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Seit 40 Jahren auf dem Gipfel auf der Jakobspitze

Wasserburg: Ein kleines Holzkreuz schreibt Geschichte

Der Wasserburger Alpenverein feiert sein Gipfelkreuz auf der Jakobspitze in 2742 Meter.
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Der Wasserburger Alpenverein feiert sein Gipfelkreuz auf der Jakobspitze in 2742 Meter.

Im September jährte es sich zum 40. Mal, dass ein schmuckes, kleines Holzkreuz den Gipfel der Jakobspitze in 2742 Meter in den Sarntaler Alpen ziert.

Wasserburg – Es wurde 1982 unter der Regie von Hans Raffler und dem Wasserburger Alpenvereinsvorsitzenden, Bert Lindauer, aus Lärchenholz von einem Sarner Bauern stabil angefertigt, hinaufgetragen und bestens verankert, denn es steht heute noch unbeschädigt dort.

Seit damals ist es gute Tradition beim Wasserburger Alpenverein, dass alle fünf Jahre im Herbst eine Gemeinschaftsfahrt ins Sarntal nach Durnholz organisiert wird, um auf der Jakobspitze mit den Sarner Bergfreunden eine Bergmesse zu feiern. So machten sich auch heuer am ersten Oktoberwochenende 40 Wasserburger Bergsteiger mit dem Vereinsvorsitzenden, Fritz Gottwald, im Bus auf den Weg. Mit dabei waren Pater Dimpflmaier vom Kloster Gars, fünf junge Frauen und zwei junge Männer vom Schnaitseer Musikverein mit dem Namen „Die Barfiaßler“. Diese Musikgruppe sorgte gleich am ersten Tag für Aufsehen und Begeisterung. Die Musiker entschlossen sich spontan, ihre teilweise schweren Blasinstrumente vom Penser Joch auf die Tatschspitze zu tragen. Bei herrlichem Wetter vor den verschneiten Bergen des Alpenhauptkamms und der markanten Dolomiten veranstalteten sie am Gipfel ein Konzert. Am Abend wurde in Durnholz im Hotel Jägerhof Quartier bezogen und die „Barfiaßler“ sorgten für Stimmung.

Viereinhalb Stunden anspruchsvoller Aufstieg

Am zweiten Tag, ein Freitag, wurde unter der Leitung des Sarner Alpenvereinsvorsitzenden, Hermann Innerebner, eine Tour von Reinswald zum Totenkirchl gemacht, wo die Bewohner des Sarntals in einer kleinen Kirche auf über 2000 Meter Höhe ihrer Verstorbenen gedenken. In der Nähe des Kirchls spielten die Barfiaßler wieder auf und später nochmals am Totensee, nachdem sie darin gebadet hatten. Bergziel war der Villanderer Berg mit 2509 Meter. Am Samstag, frühmorgens, machten sich dann Pfarrer, Musikanten sowie die Wasserburger und Sarner Bergsteiger von Durnholz 1558 Meter auf den Weg zur Flaggerscharte. Nach einer Rast wurde es steiler und anspruchsvoller. Über den verschneiten und felsigen Westhang erreichten alle nach gut viereinhalb Stunden den Gipfel der Jakobspitze.

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Pater Dimpflmaier zelebrierte eine andächtige Messe und die Musikanten spielten dazu. Ingrid Knollhuber trug ein selbst komponiertes Lied mit dem Titel „40 Jahre Gipfelkreuz auf der Jakobspitze“ vor. Den Abstieg übers Tellerjoch meisterten alle gut. Kurz vorm Durnholzer See wartete der 83-jährige Bergbauer, Gustl Seeber, vor seinem Hof. Bei ihm waren Idee und Kreuz entstanden und er wusste noch alles sehr genau, auch dass die Wasserburger heute beim Abstieg bei ihm vorbeikommen würden. Am Abend wurde mit einigen einheimischen Bergfreunden im Jägerhof gefeiert. Die Vereinschronik von 1982, ein dickes Buch mit Bildern und Schriftstücken wurde interessiert durchgeschaut. Am Sonntag erfolgte nach dem Frühstück zufrieden die Heimfahrt, denn bei Regen hatte niemand Lust auf eine Abschlusswanderung.

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