Wasserburg: Trauer um Susanne Irlbeck

Susanne Irlbeck
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Susanne Irlbeck

Im 96. Lebensjahr entschlief sanft Susanne Irlbeck aus Wasserburg.

Wasserburg – Das Licht der Welt erblickte sie als erstes Kind der Eheleute Massopust in Gablonz. Sie wuchs mit einem sechs Jahre jüngeren Bruder auf und verlor als 14-Jährige den Vater. 1943 wurde „Susi“ als Wehrmachtshelferin nach Ostpreußen eingezogen, war dann zuletzt als Stabshelferin tätig. In den Wirren des Kriegsendes verschlug es sie nach Wasserburg. Da ihre Mutter in der Heimat einen Friseursalon hatte, war Susanne Irlbeck gelernte Friseurin. Arbeit fand sie in der Fahrbereitschaft des Landratsamtes Wasserburg.

Hochzeit auf der Fraueninsel

Im Mai 1949 heiratete sie auf der Fraueninsel den Lederhändler Anton Irlbeck. 1955 kam die Tochter Johanna zur Welt. 1976 verunglückte „Hannerl“ a Auf der Rückfahrt von einer Urlaubsreise tödlich, ein Schmerz, der die Eltern lebenslänglich begleitete.

Ab 1970 war Susanne Irlbeck als kaufmännische Angestellte bei Opel-Weber tätig, bis sie nach 18 Jahren in den Ruhestand ging.

In der Freizeit unternahm sie mit ihrem Mann gerne Ausflüge und Reisen. Wichtig war ihr der tägliche Spaziergang am Inn rund um die Altstadt und auf den Friedhof.

Mit zunehmendem Alter litt ihre Gesundheit. Die Wohnung im dritten Stock des Hauses in der Schmidzeile musste gegen die Stadtwohnung im ersten Stock am Weberzipfel getauscht werden. Dafür sprach auch, dass der Neffe und seine Familie im Rückgebäude wohnen und erreichbar waren. Außerdem kümmerte sich auch die Hausgemeinschaft um sie. Und eine langjährige Freundin kam wöchentlich zum Kaffeetrinken und leistete Hilfestellung. mep

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