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Keinen Vorstand gefunden

Wasserburger Verkehrswacht löst sich auf - Wie geht es mit der Verkehrserziehung weiter?

Ärger über bürokratische Buchführung und Personalprobleme führten zur Auflösung der Verkehrswat Wasserburg. Unser Foto zeigt (von links) Kassier Andreas Lichtlein, Schriftführerin Martina Beham und die kommissarische Vorsitzende Katharina Burger.
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Ärger über bürokratische Buchführung und Personalprobleme führten zur Auflösung der Verkehrswat Wasserburg. Unser Foto zeigt (von links) Kassier Andreas Lichtlein, Schriftführerin Martina Beham und die kommissarische Vorsitzende Katharina Burger.
  • Karlheinz Rieger
    VonKarlheinz Rieger
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Die Gebietsverkehrswacht Wasserburg ist Geschichte. Der Verein existiert nicht mehr. Das hat Folgen – vor allem für die Verkehrserziehung junger Radler.

Wasserburg – Im Verlauf einer lebhaften Debatte mit Rechenschaftsberichten und offener Aussprache anlässlich einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beim Huberwirt erfüllte sich nach der Entlastung des Vorstandes die bereits in der Einladung angedeuteten Befürchtung.

Keine Vorstandschaft gefunden

Einstimmig (10:0) entschieden sich die anwesenden Mitglieder, den Traditionsverein aufzulösen. Ein Anflug von Wehmut war dabei spürbar, nachdem auch der letzte Versuch, eine Vorstandschaft zu finden, gescheitert war. Damit endet auch das jahrzehntelange ehrenamtliche Engagement im Rahmen der Trägerschaft für die Jugendverkehrsschule.

Es finden sich keine Ehrenamtlichen mehr, die in der Vorstandschaft ein Amt bekleiden wollen, so lautete zunächst die nüchterne Bilanz der kommissarischen Vorsitzenden Katharina Burger, die seit dem unerwarteten Rücktritt der ersten Vorsitzenden Alexandra Schulze im August 2021 die Geschäfte des Vereins geführt hatte. Trotz aller Anstrengungen und Werbeaktionen, unter anderem in den Schulen habe sich niemand konkret bereiterklärt, im Vorstand Verantwortung zu übernehmen, so Burger.

Buchhaltung zu komplex?

Das sei bedauerlich. Sie selbst sehe sich aber auch nicht in der Lage, das Amt offiziell zu übernehmen. Auch Kassier Andreas Lichtlein sah in seinem Rechenschaftsbericht keine Perspektive für eine Weiterarbeit. Der Grund: die vom Landesverband vorgegebene Art der Dokumentation der Mittelverwaltung. „Diese Art der Buchführung ist nicht meins!“ betonte er, die durchschaue er nicht völlig.

Er wundere sich, ebenso wie übrigens manche der anderen Mitglieder des Vereins, dass bei den wenigen Aktivitäten nicht eine einfache Exceltabelle reiche.

Eine solche wollte allerdings der anwesende Vizepräsident des Landesverbandes, Peter Starnecker, nicht akzeptieren. Er merkte an, bei allen anderen Gebietsverkehrswachten gebe es da keine Probleme. So schwer sei die landeseinheitliche Abrechnungsweise nicht zu handhaben, meinte er.

In der Aussprache ging es dann um die alles entscheidende Frage: Wie geht es weiter mit der Radfahrausbildung der Grundschüler und mit dem Verkehrsübungsplatz? Hierzu wurde von Seiten der bisherigen Vorstandschaftsmitglieder, alle bei der Polizei aktiv, festgestellt, dass die Ausbildung weiterhin stattfinden werde. Die Polizei sei aber nur Nutznießer des Übungsplatzes am Badria, die Stadt als Sachaufwandsträger jetzt zuständig für dessen Pflege und die Wartung der Fahrräder.

Deshalb werde nach Absprache mit Bürgermeister Michael Kölbl künftig auch ein eigener städtischer Haushaltsposten Verkehrserziehung eigerichtet, unter dem auch das restliche Vereinsvermögen von etwa 1500 Euro nach Abwicklung der letzten Verbindlichkeiten verbucht werde, so Burger.

Wie geht es weiter mit Übungsplatz?

Für 2022 waren ohnehin noch keine Mitgliedsbeiträge eingezogen worden. Damit müssen die zwölf Gemeinden, die bisher Dienste der Verkehrswacht Wasserburg in Anspruch genommen haben und über Beiträge an der Finanzierung der Verkehrswacht-Projekte beteiligt waren, in Zukunft allein mit der Stadt Wasserburg über die bei der Fahrradschulung ihrer Schulkinder anfallenden Kosten verhandeln. Dazu gehören unter anderem die Wartung der Räder, etwa 500 Kinder fahren jährlich damit, und die Nutzung des Verkehrsübungsplatzes.

Kinder lernen heutzutage nicht immer im Elternhaus das Fahrrad fahren. Die Verkehrserziehung auf dem Übungsplatz in der Grundschule ist deshalb besonders wichtig. Deshalb ist die Auflösung des Verkehrswacht Wasserburg kontraproduktiv. Maurizio Gambarini

Die übrigen Aufgaben des jetzt aufgelösten Vereins, wie zum Beispiel das Plakatieren am Straßenrand, wird die Verkehrswacht Rosenheim übernehmen.

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