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Rund um Wasserburg

Verwechslungsgefahr nicht nur für die Post: Warum Wasserburg immer mal wieder zu Verwirrung führt

Hier zeigt sich Wasserburg am Inn von seiner herrlichsten Seite: Bürgermeister Michael Kölbl auf der „Schönen Aussicht“
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Hier zeigt sich Wasserburg am Inn von seiner herrlichsten Seite: Bürgermeister Michael Kölbl auf der „Schönen Aussicht“
  • Winfried Weithofer
    VonWinfried Weithofer
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Drei Mal Wasserburg: Wenn die Post beim „falschen Bürgermeister“ landet und sich die Touristen verirren. Das sagen Bürgermeister Michael Kölbl von Wasserburg am Inn und Bürgermeister Harald Voigt von Wasserburg am Bodensee.

Wasserburg am Inn – Die malerische Stadt am Inn hat ihren Namen nicht für sich allein gepachtet. Eine Ortschaft, die Wasserburg heißt, findet sich auch am Bodensee, im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben, eine unbestritten attraktive Gemeinde. Ein Stadtteil von Günzburg trägt ebenfalls diesen Namen – schön genug, um im Internet mit lobender Beschreibung bedacht zu werden. Vom dreifachen Wasserburg, ihren Unterschieden und den manchmal lustigen Konsequenzen der Namensgleichheit.

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Drei Mal Wasserburg: Am Inn, Am Bodensee und in Günzburg. Das führt öfter mal zu Verwirrungen.

Der renommierte oberbayerische Heimatkundler Ferdinand Steffan deutet den Namen als eine Bezeichnung für einen mittelalterlichen Wehrbau – eine Burg im oder am Wasser – derdurch die topografische Besonderheit geprägt ist. Die beiden eigenständigen Orte, die Stadt in Oberbayern und die Gemeinde am Bodensee, ruhen in sich, sie symbolisieren den Charme typischer bayerischer Ansiedlungen.

Bürgermeister war schon beim Namensvetter

Michael Kölbl (SPD), 59-jähriger Rathauschef in Wasserburg am Inn, preist die namensgleiche Gemeinde am Schwäbischen Meer. „Ich war schon öfter in Wasserburg am Bodensee, habe dort vor einigen Jahren einen mehrtägigen Urlaub verbracht und bin dabei um den See geradelt.“ Neid auf die Ortschaft, weil sie so idyllisch liegt? Aber nein. „Ich weiß die Lage am Bodensee zu schätzen, schätze aber auch die Lage von Wasserburg am Inn“, sagt Köbl. Und kommt dann gleich auf die Unvergleichbarkeit zu sprechen: „Wir haben eine ganz andere Struktur, wir sind eher ein Wirtschaftsstandort, beim anderen Wasserburg ist der Tourismus der Hauptwirtschaftsfaktor.“

Schmunzelnd erwähnt er die Konsequenzen, die aus der Namensgleichheit herrühren. Hin und wieder würden E-Mails an den „falschen Bürgermeister“ gehen, so Köbl. „Aber solche Mails leiten wir eben weiter.“ Und es sei ihm auch schon berichtet worden, dass der eine oder andere Tourist in Wasserburg am Inn gelandet ist, der eigentlich an den Bodensee wollte.

Von fehlgeleiteter Post weiß in Wasserburg (Bodensee) auch Kölbls Amtskollege Harald Voigt, 47, von der Freien Bürgerschaft zu berichten. Dass Urlauber am falschen Ort landeten, ist ihm aber noch nicht untergekommen.

Vor der malerischen Pfarrkirche Sankt Georg: Harald Voigt, Bürgermeister von Wasserburg am Bodensee.

Als touristische Perle lobt er seine Heimatgemeinde am Vierländereck Schweiz, Österreich, Liechtenstein und Deutschland. „Wir haben die Berge in Vorarlberg und im Allgäu, wir haben eine traumhafte Seenlandschaft und ein wunderbares Freizeitbad, wir haben den Obstbau und Wein.“ Für Genießer auf jeden Fall eine Reise wert.

Im Gespräch mit der Wasserburger Zeitung lässt er erkennen, dass er gerne mal nach Wasserburg am Inn kommen würde. Da sei er nämlich noch nie gewesen.

Stadtkappellen unterhalten Kontakte

Vielleicht klappt es im Jahr 2023, wenn zum 70-jährigen Bestehen der Stadtkapelle Wasserburg ein Treffen der Musiker aus den beiden anderen namensgleichen Orten – Wasserburg an der Günz und Wasserburg am Bodensee – zustande kommt. Partnerschaftliche Kontakte untereinander gibt es schon von Anbeginn an, seit 1953, so Stadtkapellen-Vorsitzender Georg Machl.

Der Heimatforscher Steffan ist in Eiselfing bei Wasserburg am Inn zu Hause, und er berichtete unserer Zeitung, dass er schon 1969 aus einem besonderen Anlass nach Wasserburg am Bodensee reiste: Es war seine Hochzeitsreise. „Von Kressbronn aus habe ich mit meiner Frau Ausflüge gemacht, darunter eben auch nach Wasserburg.“ Und was ist für ihn der schönere Ort – der am Inn oder der am Bodensee? „Von der Seeseite her ist Wasserburg am Bodensee sehr hübsch und idyllisch. Bei uns hier muss man sich den entsprechenden Standort schon suchen, die „Schöne Aussicht“ etwa.“ Aber klar ist: Wasserburg, egal ob am Inn, am Bodensee oder in Günzburg, hat einen ganz besonderen Reiz.

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