Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Körperverletzungen, Beleidigungen und mehr

„Einsatzreiche Zeit“: So fällt die Bilanz des Wasserburger Polizeichefs zum Frühlingsfest aus

Gute Laune und Party im Festzelt: 13 Tage lang ging heuer das Wasserburger Frühlingsfest.
+
Gute Laune und Party im Festzelt: 13 Tage lang ging heuer das Wasserburger Frühlingsfest.
  • VonAnja Leitner
    schließen

Gute Laune und Party, das ist wahrscheinlich das Fazit vieler Besucher. Doch bei einer so großen Veranstaltung gibt es im Hintergrund oftmals Ärger. Polizeichef Markus Steinmaßl zieht Bilanz zum Wasserburger Frühlingsfest.

Wasserburg – 13 Tage lang Wasserburger Frühlingsfest: Gute Laune, Party und gemütliches Beisammensein, das ist wahrscheinlich das Fazit vieler Besucher. Doch bei einer großen Veranstaltung gibt es im Hintergrund oftmals Ärger. Auch die Polizei zieht Bilanz und berichtet über eine einsatzreiche Zeit. „Insgesamt waren die Polizistinnen und Polizisten der Polizeiinspektion Wasserburg und der Unterstützungskräfte des Zentralen Einsatzdienstes Rosenheim gut gefordert, aber gleichzeitig auch mit dem Verlauf des Festes recht zufrieden“, so Polizeihauptkommissar Markus Steinmaßl.

Rotter Bierfest und G7-Gipfel

Für die Beamten ist das Frühlingsfest immer das „Highlight des Jahres“, allerdings im Hinblick auf Mehrarbeit, so der Polizeihauptkommissar. Gleichzeitig habe das Rotter Bierfest stattgefunden, das ebenfalls in den Bereich der Wasserburger Polizeiinspektion falle. Und das nächste Großereignis beschäftige die Beamten: Der G7-Gipfel in Ellmau Ende Juni. Dafür müssten Einsatzkräfte aus Wasserburg abgestellt werden, erklärt Steinmaßl.

+++ Weitere Artikel und Nachrichten aus der Region Wasserburg finden Sie hier. +++

Das Wasserburger Frühlingsfest hätte recht turbulent begonnen, umso erfreulicher für den Polizeichef, dass die Wochentage und das Pfingstwochenende „relativ ruhig“ abliefen. Insgesamt habe die Polizei sechs Gewaltdelikte zur Anzeige gebracht, davon vier einfachen Körperverletzungen aber auch zwei gefährlichen, berichtet der Polizeichef. Zum Vergleich: 2019 sei es nur eine Körperverletzung weniger gewesen, die angezeigt wurde, so Steinmaßl.

Der aufsehenerregendste Fall sei die Auseinandersetzung zweier junger Männer am ersten Freitag gewesen, bei dem einer der Täter ein Pfefferspray einsetzte. Die Folge war, dass nicht nur die beiden Kontrahenten den Reizstoff abgekommen hätten. Leider hätte der Sprühnebel noch weitere sechs unbeteiligte Festbesucher erwischt, die daraufhin unter schmerzhafter Reizung der Augen litten. Zum Glück seien die Verletzungen nicht schlimmer und der Rettungsdienst hätte alle Betroffenen noch vor Ort versorgen können. „Da der Vorfall draußen war, sind glücklicherweise nicht noch mehr Gäste betroffen gewesen“, meint Steinmaßl. „Jeder, der schon mal mit Pfefferspray in Berührung gekommen ist, weiß, da ist der Abend gelaufen“, sagt er.

Des Weiteren seien zwei Beamte beleidigt worden und mehrere betrunkene Gäste, die sich auffällig verhielten, seien vom Platz verwiesen worden. „Zwei Männer verbrachten die Nacht sogar in der Zelle. Sie mussten von den Einsatzkräften in Gewahrsam genommen werden“, sagt der Polizeichef.

„Etwas öfter als in den Vorjahren kam es zu sogenannten Parkremplern auf den Parkplätzen rund um das Fest, also misslungene Fahrmanöver beim Ein- oder Ausparken“, berichtet Steinmaßl.

Polizeichef Markus Steinmaßl.

Insgesamt seien neun Verkehrsunfälle aufgenommen worden. Bei sechs davon hätten sich die Verursacher unerlaubt entfernt. Vier Unfallflüchtige seien noch am gleichen Tag ermittelt und zur Anzeige gebracht worden. „Bei zweien war nachweislich Alkohol am Steuer im Spiel, was wohl der Grund der Unfallflucht war. Sie werden zusätzlich wegen Gefährdung des Straßenverkehrs infolge Alkohol angezeigt“, erklärt der Polizeihauptkommissar.

Kein großer Volksfestgänger

Ansonsten komme es auf dem Frühlingsfest immer wieder zu „kleineren Delikten“, wie heuer zwei Diebstähle und ein Hausfriedensbruch. Außerdem würden die Festbesucher immer wieder den Verlust von Wertgegenständen, wie Geldbeutel, Handy oder Ausweis melden.

Privat ist der Polizeichef auf dem Frühlingsfest übrigens nicht unterwegs. „Das ist ja praktisch mein Einsatzgebiet. Deswegen bin ich kein großer Volksfestgänger, das ist mir fast ein bisserl zu viel Trubel“, sagt er lachend.

Kommentare