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Interview mit Timo Paul (22): So lauten seine Pläne

„Es soll Ruhe im Verein einkehren“: Wasserburgs neuer Feuerwehrkommandant über sein schweres Erbe

Timo Paul ist der neue Kommandant der Wasserburger Feuerwehr.
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Timo Paul ist der neue Kommandant der Wasserburger Feuerwehr.
  • VonAnja Leitner
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Nach dem Rücktritt der drei Kommandanten übernimmt der 22-jährige Wasserburger Timo Paul das Amt. Ob er sich dem gewachsen fühlt und wie seine Pläne für den Verein aussehen verrät er im Interview.

Wasserburg – Nach stürmischen Zeiten bei der Wasserburger Feuerwehr soll mit dem neuen Feuerwehrkommandanten Ruhe einziehen: Timo Paul aus Wasserburg ist mit seinen 22 Jahren wohl der jüngste Feuerwehrler in Bayern in diesem Amt, wahrscheinlich sogar deutschlandweit.

Herr Paul, nach dem Rücktritt des gesamten Vorstands übernehmen Sie die Führung der Wasserburger Feuerwehr. Fühlen Sie sich dem gewachsen?

Timo Paul: Ja, auf alle Fälle. Ich bin ja schon zehn Jahre im Verein, also seit ich zwölf bin.

Trotzdem sind Sie mit 22 Jahren ja noch recht jung.

Paul: Das stimmt, Aber die ganze Mannschaft steht hinter mir. Und die Kommandanten, die zurückgetreten sind, sind ja weiterhin aktive Mitglieder. Da kann ich Rücksprache halten, wenn nötig.

Wie sehen Sie die Vorwürfe der abgetretenen Kommandanten, dass es zu wenig Wertschätzung gab für die Feuerwehr und zu wenig Kommunikation, was die Planung des neuen Feuerwehrhauses anging?

Paul: Ehrlich gesagt möchte ich dazu lieber nichts sagen. Ich war nicht dabei und will auch nicht für andere sprechen.

Was denken Sie über die viel diskutierte Atemschutzkriechstrecke? Eine sinnvolle Anschaffung oder unnötig?

Paul: Die Anschaffung sehe ich als sehr sinnvoll. Es gibt nur zwei Kriechstrecken, in Bad Aibling und Prien. Die sind auch schon in die Jahre gekommen. Für die Feuerwehr wäre es von großem Nutzen die Kriechstrecke hier in Wasserburg zu haben. Dann würden sich die Mitglieder auch die Fahrt sparen.

Sie sind ebenfalls als Technischer Leiter bei der Wasserburger Wasserwacht tätig. Bekommen Sie beide Aufgaben unter einen Hut?

Paul: Die Position als Technischer Leiter habe ich schon abgegeben. Diese zwei großen Ämter sind zeitlich schwer unter einen Hut zu kriegen. Ich werde die Wasserwacbt trotzdem weiterhin als aktives Mitglied unterstützen.

Das heißt, Sie wollen das Amt als Feuerwehrkommandant langfristig antreten?

Paul: Ja, das habe ich vor. Es soll wieder Ruhe in den Verein einkehren. Auch wenn das für mich heißt, dass ich mich erst mal nicht als Berufsfeuerwehrmann bewerben kann.

Es ist also Ihr Wunsch, hauptberuflich Feuerwehrmann zu werden?

Paul: Ja, grundsätzlich schon. Deswegen habe ich auch eine Ausbildung zum Elektriker absolviert. Eine handwerkliche Tätigkeit ist bei der Bewerbung von großem Vorteil. Trotzdem ist das Auswahlverfahren sehr streng, da kommen nur die Besten rein.

Aber der Plan steht noch?

Paul: In den nächsten Jahren wohl eher nicht. Ich bleibe jetzt erst mal Kommandant.

Woher kommt Ihr Interesse am Vereinsleben?

Paul: Darauf hat mich eigentlich meine Mutter gebracht. Wir sind 2009 von Frabertsham nach Wasserburg gezogen. Um Anschluss zu finden, hat sie mich zur Feuerwehr geschickt (lacht). Ich habe schnell gemerkt, dass es genau das Richtige für mich ist.

Da bleibt nicht viel Freizeit übrig.

Paul: Naja, ich sehe Feuerwehr und Wasserwacht nicht als Arbeit an. Ich bin sehr gesellig und freue mich, wenn ich meine Kameraden treffe.

„Große Wertschätzung“ - Zweiter Bürgermeister voll des Lobes für Paul

„Timo Paul ist zwar ein junger Feuerwehrkommandant, dafür aber sehr engagiert und schon viele Jahre bei der Wasserburger Wehr“, sagt der Zweite Bürgermeister, Werner Gartner, in Vertretung von Michael Kölbl.

Werner Gartner.

„Der Stadtrat hat Paul einstimmig bestätigt – das zeugt von großer Wertschätzung unsererseits. Wir wollen eine offene und gute Kommunikation zwischen dem Kommandanten und der Stadt. Sollte es zu Unstimmigkeiten kommen, bemühen wir uns sehr, diese direkt aus der Welt schaffen. Wir haben den Vorstand auch ins Bild gesetzt, was die Planungen für das neue Feuerwehrhaus angeht. Es darf sich jeder miteinbringen. Dafür haben wir ja die Arbeitsgemeinschaft gegründet mit dem Bürgermeister, den Stadträten, den zuständigen Firmen und der Feuerwehr. Es ist unser absoluter Wille, dass wir das Feuerwehrhaus gemeinsam auf den Weg bringen.“

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