Nachruf

Wasserburg – Kurz vor seinem 80. Geburtstag starb Hans Petermeier.

Er wurde von Stadtpfarrer Dr. P. Schinagl im Beisein seiner Familie mit einer Trauerfeier im Altstadtfriedhof verabschiedet. Geboren wurde Hans Petermeier in Wangl bach bei Kraiburg. Nach dem Schulabschluss machte er eine Ausbildung zum Schlosser bei den Salesianern in Waldwinkel, arbeitete dann einige Jahre als Fahrer und in seinem erlernten Beruf bei der Bayernchemie in Aschau. Den Wehrdienst leistete er bei den Fallschirmjägern in Altenstadt ab, verpflichtete sich für weitere zwei Jahre. Nun war er als Waffenwart, Fallschirmjäger und Sanitäter tätig. Danach war er bei einer Schlosserei angestellt und rangierte zum Be- und Entladen vor einer Baustelle in Kraiburg. Hierbei behinderte er Katharina Weber, die Tochter des renommierten Omnibusbetriebes Weber in Wasserburg. Aus der anschließenden Verabredung zum Kaffee wurde die Heirat im März 1965.

Nun arbeitete er als Fahrer im Familienunternehmen mit, bis er 1970 zusammen mit seiner Frau den Betrieb übernahm. Katharina war überwiegend für den kaufmännischen Bereich zuständig, Hans leitete den Fuhrpark. Die Reiseplanungen arbeiteten sie gemeinsam aus, und wenn es die Familie und Zeit zuließen, begleitete ihn Katharina auf den Reisen quer durch Europa. Auch ihre beiden Kinder waren später in den Ferien gerne mit dem Vater auf Busreise.

Hans Petermeier war in den 70er-Jahren aktives Mitglied der Feuerwehr in Wasserburg. Außerdem übernahm er für ein Jahrzehnt die Leitung der Skiabteilung des TSV Wasserburg. Danach konzentrierte er sich auf die Erweiterung der Firma und den Umbau des elterlichen Anwesens. Erholung fand er in seinem geliebten Wald in Kolbing. Im Ruhestand unternahm er mit seiner Frau ausgedehnte Reisen – unter anderem im Wohnmobil in den Norden, wo er seine Leidenschaft fürs Fischen entdeckte.

Die Mitgliedschaft in der „Schiffleut-Bruderschaft“ bedeutete ihm viel. Bei Umzügen übernahm er gerne das Amt des Fahnenträgers der Bruderschaft.

Besonders am Herzen lagen ihm die drei Enkelkinder, deren Heranwachsen er mit Stolz begleitete. Als seine Frau erkrankte, kümmerte er sich liebevoll um sie, bis sie 2011 unerwartet verstarb. In den letzten Jahren seines Lebens begleitete ihn seine Lebensgefährtin Elisabeth, die mit ihm einen unternehmungslustigen Partner verlor. mep

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