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Serie: Rückblick auf 2021 in der Wasserburger Zeitung (6)

Wasserburg diskutiert über Steine: an der Stadtmauer willkommen – in Gärten nicht

Die Steine der Stadtmauer werden sorgfältig saniert: Viele haben Jahrhunderte überlebt.
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Die Steine der Stadtmauer werden sorgfältig saniert: Viele haben Jahrhunderte überlebt.
  • VonKatharina Heinz
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Nach der Sommerpause startet der Wasserburger Stadtrat wieder durch. Er widmet sich unter anderem dem Kampf gegen sogenannte „Gärten des Grauens“, aber auch der Frage, wie das Areal der Essigfabrik nach dem Abriss genutzt werden kann.

Wasserburg – Nach der Sommerpause steht die zukünftige Wohnbebauung des ehemaligen Essigfabrik-Geländes, wo derzeit noch Kunst, Kultur und Street Art stattfinden, im Fokus. Im Herbst 2022 soll die Abrissbirne anrücken, um Platz für ein neues Wohngebiet zu schaffen.

Eigentümer des Areals ist die Stadt sowie die Heilig-Geist-Stiftung. Die Gegebenheiten sind ungewöhnlich, etwa aufgrund der Hanglage oder der Hochwassergefahr durch den nahen Inn. Um möglichst viele Ansätze der möglichen Bebauung zu erfahren, will man nun einen Ideenwettbewerb durchführen.

Komplizierte Sanierung der Stadtmauer

Kompliziert ist auch die Sanierung eines historischen Bauwerks. Nachdem die Stadtmauer im ersten Abschnitt vom wuchernden Efeu befreit wurde, geht es nun an das Mauerwerk. Die Architekten haben die Mauer dazu in einen unteren Teil aus dem 13. Jahrhundert und einen oberen Teil aus dem 15. Jahrhundert eingeteilt. Dort sind auch Ziegel und kleinere Steine verbaut worden. Geplatzte oder bröselige Ziegel werden nun partiell erneuert, nicht mehr tragfähige Stücke neu aufgemauert. Bis zu zwölf Mann arbeiten derzeit an der Stadtmauer.

An der Stadtmauer authentisch, an anderer Stelle fehl am Platz: Steine. „Gärten des Grauens“ sind in Wasserburg fortan unerwünscht. Der Stadtrat hat eine entsprechende Freiflächengestaltungssatzung beschlossen, die besagt, es müsse eine angemessene „Durchgrünung“ der Baugrundstücke geben. Geschotterte Steingärten sind demnach unzulässig. Das soll auch den Bienen und Insekten zugutekommen.

+++ Weitere Artikel und Nachrichten aus der Region Wasserburg finden Sie hier. +++

Ein Zeichen für den Umwelt- und Klimaschutz setzt Wasserburg außerdem, indem es die Mobilität mit dem Rad fördert. Etwa 19 weitere Fahrradständer sollen im Stadtgebiet aufgestellt werden, außerdem zusätzliche Radl-Abstellboxen angeschafft werden.

Neuer Supermarkt für die Burgau

Eine freudige Überraschung hört man aus der Burgau: Die Nahversorgung ist bald wieder gesichert. Ein Rewe-Markt übernimmt die Räume des ehemaligen Edeka Schmidmüller in der Innhöhe. Derzeit laufen die Renovierungsarbeiten wieder, im ersten Quartal 2022 soll der neue Supermarkt eröffnen.

Wieder goldig: die Maria

Während bei der Sanierung der Stadtmauer 171 menschliche Schädel auftauchen und gleich vom Landesamt für Denkmalpflege zur Untersuchung abgeholt werden, darf die „Maria Immaculata“ endlich wieder an ihren angestammten Platz auf dem Marienbrunnen. Seit Ende April war sie zur Auffrischung in der Werkstatt von Restaurator Armin Göttler. Unter anderem bekam sie eine neue Gold-Schicht aus 900 Blatt Transfergold, „rosa-nobel-Doppelgold, 23 ¾ -Karat. Jetzt, Anfang September, blickt Maria wieder stolz auf den Marienplatz herab.

St. Jakob wird umgestaltet

Wasserburgs neuer Stadtpfarrer Bibinger hat – kaum ist der Kirchen-Zusammenschluss vollzogen – gleich noch die Stadtkirche St. Jakob etwas umgeräumt. Das Gotteshaus wird seit 2014 saniert, doch die Tür soll trotz Baugerüst weit offenstehen. Kirche ist kein toter Ausstellungsraum, sondern ein Ort des Lebens, findet der Pfarrer. Um das Haus Gottes einladender zu machen, hat er es umgestaltet: Grünpflanzen raus, sakrale Gegenstände leichter zugänglich, das Taufbecken direkt am Eingang.

Aiwanger auf der Burg

In der heißen Bundestagswahl-Phase kommt Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger auf Stippvisite nach Wasserburg. Der Grund: Er besichtigt die Burg, die nach Renovierung des alten Getreidekastens wieder neu erstrahlt. Die Rosenheimer Kreishandwerkerschaft, Eigentümerin des Gebäudes, wollte bei der Sanierung vor allem die historische Substanz erhalten.

Im Burgerfeld freut man sich, dass sich offensichtlich einige Turmfalken angesiedelt haben, und in der CRV-Besamungsstation in Rottmoos feiert Superbulle „Wobbler“ seinen zehnten Geburtstag. Er hat wohl um die 16000 Töchter gezeugt.

Kunst aus dem Kondomautomaten

Passend dazu kommt Ende September eine kuriose Meldung aus der Altstadt: Aus einem umgewandelten Kondomautomate n am Brucktor kann man jetzt „Kunst to go“ erwerben. Künstler und Kreative haben mit ihren Werken die kleinen Schächtelchen gefüllt, die man für fünf Euro aus dem Automaten ziehen kann.

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