Zum Rodeln reicht‘s hier und da

Wasserburg gerüstet für Winter und Schnee: „Da kann noch mehr kommen“

Es darf geschippt werden: Waldemar Siegfried in der Straße Am Gerblanger.
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Es darf geschippt werden: Waldemar Siegfried in der Straße Am Gerblanger.
  • Winfried Weithofer
    vonWinfried Weithofer
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Im vergangenen Winter war von Schnee in Wasserburg kaum etwas zu sehen, in diesen Tagen zeigt sich die Stadt der Jahreszeit ganz in Weiß – am Donnerstag sogar bei viel Sonnenschein. Doch die Kommune ist gut gerüstet für Schnee und Eis.

Wasserburg – Begonnen hatte der Niederschlag in der Nacht zum Feiertag Heilige Drei Könige und er hielt praktisch den ganzen Mittwoch über an. Die Menge war freilich nicht sehr ergiebig, die Flocken fielen eher dünn und sparsam vom Himmel. Doch zum Rodeln reichte es hier und da – wobei große Menschenansammlungen aufgrund der Corona-Hygienebestimmungen nicht erlaubt sind.

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Für den Leiter des städischen Bauhofs, Alexander Murner, war es überhaupt kein Problem, mit dem Schnee fertig zu werden: „Wir waren mit acht Fahrzeugen unterwegs“, berichtete er am Donnerstag. Dazu hätten drei Räumtrupps die Fußwege in der Altstadt abgestreut. Insgesamt habe er ein gutes Dutzend Mitarbeiter im Einsatz gehabt, und zwar schon ab drei Uhr morgens. „Das war ein ganz normaler Schneefall, nicht so dramatisch, kein Weltuntergang“, so Murner. „Da kann schon noch mehr kommen.“

Straßennetz ist 94 Kilometer lang

Doch ein Kraftakt ist der Räumdienst allemal, das Straßenwegenetz in Wasserburg hat eine Gesamtlänge von 94 Kilometern. Es kam immerhin so viel runter, dass auch viele Wasserburger erstmals in diesem Winter zur Schippe greifen mussten, um etwa ihre Garageneinfahrten frei zu machen. Murner bittet, den Schnee nicht auf die öffentlichen Straßen zu schaufeln, sondern im eigenen Bereich auf dem Grundstück zu belassen. „Man muss schauen, dass man ihn irgendwo seitlich ablagern kann.“

Lagerhalle kann 500 Tonnen fassen

Falls der Winter bleibt, so wie der Wetterdienst es ankündigt für die nächsten Tage, ist ausreichend Streusalz vorhanden. 2019/2020 gab es so wenig Schnee und Eis, dass gerade mal 65 Tonnen Salz benötigt wurden. Im Durchschnitt sind es pro Jahr etwa 160 Tonnen, die benötigt werden. In der schneereichen Saison 2018/2019 waren es 220. Knapp 500 Tonnen kann die Lagerhalle aufnehmen, so die Stadt mit.

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