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Besuch von Wirtschaftsminister Aiwanger

Renovierung lässt Wasserburger Burg in neuem Glanz erstrahlen

Die historische Bausubstanz zu erhalten, das war das Ziel der Kreishandwerkerschaft bei der Sanierung der Burg. Konkret ist es der alte Getreidekasten, der für 1,5 Millionen Euro saniert wurde.Weithofer
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Die historische Bausubstanz zu erhalten, das war das Ziel der Kreishandwerkerschaft bei der Sanierung der Burg. Konkret ist es der alte Getreidekasten, der für 1,5 Millionen Euro saniert wurde.Weithofer
  • Winfried Weithofer
    VonWinfried Weithofer
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„Wenn es diese Burg nicht gäbe, hießen wir nicht Wasserburg“, sagte Bürgermeister Michael Kölbl bei der Feier zum Abschluss der Bauarbeiten. Auch Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger schaute auf einer kurzen Stippvisite bei. Unter Handwerkern fühle er sich wohl, sagte er.

Wasserburg – Diese Renovierung lässt Wasserburg in neuem Glanz erstrahlen: Die Arbeiten am alten Getreidekasten mit seiner prächtigen Fassade und seinem aufwendig konstruierten Dachwerk sind weitgehend abgeschlossen. Die Kreishandwerkerschaft Rosenheim, Eigentümer des Gebäudes, das zum Ensemble der Burg gehört, hat zu einer Feier am Ort des Geschehens geladen. Ein kurzfristig angekündigter Blitzbesuch von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) ging dem Fest voraus.

Der Getreidekasten ist ein zum Burgkomplex gehörendes Bauwerk, der Wasserburg seit Jahrhunderten prägt. Die Bedeutung der Burg unterstrich Bürgermeister Michael Kölbl am Rande der Veranstaltung mit diesen Worten: „Die Stadt Wasserburg gäbe es vom Namen nicht, wenn es diese Burg nicht gäbe, sie ist ihr wichtigstes, namensgebendes Denkmal. Ein Teil der Identität für uns Wasserburger.“

Punktlandung bei den Kosten von 1,5 Mio.

Die Übergabe vom Orden Maria Stern auf die Kreishandwerkerschaft Rosenheim vor rund 15 Jahren unter Beteiligung der Stiftung Attl und der Stadt nannte Kölbl eine Erfolgsgeschichte. „Da haben alle zusammen helfen müssen, dass das funktioniert.“ Er sei froh, das die Burg in öffentlicher Hand sei, und die neuen Eigentümer hätten zudem die nötige Fachkompetenz, das Bauwerk, das als Altenheim dient, zu erhalten.

Sturmschaden im Herbst 2020

Auch Rudi Schiller, der Kreishandwerksmeister, weiß um die Bedeutung der Burg. „Die spürt man bei uns in der Region.“ Er ist sichtlich stolz auf das, was sein Verband für dieses Bauwerk in den vergangenen 18 Monaten geleistet hat. In einer Ansprache betonte er, dass bei den Renovierungskosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro eine Punktlandung gelungen sei – „trotz mancher Preisschwankungen und einiger unvorhersehbarer Arbeiten“.

Und er fügte hinzu, dass dies nie zu Lasten der Firmen oder der Qualität geschehen sei. Corona sei zum Glück kein Thema gewesen und außer einem Sturmschaden im September 2020 habe es keine Unglücke gegeben.

Großen Dank sprach Schiller insbesondere dem Landratsamt, der Stadt und der Sparkasse für die Unterstützung des Projekts aus. Unter den rund 50 Gästen waren neben Kölbl auch der stellvertretende Landrat Josef Huber, Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann, Jakob Schedel von der Sparkasse sowie die früheren Initiatoren des Projekts, Gerhard Schloots und Peter Aicher.

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Architekt Udo Rieger äußerte sich hochzufrieden. „Ich bin schon 35 Jahre im Geschäft, aber so eine gelungene Baustelle habe ich selten erlebt. Eine große Leistung.“

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Er berichtete, wie schwierig es gewesen sei, auf der Innseite ein Gerüst aufzustellen, er schilderte, welche Art von Ziegel nun das Dach schmücken. Und er lobte die handwerklich gelungene Wiederherstellung der Fassade einschließlich der Fenster und der Fensterläden: „Da passt alles.“

Ziel: historische Bausubstanz erhalten

Ziel sei es gewesen, so viel wie möglich von der historischen Bausubstanz zu erhalten. Mit der Kreishandwerkerschaft habe es in der Sanierungsphase mitunter eine lebhafte, harte, aber immer sachliche Diskussion gegeben. „Das war immer im Sinne der Qualität.“ Es sei darum gegangen, die Burg für nächsten Generationen zukunftssicher zu gestalten.

Kreishandwerksmeister Rudi Schiller führt Minister Hubert Aiwanger (rechts) herum.

Worte, die Minister Aiwanger bei seinem Kurzbesuch in Wasserburg nicht mehr mitbekam – er reiste nach einer knappen halben Stunde wieder weiter. Doch immerhin konnte ihn Rudi Schiller über ein paar Details der Renovierungsarbeiten informieren. Was ihm an Wasserburg gefalle, wurde Aiwanger gefragt. Seine Antwort: „Die Leit san in Ordnung.“ Sie würden alle zupacken, sie seien Handwerker und nicht nur Mundwerker. „Insofern bin ich hier am richtigen Platz.“ Am Donnerstag ließ er es jedoch bei einer sehr knappen Stippvisite bewenden.

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