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Häkel-Banksy wieder in Aktion getreten

Wasserburg fragt sich: Ist das Kunst – oder muss das weg?

Bleibt sie oder muss sie wieder weg: die gehäkelte Blume im Kanonenrohr.
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Bleibt sie oder muss sie wieder weg: die gehäkelte Blume im Kanonenrohr.
  • Heike Duczek
    VonHeike Duczek
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Die Wasserburger diskutieren mal wieder über das neueste Kunstwerk aus Wolle, eine gehäkelte Blume, die die Skulptur vor dem Rathaus schmückt. Ein Eingriff in das Werk des Künstlers?

Wasserburg – Geschossen wird am Wasserburger Rathaus natürlich nicht. Trotzdem: Die unbekannte Häkelkünstlerin hat das Kanonenrohr der Skulptur, die – nur auf den ersten Blick? – aussieht wie ein Panzer und auf die Große Kunstausstellung des AK 68 hinweist, vorsichtshalber mit einer Friedensblume verstopft.

Ist das Kunst oder kann das – muss das – weg? Diese Frage treibt seitdem die Künstlergemeinschaft AK 68 um. Am Wochenende gab es innerhalb des Vereins Diskussion darüber, ob die ergänzte gehäkelte Blume einen Eingriff in das Werk von Gregor Passens darstellt oder als Interpretation, die von außen kommt, akzeptiert werden kann beziehungsweise sogar sollte.

Befremdet auf die gehäkelte Blume reagiert

Kunst darf provozieren, das tut die Skulptur vor dem Rathaus auch, die auf den ersten Blick aussieht wie ein Panzer, aber auch ganz anders interpretiert werden kann – nämlich als auf der Seite liegendes Haus mit Schornstein. Die Aufmerksamkeit ist dem Werk und damit der Großen Kunstausstellung gewiss.

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Doch was ist, wenn einfach ein Objekt ergänzt wird? Die Zweite Vorsitzende des AK 68, Katrin Meindl, weist darauf hin, dass der Künstler der Skulptur vor dem Rathaus, der sie „Caterpillar“ nennt, befremdet auf die gehäkelte Blume reagiert habe. Sie wurde deshalb aus dem Rohr entfernt, vor dem Werk auf den Boden gelegt – und dann doch wieder von Unbekannt in das Rohr hineingesteckt.

2020 schon mit gehäkelter Karotte in Erscheinung getreten

Panzer, die sich zu einer Blume vereinen, seien außerdem nichts Neues, betont Meindl angesichts eines bereits vorhandenen gemalten Werks an der Essigfabrik. Sie findet, dass das umgelegte Wellblechhaus, mit dem manche einen Panzer assoziieren, vom „Häkel-Banksy“ (nach dem unbekannten britischen Streetart-Künstler Banksy) „nicht richtig verstanden“ worden sei.

2020 war es ebenfalls zu einer Aktion der Unbekannten (oder des Unbekannten) gekommen. Damals war der Hasenskulptur vor dem Rathaus, die ebenfalls auf die große Kunstausstellung hinwies, eine gehäkelte Karotte ins Maul gesteckt worden. Das Gemüse blieb. Die Häkelkünstlerin hatte die Redaktion der Wasserburger Zeitung auch heuer per Brief über die neue Aktion informiert. Erneut war das Schreiben mit drei Wollfäden „unterschrieben“.

Die Ausstellungszeiten:

Die Große Kunstausstellung in Wasserburg ist bis zum 29. August zu sehen – täglich von 10 bis 18 Uhr. Ausstellungsräume sind im Ganserhaus und im Rathaus. Der AK 68 präsentiert Malerei, Skulpturen und Fotografie.

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