SERIE: WASSERBURGER STIFTUNGEN – TEIL 4

Wasserburg: Anna-Klammer-Kultur-Stiftung fördert die Kunstschaffenden

Anna Klammer
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Anna Klammer
  • Winfried Weithofer
    vonWinfried Weithofer
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Gut für Wasserburg, dass es Stiftungen gibt. Sie können zumindest einen Teil des Finanzbedarfs für gemeinnützige Zwecke decken. In einer fünfteiligen Serie stellen wir die Stiftungen vor, die die Stadt verwaltet. Teil 4: Anna-Klammer-Kultur-Stiftung.

Wasserburg – Das Vermögen, aus dem die von der Stadt treuhänderisch geführte Stiftung schöpft, stammt von Anna Klammer geborene Schmerbeck. Sie verstarb 1984. Die Stadt wurde von ihr als Alleinerbin eingesetzt. Die Erträgnisse aus dem Vermögen (fünf Wohneinheiten im Gebäude Zainingerstraße 9 sowie Einnahmen aus der Verpachtung eines Grundstücks) sind laut Satzung ausschließlich für kulturelle Zwecke zu verwenden.

Vermächtnis umfasst auch ein Anwesen

Die Vermögenswerte wurden zunächst als Teil des „Schmerbeck-Vermächtnisses“ geführt und dann in die vom Stadtrat Ende 1999 gegründete „Anna-Klammer-Kulturstiftung“ überführt. Mit einem Schenkungsvertrag hatte Anna Klammer im Vorgriff auf den Erbfall das Anwesen Marienplatz 10 (ehemaliger Gasthof „Zum Löwen“) an die Stadt übereignet.

Zweck der Stiftung ist die Förderung von Einrichtungen und Veranstaltungen kultureller Art, die von der Stadt Wasserburg oder anderen öffentlichen-rechtlichen Institutionen getragen oder veranstaltet werden, die Sicherung und Bewahrung des kulturellen und künstlerischen Erbes (Unterstützung des Erwerbs oder des Erhalts von kultur- oder kunsthistorisch bedeutenden Werken für öffentliche Sammlungen) sowie Unterstützung künstlerisch oder kulturell tätiger Vereine, Verbände oder Einzelpersonen.

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Aufgrund der schlechten Ertragslage ist der jährliche Förderbetrag derzeit jedoch sehr begrenzt. Im Jahr 2020 wurden 7000 Euro an den Bach-Chor (35-jähriges Jubiläum) und 5000 Euro an das Theater Wasserburg (Kinder- und Jugendtheater) ausgezahlt, teilt die Kämmerei mit.

Das Vermögen des am 12. Januar im Alter von 99 Jahren verstorbenen Otto Maier, den Wasserburgern als „Ofo“ bekannt, kommt in Form einer Zustiftung der Anna-Klammer-Kulturstiftung zugute. Maier, ein Wasserburger Urgestein, hinterlässt einen sechsstelligen Geldbetrag.

Walther-Stiftung setzt auch für die Kultur ein

Auch die Walther-Stiftung setzt sich für die Kultur ein: Mit einem Schenkungsvertrag vom März 2007 haben die Eheleute Lydia, verstorben am 11. November 2016, und Wilhelm Walther, verstorben am 20. Februar 2017, der Stadt Grundstücke an der Straße Unter der Schanz vermacht. Diese sind mit einem Wohnhaus sowie einer Garage bebaut.

Die Schenkung erfolgte mit der Maßgabe, das Vertragsobjekt und seine Erträge dauerhaft zur Verfolgung des folgenden Stiftungszwecks zu nutzen: Unterhalt und sonstige Unterstützung von Schulen, von Kindertagesstätten und Städtischem Museum.

Vermögen der Anna-Klammer-Kultur-Stiftung

Grundstockvermögen: 1,25 Millionen Euro,

Rücklagen: 257.000 Euro, dazu unbewegliches Vermögen.

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