resümierte damals: „In Haag ist eine gute Luft, auch gesellschaftlich und menschlich.“ Margot Reger, inzwischen verstorben, überreichte ihm damals eine Johannes-Statue. Im Jahr 2004 starb Pfarrer Rott.

Neue Nutzung für Handschuhfabrik

Grünes Licht erteilte der Gemeinderat der neuen Nutzung der Handschuhfabrik Fischer für Lebensmittel-, Getränkemarkt, Spielautomaten und Fitnesscenter. Das angekündigte Tanzlokal und die geplante Pension „Haager Land“ mit 50 Betten wurden nicht verwirklicht.

Um Falsch- und Dauerparker einzudämmen, informierte sich der Gemeinderat bei der Kommunalen Verkehrsüberwachung. Einige protestierten auch gegen eine Kontrolle „wie in der DDR“. Städteplaner versicherten Haag ganz aktuell „einen sehr hohen Wohnwert“. Auch die Gastronomie „mit Biergärten und Innenhöfen“ erhielt „beste Noten“, von denen die paar „Übriggebliebenen“ heute wohl nur noch träumen dürfen. Mängel monierte die Untersuchung bei Straßen-, Park- und Grünflächen.

Erstmals diskutierten Bürgermeister Hermann Dumbs und Kulturchef Erwin Kohl über die neue Nutzung der einstigen Abfüllanlage der Brauerei im Zehentstadel : sie könnte wieder Turnhalle werden, als was sie angebaut worden war – die Umsetzung ist bis heute nicht geschafft, aber zahlreiche Debatten darüber folgten. Als unbedingt notwendig bezeichneten die Pädadogen der Haager Volksschule die Anschaffung von 17 Computern für die Berufschancen der Schüler: „Es gibt heute kaum mehr einen Beruf ohne Computer.“

Vier Jahre hatte sich der Schulverband Zeit genommen, um die Küche neu zu gestalten. Kochen war im Lehrplan integriert und für alle Schüler Pflicht. Über eine Nutzung freute sich auch die Volkshochschule. Modern waren damals die ersten Kurse „Kochen für Männer“.

Die Haager CSU kündigte einen Generationenwechsel an: Der 21-jährige Tobias Kurzmaier sollte Konrad Kolbinger ablösen. Mit Blick auf die nächsten Wahlen wollte sich die CSU „fit für Haag“ machen, um Dumbs abzulösen, was jedoch nicht gelang – im Gegenteil, Tobias Kurzmaier wurde später intern abgelöst.

Happy Hour wieder gestrichen

Streit gab es um nächtliche Ruhestörungen, die Anwohner dem Pilspub „Happ Hour“ vorwarfen. Die Sperrzeiten sollen nicht eingehalten werden. Damals war es üblich, dass die Gasstätten die Verlängerung von eins auf zwei Uhr früh beantragten und auch bekamen. In diesem Fall wurde sie nach einigem Hickhack zwischen Gemeinderat, Bürgermeister, Polizei und Rechtsanwälten wieder eingezogen und die Wasserburger Zeitung notierte: „Eine Happy Hour vorerst weniger für Haag.“

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