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Blick in die Haager Geschichte

Vor 25 Jahren: Ein bunter Abend in Haag

Gabi Preuß brachte ihren Fahrlehrer Robert Morawietz auf dem „Bunten Abend“ zur Verzweiflung.
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Gabi Preuß brachte ihren Fahrlehrer Robert Morawietz auf dem „Bunten Abend“ zur Verzweiflung.
  • VonLudwig Meindl
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Faschingszeit in Haag: Beim „bunten Abend“ in Haag bringt Gabi Preuß ihren Fahrlehrer Robert Morawietz Verzweiflung. Außerdem hat Hausarzt Dr. Eugen Kellner sich nach 33 Jahren einer anderen Berufung gewidmet. Ein Blick in die Zeitung von vor 25 Jahren.

Haag –„Noch internationaler ist Haag geworden“, hieß es in der Statistik vor 25 Jahren. Damals zählte man 38 verschiedene Nationen, heute sind es 55. Die Damen waren nicht nur bei den ältesten Bürgern, sondern insgesamt in der Überzahl. Der Ort hatte 5883 Einwohner im Vergleich zu den heutigen 6595.

Dr. Eugen Kellner brachte die Geschichte der Pfarrei Haag heraus. Nachdem er 33 Jahre als Hausarzt gewirkt hatte, wurde er im Ruhestand Kirchenpfleger und entdeckte sein neues Hobby im Aufarbeiten des Pfarrarchivs. Er ordnete die Dokumentenstapel, angefangen vom Schlossbenefizium in der Schlosskapelle 1620 über die Spitalstiftung bis 1808 zur Pfarrei Haag.

Für eine Überraschung sorgte Brauereichef Alois Unertl, der das Buch „The Beer Companion“ von amerikanischen Bierexperten vorlegte. Sie hatten das Haager Weißbier damals unter die besten Biere der Welt eingereiht.

Kultur im Ort zu Weihnachten

Kulturchef Erwin Kohl hatte mit dem Haager Dreikönigssingen einen einmaligen musikalischen Höhepunkt und Ausklang für die Weihnachtszeit in den Brauhaustennen geschaffen. Es musizierten die Schuster Tanzlmusi, Zither- und Harfenspieler, die Holzner Hausmusik und Westacher Sänger. Rektorin Fini Buchner resümierte zu Weihnacht in ihren Gedichten „Jetz is er wieder umme, der ganze Rumme. Der Niklaus mit’m Schimme is in Himme.“

Die Haager Polizisten waren damals noch mehr mit Bevölkerung und Ort verbunden. Das belegten die Fahrradstreife und Polizeihund „Max“, der Rottweiler, der mit seinem Hundeführer durch Haag unterwegs war. Ganz oben auf der Agenda standen vor 25 Jahren Jugendvandalismus und Schlägereien.

Für die Windener Feuerwehr legte Bürgermeister Hermann Dumbs persönlich den Grundstein zum Neubau des Gerätehauses, das die dortigen Floriansjünger mit großer Eigenleistung bauen wollten.

Mit 36 Mann traten die Haager Schäffler unter Walter Wimmer in eine neue Saison, begleitet wie immer von einer Abteilung der Ramsauer Blasmusik. Etwas Diskussion hatte der Einsatz von Karin Lipp als erstem weiblichen Kasperl bei den Schäfflern und der Bevölkerung erregt. 1998 waren die Tänzer zu 185 Auftritten geladen. Ihre Premiere widmeten sie Bürgermeister Dumbs vor dem Rathaus.

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Eine Befragung der Jugendlichen an Schulen und in Bussen sollte eine Wunschliste für den Haager Nachwuchs ergeben. Ganz oben auf der Liste stand nach der Auswertung des Jugendbeirats eine Disco, gefolgt von Kinovorführungen und einem CD-Laden. Ansprechpartner für den Jugendbeirat wurden Christa Moser und Karl Ziegler.

Eine Spende erhielt Schulleiter Paul Promberger für die Franziskus-Schule in Au. Mitgeholfen hatten die Alpenvereinssänger, für die Sepp Herzog das Gesangshonorar überreichte, Pfarrer Heinz Prechtl und Alpenvereinschef Dr. Walter Liebl.

Den „Brückenschlag“ von Weihnachten zum Fasching gestaltete „Haag aktiv“ mit dem damals äußerst beliebten „Bunten Abend“. Die Preisverteilungen würzten Parodien wie „Der Fahrlehrer“ mit Robert Morawietz und Gabi Preuß, das Wildererstück „s’Gamserl“, Einlagen von „Jack und Jill“, die Ratschkathl Christiane Jahna und der grantige Opa Matthias Durmeier.

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