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„Danzn“-Tour: „am liebsten nackert auf der Terrasse“

LaBrassBanda eskaliert auf dem Wasserburger Frühlingsfest

LaBrassBanda auf dem Wasserburger Frühlingsfest
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Tanzen, Schwitzen, Feiern - LaBrassBanda und Vorband Dis M rockten die Bühne auf dem Wasserburger Frühlingsfest.
  • Marina Birkhof
    VonMarina Birkhof
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  • Christine Stanggassinger
    Christine Stanggassinger
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Das erste Bierzelt nach Corona - und das erste Mal in Wasserburg: LaBrassBanda ist zurück auf der Bühne - und wie. Die Menge im Bierzelt auf dem Frühlingsfest tobte.

Wasserburg - „Wasserburg! Miassts ihr scho hoam?“, brüllt Stefan Dettl ins Mikro. „Naaaa“ hallt es zurück. „Es ist Mittwoch, miassts ihr ned hoam?“ Wieder klare Verneinung aus der Menge und für Stefan eine klare Botschaft:. „Mia kema jetzt immer mittwochs nach Wasserburg.“

Das Bierzelt auf dem Festplatz war proppenvoll, die Stimmung bestens. Nach 1300 Konzerten war LaBrassBanda zum allerersten Mal in Wasserburg. Und das sicher nicht zum letzten Mal, wie uns Jörg nach dem Konzert versichert: „Wenn Wasserburg ruft, sind wir wieder da.“

LaBrassBanda lässt „aufgestaute Energie“ am Wasserburger Frühlingsfest frei

Aufgeregt, das seien sie noch vor jedem Konzert, verrät Frontman Stefan Dettl im Exklusiv-Interview mit wasserburg24.de. verschmitzt. „Die Leute sind bei jedem Konzert unterschiedlich, das Bier schmeckt überall anders, es ist immer wieder aufs Neue spannend. Musik machen, das ist an jedem Ort schön, aber daheim noch viel mehr.“ Zuletzt waren sie in der Gemeinde Griesstätt auf dem Musifest vor vier Jahren. „Das war legendär“, erinnert sich Hias und freut sich, jetzt wieder in einem Bierzelt auftreten zu dürfen.

Das Forstinger Bier sagt allen Bandmitgliedern zu - vor allem Stefan: „Es ist zwar kein Märzen, aber das macht gar nichts. Ich bin eh dafür, ein leichtes Sommerbier im Bierzelt anzubieten.“

LaBrassBanda brachte auf dem Wasserburger Frühlingsfest die Menge zum Kochen.

In den vergangenen beiden Jahren habe sich überdies „viel Energie“ aufgestaut, wie Hias in Hinblick auf die Corona-Pandemie erklärt: „Das muss jetzt raus.“ Und wie diese Energie raus musste zeigten sie auf der Bühne. Zwei Stunden Party ohne Ende von Dazn über Nackert bis Alarm, das forderte auch das Publikum.

Die Spielpause sei „super skurril“ gewesen, fährt Stefan fort und ergänzt mit Blick auf die „Danzn“-Tour: „Es gab praktisch keine Möglichkeiten zum Tanzen während Corona - außer in Australien, aber das ist dann doch ein bisserl weit weg. Drum holen wir das jetzt alles nach mit der passenden Musik. Die Leute wieder bewegen zu sehen, schwitzen, lachen, schmatzen und schmusen - das ist so viel wert.“

Für die Chiemgauer Band stand fest: Entweder sie können so weitermachen wie vor der Pandemie - oder sie machen es nie mehr. „Und jetzt wird‘s radikal, nachdem wir wieder dürfen.“

„Ich tanze am liebsten nackert“

Den wildesten Tanz, den vollführt übrigens der Julian, wie er selbst lachend nach kurzem Zögern zugibt und auf der Bühne unter Beweis stellt. Und der Hias? „Ich tanze am liebsten nackert auf der Terrasse“, gibt er grinsend zu. Und das sei nicht gelogen.

Zum Tanzen lud auch in Wasserburg der Hit „Disco-Bauer“ mehr als ein, der Song hebt sich direkt ab von den älteren wie „Bierzelt“ oder „Zehnerlfuxer“. Stefan betont zur Entwicklung: „Wenn wir nach Konzerten noch zusammensitzen hören wir Disco-Dance-Musik. Und so haben wir uns weiterentwickelt, das ist schließlich nie verkehrt.“ Als Vorbild für den Song agierte übrigens Martin Hefter, der „Marl“ aus Rohrdorf. „Der ist der geborene Disco-Bauer“, versichert uns Korbi mit ernster Miene.

Stimmung mit Blechblasinstrumenten: Jörg, Korbi und Denis (v.l.) auf der Bühne.

Und wie kommt LaBrassBanda auf den Mix, den sie am Ende auf der Bühne präsentieren? „Wir sind eine Band, die aus wahnsinnig vielen Charakteren besteht - die Mischung ist dem geschuldet, dass wir alle so viele Ideen haben“, erklärt Stefan und ergänzt grinsend: „Das ist wie bei einer Klassenfahrt, da weißt auch nie, was passiert und als Musiker passiert dann eben auch einfach alles aus dem Nichts heraus.“

LaBrassBanda bespielte vor der Innstadt schon die Bühnen der Welt. „Ich mag die riesengroßen - aber auch die kleinen Bühnen“, versichert Manu mit einem breiten Grinsen. „Jede Bühne ist wahnsinnig schön: Auf den kleinen siehst das Publikum schwitzen und sie dich und auf den großen verschmelzen die Köpfe zu einem riesigen Ozean. Da steckt eine unglaubliche Kraft dahinter.“

Band setzt sich gegen Wirtshaussterben ein

Während Corona hat sich vor allem Stefan für die hiesigen Wirtshäuser eingesetzt. „Ich finde es spannend, wenn eine Wirtschaft vor allem noch recht abgelegen in einer Ortschaft liegt, welche Personen man dort trifft. Neben dem Aspekt, dass ich gerne etwas trinke, komme ich narrisch gerne mit den Menschen ins Gespräch und auch mit dem Wirt. Das soziale Miteinander in einem Wirtshaus ist ein Zauber, gerade auch für jüngere Menschen, beispielsweise Vereinsmitgliedern. Der Wirt ist eine Wunderwaffe und das wichtigste, das wir in Bayern haben. Die Wirtshäuser, die müssen bleiben.“

Es sei einfach „cool“ zum Wirt zu gehen, mit ihm zu sprechen und ihn nicht alleine zu lassen. „Die arbeiten bis zum Umfallen, da können wir als Band schon mal hingehen und fragen, ob wir nicht eine gemeinsame Aktion starten wollen“, so Stefans Meinung. Auch nach dem Frühlingsfest gab es freilich noch die After-Show-Party.

mb/cz

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