Professjubiläum

Vier Unterreiter Missionsschwestern leben und wirken seit 60 Jahren für den Orden

Schwester Theresia verkörpert den pastoralen Schwerpunnkt.
+
Schwester Theresia verkörpert den pastoralen Schwerpunnkt.

Die Missionsschwestern vom Heiligsten Erlöser in Unterreit (Stadl) feierten gleich ein vierfaches Professjubiläum. Schwester Antonia Halene, Schwester Irmgard Buchner, Schwester Theresia Lechner und Schwester Rosina Fund, die das Fest in ihrer Provinz in Chile beging, blicken jeweils auf 60 Jahre Ordenszugehörigkeit zurück.

Von Renate Drexler

Unterreit – Dem Festgottesdienst in der Hauskapelle des Redemptoristenklosters Gars stand Pater Augustin Schmied vor, ein langjähriger Wegbegleiter der Gemeinschaft. Provinzoberin Schwester Ruth Maria Stamborski hielt die Festansprache. Sie unterstrich den Mut, die Neugierde und die Aufgeschlossenheit der Schwestern, sich damals einer ganz neu gegründeten Gemeinschaft, ohne Tradition und Vorerfahrungen, angeschlossen zu haben. In der Zeit des Wiederaufbaus nach den Kriegswirren, nach Not, Flucht und Vertreibung wollten die jungen Frauen konkret mitwirken am Aufbau einer gerechteren und friedvollen Zukunft – und sie brachten sich dafür mit ihrem individuellen Charisma in die Gemeinschaft ein.

Schwester Irmgards Sorgen galt immer den Alten und Kranken. Drexler

Jede Schwester hat sich mit ihren besonderen Talenten eingebracht

Jede der Schwestern stehe für einen besonderen Aspekt der Kongregation. Schwester Irmgard habe sich in ihrer Sorge für alte und kranke Menschen – in der Sozialstation Waldkraiburg und zuletzt auf der Krankenstation der Mitbrüder in Gars – vor allem dene Notleidenden und Armen angenommen, ganz im Sinne des Heiligen Alfonsus. Schwester Theresia mit ihrem Sinn für gestalterische Kreativität habe vor allem den pastoralen Schwerpunkt der Gemeinschaft verkörpert: anfangs in der Jugendarbeit, zuletzt in ihrem Dasein für spirituell Suchende im Exerzitienhaus Cham. Und Schwester. Antonias Interesse habe seit jeher der Theologie und spirituellen Fragen gegolten. Sie habe aufgrund ihrer langjährigen Tätigkeit in Bolivien und Chile einen besonderen Blick auf die weltweite Ausrichtung der Kongregation, so die Provinzoberin..

Lesen Sie auch:

Oh Corona hilf! Einer Heiligen, die vor Seuchen schützen soll, ist bei Gars die Corona-Kirche Unterzarnham geweiht

Die Schwestern verbinde die große Sehnsucht nach einem erfüllten Leben in der Nachfolge Jesu Christi, des Erlösers – auch jetzt, wenn die Wege im Alter bescheidener und mühevoller geworden seien.

Schwester Antonia widmete sich intensiv spirituellen Fragen.

Ordenspatronin als großes Vorbild

In der Ordenspatronin der Gemeinschaft, der kleinen Thérèse von Lisieux, hätten sie ein großes Vorbild gefunden, so die Rednerin. Gerade das Erleben von Schwäche, Krankheit und Angst inmitten des manchmal eintönigen Alltags habe Thérèse noch tiefer in die liebende Beziehung zu Gott gebracht. Durch ihren „kleinen Weg“ habe die Ordenspatronin Thérèse gelernt, von sich weg auf Größeres zu schauen und sich ganz an der Barmherzigkeit Gottes festzumachen.

Ein Wunsch, den Schwester Ruth Maria als Festrednerin den Jubilarinnen mit auf den Weg gab.

Kommentare