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Online-Ausleihe von E-Books noch fraglich

Wasserburg will „eine lebendige Bibliothek“ und Öffnungszeiten am Samstag anbieten

Die Online-Ausleihe von E-Books gehört noch nicht zum Angebot der Bibliothek Wasserburg. Doch ob sich dieser Service auch in Wasserburg anbietet, wird jetzt geprüft.
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Die Online-Ausleihe von E-Books gehört noch nicht zum Angebot der Bibliothek Wasserburg. Doch ob sich dieser Service auch in Wasserburg anbietet, wird jetzt geprüft.
  • Sophia Huber
    VonSophia Huber
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Die Öffnungszeiten der Bibliothek Wasserburg berücksichtigen Berufstätige zu wenig, davon sind zumindest Bürgerforum und Grüne überzeugt. Die Fraktionen des Stadtrats wollen das ändern.

Wasserburg – Die Wasserburger Bibliothek soll nach Wunsch von Bürgerforum und Grünen kundenfreundlicher werden, dank einer Öffnung am Samstagvormittag und eines kostenfreien W-Lan Zugangs für Besucher, sowie einer Online-Ausleihe für E-Books.

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Den Antrag, der dem Haupt- und Finanzausschuss in der jüngsten Sitzung vorlag, sei durchaus zu begrüßen, erklärte Bürgermeister Michael Kölbl (SPD). Insbesondere die Einrichtung eines W-Lan Zugangs sei „einfach zeitgemäß“. Bisher hätten Sicherheitsbedenken geherrscht, insbesondere beim Einstecken von mitgebrachten Geräten ins Stromnetz. Diese könnten aber mit einer Überprüfung der Geräte ausgeräumt werden. „Damit können wir zehn geprüfte Geräte zulassen“, erklärte Kölbl. Einen Steckplatz gebe es für acht.

Personalstand darf nicht „ins Uferlose“ steigen

Bei der Erweiterung der Öffnungszeiten und bei der Einrichtung einer Online-Ausleihe müsse aber darauf geachtet werden, dass „der Personalstand nicht uferlos steigt“, sagte Kölbl. Zudem dürften die Öffnungszeiten, die das Gymnasium Wasserburg brauche, nicht berührt werden, diese seien vormittags bis 14 Uhr. Als Alternative würde sich deshalb anbieten, die Bibliothek am Mittwochnachmittag geschlossen zu halten und stattdessen am Samstagvormittag zu öffnen.

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Ein Vorschlag, der bei den Antragstellern auf Zustimmung stieß. Schließlich wolle man „nicht an den Öffnungszeiten rütteln, die das Gymnasium braucht“, wie Edith Stürmlinger (Bürgerforum) versicherte. Das Ziel sei lediglich „eine lebendige Bibliothek“. Mit den zusätzlichen Öffnungszeiten sollten insbesondere Berufstätige und Familien angesprochen werden. Denn für diese sei ein Besuch derzeit schwierig. „Bis um 19 Uhr schaffen es die Pendler aus München nicht in die Bibliothek“, meinte auch Stefanie König (Grüne), das könne sie auch aus eigener Erfahrung bestätigen.

Bibliothek hat kaum Laufkundschaft

Ein Argument, das Kölbl verstehen konnte, er erklärte jedoch auch, dass die Bücherei in Wasserburg eine besondere Lage habe. „Sie ist nicht in der Altstadt.“ Laufkundschaft komme deshalb nur wenig an. Stürmlinger stimmte zu, meinte aber auch: „Wir haben zwar keine Laufkundschaft, aber wir haben mit Sicherheit Kundschaft, die zielgerichtet dorthin fährt.“

Heike Maas, Fraktionsvorsitzende von CSU-Freie Wähler-Wasserburger Block, zeigte sich dennoch nicht überzeugt. „Die Hauptkundschaft sind die Kinder aus Schulen und Kindergärten, sowie die Besucher der Volkshochschule“, erklärte Maas und fragte, ob es sich nicht anbieten würde, zunächst die Nutzungsströme zu analysieren, bevor die Öffnungszeiten erweitert würden.

Online-Ausleihe umstritten

König widersprach und erklärte, dass dies auch daran liege, dass die Berufstätigen keine Möglichkeit hätten, die Bibliothek zu besuchen. Um ihnen eine Ausleihe zu erleichtern, biete sich deshalb auch eine Onlineleihe von E-Books an. Diese würde ihren Informationen nach auch in Mühldorf und Traunstein gut angenommen werden.

Die Bibliothek Wasserburg soll moderner werden, mit neuen Öffnungszeiten, einem kostenlosen Online-Zugang. Die Entscheidung über eine mögliche Online-Ausleihe steht noch aus.

Auch auch Ebersberg habe Stürmlinger gute Rückmeldungen zum Thema Online-Ausleihe erhalten. „Dort gibt es einen Verbund, der selbst Personal für die Ausleihe angestellt hat. Auf die einzelnen Bibliotheken kommen keine zusätzlichen Personalkosten zu.“

Die Beispiele Mühldorf, Ebersberg und Traunstein reichten Georg Machl (CSU) jedoch nicht. „Die Zahlen sind mir zu unsicher“, erklärte er, schließlich seien diese Städte bedeutend größer.

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Maas stellte ebenfalls infrage, ob ein solches Angebot für die Bibliothek Wasserburg wirklich nötig sei, insbesondere, da die Möglichkeit zur Ausleihe über andere Büchereien schon bestünde. „Es ist doch unerheblich, auf welchem Server dieses E-Book liegt.“

Das sei richtig, sagte Wolfgang Janeczka (SPD) dazu. „Aber es ist eine deutliche Attraktivitätssteigerung.“

Kostenloser W-LAN Zugang für Besucher

Auch Josef Baumann (Freie Wähler Reitmehring-Wasserburg) sprach sich für erweiterte Öffnungszeiten und eine Investition in eine Online-Ausleihe aus, denn mit der Bibliothek investiere die Stadt in die Zukunft „von dem her solle man hier nicht nur auf den Geldbeutel schauen.“

Am Ende einigte sich der Ausschuss einstimmig darauf, die Öffnungszeiten zu ändern. Auch die Einrichtung eines kostenlosen W-Lan Zugangs für Besucher wurde einstimmig beschlossen.

Die Entscheidung über die Online-Ausleihe wurde auf die nächste Sitzung verlegt, bis dahin sollen die verschiedenen Modelle auf ihr Preis-Leistungs-Verhältnis überprüft werden.

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