Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


AUS DEM STADTRAT

Wasserburg tritt LEADER Region Chiemgau bei

Wasserburg wird Mitglied der LAG der LEADER Region Chiemgauer Seenplatte. So können „innovative Projekte im ländlichen Raum“ mit EU-Geldern befördert werden. Unser Bild zeigt die Schafwaschener Bucht am Chiemsee.
+
Wasserburg wird Mitglied der LAG der LEADER Region Chiemgauer Seenplatte. So können „innovative Projekte im ländlichen Raum“ mit EU-Geldern befördert werden. Unser Bild zeigt die Schafwaschener Bucht am Chiemsee.
  • Andrea Klemm
    VonAndrea Klemm
    schließen

Wer Mitglied in einer LEADER-Region ist, kann mit EU-Mitteln innovative Projekte im ländlichen Raum unterstützen. Wasserburg tritt der LEADER Region Chiemgauer Seenplatte bei. Der Stadtrat fasste den enstprechenden Beschluss.

Wasserburg – Die Stadt Wasserburg möchte in die lokale Aktionsgruppe (LAG) der LEADER Region Chiemgauer Seenplatte aufgenommen werden. Den entsprechenden Beschluss fasste der Stadtrat einstimmig. Corona ist „schuld“, dass man in eine laufende Förderphase eintreten kann.

Laufende Förderperiode

Die Kostenbeteiligung für das LAG-Management in der laufenden Förderperiode beläuft sich auf 1900 Euro per anno. Weil man nun in das laufende Jahr eintritt, werden die Kosten anteilig angerechnet. Eine Einmalzahlung von 700 Euro wird fällig wegen der Verlängerung der laufenden Förderperiode und der Evaluierung der laufenden Förderperiode als Basis für die nächste Förderperiode. Die Bewerbungskosten für die nächste Förderperiode betragen anteilige 1500 Euro. LAG-Manager Christian Fechter stellte in der Sitzung das EU-Förderprogramm LEADER sowie einzelne Projekte aus der Region vor. Innovative Aktionen im ländlichen Raum werden unterstützt, pro Projekt liege die Deckelung bei 200 000 Euro. „Ich bin froh, dass die Stadt Wasserburg Mitglied werden kann, aber auch noch zum ländlichen Raum gehört. Weil Babensham und Eiselfing als Nachbarn auch mit an Bord sind, wir ein weißer Fleck auf der Landkarte geschlossen“, so Bürgermeister Michael Kölbl (SPD).

Bagatellgrenze bei 4.000 Euro

Er sei sich sicher, dass jeder Stadtrat schon diverse Ideen für Projekte im Kopf habe, die einen LEADER-Förderhaken bekommen könnten, sagte er augenzwinkernd.

Auch interessant: Leaderförderung für Schuldachausbau?

Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann fragte, ob es für zu beantragende Mittel eine Bagatellgrenze gebe. Laut Fechter rechne man da etwa mit 4.000 Euro, dies sei eine Größenordnung, ab der sich der Aufwand für einen Antrag lohne.

Auch Nachfrage erfuhr Edith Stürmlinger (Bürgerforum), dass ein Projekt, das schon gefördert werde durch eine andere Stelle nicht davon ausgenommen ist, auch von LEADER bezuschusst zu werden. Fechter sagte, der ideale Weg sei, das Projekt dann aufzuteilen.

Altbau durch Umbau eine neue Nutzung geben

Christian Stadler (Grüne) wunderte sich, dass Baukosten förderfähig sind, Sanierungskosten jedoch nicht. Fechter erklärte, die Förderrichtlinie schließe „gebrauchte Gegenstände und Sanierungen aus“. Jedoch: Wenn ein Bestandsgebäude durch einen Umbau eine neue Nutzung bekommt, „dann ist das was Neues und damit förderfähig“.

Heike Maas (CSU) sagte, „Europa wird dadurch in kleinen Dingen sichtbar, LEADER ist eine tolle Sache“.

Auch interessant: Trendige Geräte-Landschaft: Neuer Anlauf für Calisthenics-Anlage in Waldkraiburg

In Bayern gebe es rund 2000 Gemeinden. „Wie läuft das mit der Reihenfolge“, wollte Wolfgang Janecka (SPD) wissen. „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst – ist rechtlich nicht erlaubt. De facto aber funktioniert es nach dem Windhundprinzip. Ein Topf ist bayernweit gedacht und nicht auf Bezirke aufgeteilt“, so Fechter. Es gebe aber durchaus Regionen, die nicht voll auf die Fördermöglichkeiten zugreifen. „In den vergangenen drei Jahren ist noch nie ein Projekt daran gescheitert, dass keine Gelder mehr im Topf waren“, so der LAG-Manager.

Zielvereinbarung wird getroffen

Friederike Kayser-Büker (SPD) interessierte sich nach der Präsentation Fechters dafür, warum in Halfing die Erziehungsberatung förderfähig ist. „Das ist eine Maßnahme aus dem Bereich Bürgerengagement, wo ein ,gemeinnütziges Unternehmen‘ den Antrag gestellt hat“, so Fechter. Es sei dabei um einen Workshop für junge Eltern gegangen, die Teilnahme war kostenlos. Die Referentenkosten wurden übernommen. „Jedes Projekt und jede Maßnahme ist mit einer Zielvereinbarung verbunden“, so der LAG-Manager.

Kommentare