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Gastspiel mit Tieren und Artisten

Manege frei in Wasserburg: Circus Alfons William hofft auf gute Saison nach schwerer Zeit

Gerade ein Jahr alt: Das Kamel Akim, das Zirkuschefin Marion Köllner zum Heuhaufen führt.
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Gerade ein Jahr alt: Das Kamel Akim, das Zirkuschefin Marion Köllner zum Heuhaufen führt.
  • Winfried Weithofer
    VonWinfried Weithofer
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Der Circus Alfons William, derzeit zu Gast in Wasserburg, hat schwere Zeiten hinter sich – nicht nur wegen der Corona-Zwangspause. Er kämpft auch noch an einer anderen Front. Denn die Stars in der Manege sind neben den Artisten auch Tiere. Ein Besuch beim Familienunternehmen.

Wasserburg – Eben noch in Rosenheim, jetzt in Wasserburg: Der „Circus Alfons William“ hat auf dem Festgelände an der Alkorstraße für ein paar Tage seine Zelte aufgeschlagen, am Mittwochnachmittag, 28. Juli, findet die erste Vorstellung statt. „Wir haben eben mit der Saison wieder angefangen“, sagt Zirkuschefin Marion Köllner, die noch positive Erinnerungen an den letzten Besuch in Wasserburg hat: „Das liegt aber schon 20 Jahre zurück.“

Veterinäre haben ein Auge auf die Tiere

Es sind die Tiere – insgesamt 50 an der Zahl, die den Reiz des Wanderzirkus ausmachen: Pferde, Ponys, Esel, Lamas, Alpakas, Ziegen, Kamele und Dromedare sind bei den Aufführungen in der Manege mit von der Partie. Angesprochen auf Kritik von Tierschützern entgegnet die 52-Jährige: „Man kommt mit diesen Menschen nicht klar. Sie kapieren nicht, dass es den Tieren bei uns gut geht.“ Zudem würden die Tiere veterinärärztlich kontrolliert, zuletzt in Rosenheim. Mängel hätten die Ärzte, die mitunter unangemeldet kämen, nicht festgestellt: Auslauf, Futter, Wasser – für alles sei gesorgt. „Mehr kann man nicht machen“, so Köllner.

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Im Frühjahr hatte die Tierschutzorganisation Peta Anzeige erstattet, weil eine hochschwangere Lamastute einer unzulässigen Reisestrapaze ausgesetzt gewesen sei. Der Zirkus wies die Vorwürfe als „völlig überzogen“ zurück. „Stress? Das kennen unsere Tiere nicht.“ Während des Gesprächs hat Marion Köllner ein Kamel namens Akim aus dem Unterstand geführt – und genüsslich frisst es vom Heuhaufen.

Im Lockdown musste mehr als sechs Monate wegen Corona pausiert werden. Da habe der Zirkus viel Hilfe durch Landwirte erhalten, die kostenlos Heu abgaben. Diese Zeit nutzte Köllner, um das neue Programm und die Kostüme zu entwerfen. Jetzt sei es aber finanziell wichtig, wieder auftreten zu können.

Familienbetrieb: Sogar die Enkel packen mit an

„Wir sind ein reiner Familienbetrieb“, betont die Mutter von neun Kindern – sieben Söhne und zwei Töchter, die beim Auf- und Abbau kräftig mit anpacken, genauso einige der 14 Enkelkinder.

Im Zelt haben unter Corona-Bedingungen 200 Besucher Platz, sonst wären es mehr als dreimal so viele. Marion Köllner hofft, dass der Kartenverkauf ähnlich gut läuft wie jüngst in Rosenheim: „Da haben wir zwischen 80 bis 100 Zuschauer pro Vorstellung gehabt.“ Den Kindern sei der Besuch einer Zirkusvorstellung besonders zu gönnen, sie hätten ja wegen Corona lange Zeit nicht viel erlebt, findet die Zirkuschefin. Unter ihrer Zirkuskuppel sei das anders: Dort gibt es neben der Tierdressur auch Auftritte von Clowns, eine orientalische Show mit Feuerspuckern und Tänzerinnen in bunten Kostümen sowie akrobatische Übungen auf dem schwingenden Trapez. „Abgesichert sind unsere Artisten aber schon, damit alles gut geht“, versichert die Zirkuschefin.

Hier gibt es Karten - das sind die Corona-Regeln

Unter Einhaltung der Corona-Maßnahmen (Masken dürfen am Platz abgenommen werden) gastiert von Mittwoch, 28. Juli, bis Sonntag, 1. August, der „Circus Alfons William“ am Festplatz beim Badria.

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  • Vorstellungen sind täglich um 16 Uhr, Samstag um 11 und um 16 Uhr und am Familientag, Sonntag, 1. August, um 11 Uhr.
  • Kartenvorverkauf ist täglich von 10 bis 12 Uhr. Eintrittspreis: 14 bis 18 Euro. Info-Telefon: 0170/95 12 996.

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