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Spatenstich gibt Startschuss

„Abgefahrener Gedanke“: Adventisten bauen Kindergarten und Kirche in Wasserburg

Beim Spatenstich: (von links) Raphael Bürger, Firma Grossmann Bau, Martin Stöttner, Firma Zosseder, Andreas Reithmeier, Architekt, Alexander Bauer, Bauherr und Geschäftsführer des Süddeutschen Bauvereins, Frederik Woysch, Pastor der Adventgemeinde Wasserburg, Gabriele Polastky, Leiterin der Wasserburger Kirchengemeinde, Bürgermeister Michael Kölbl, Jürgen Hildebrandt vom zukünftigen Kita-Träger Advent-Wohlfahrtswerk und Pastor Wolfgang Dorn, Kirchenpräsident der Siebenten-Tags-Adventisten in Bayern.
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Beim Spatenstich: (von links) Raphael Bürger, Firma Grossmann Bau, Martin Stöttner, Firma Zosseder, Andreas Reithmeier, Architekt, Alexander Bauer, Bauherr und Geschäftsführer des Süddeutschen Bauvereins, Frederik Woysch, Pastor der Adventgemeinde Wasserburg, Gabriele Polastky, Leiterin der Wasserburger Kirchengemeinde, Bürgermeister Michael Kölbl, Jürgen Hildebrandt vom zukünftigen Kita-Träger Advent-Wohlfahrtswerk und Pastor Wolfgang Dorn, Kirchenpräsident der Siebenten-Tags-Adventisten in Bayern.
  • Sophia Huber
    VonSophia Huber
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Als ursprünglich „abgefahrenen Gedanke“ beschreibt Pastor Frederik Woysch das Großprojekt „Gemeindezentrum“ am Burgstall. Nun wird er Realität. Beim Spatenstich gaben die Verantwortlichen den Startschuss für den Bau einer Kirche, einer Kindertagesstätte und noch einigem mehr.

Wasserburg – Mit dem Spatenstich leiteten Bauherren, die Mitglieder der Freikirche Siebenten-Tags-Adventisten und Verantwortliche der Stadt die bauvorbereitenden Maßnahmen für das neue Großprojekt am Burgstall in Wasserburg ein. Eine Kirche mit 150 Plätzen, ein Gemeindezentrum mit integrierter Musikschule und eine Kindertagesstätte mit Co-Working Space für die Eltern sollen hier entstehen.

Als „abgefahrenen Gedanken“, beschrieb Pastor Frederik Woysch der Wasserburger Adventisten das Projekt. Es sei eine Baustelle, die eigentlich eher in eine mittelgroße, wenn nicht sogar eine Großstadt passe, erklärte er gegenüber der Wasserburger Zeitung.

Vorbereitungen sind komplex

Entsprechend komplex gestalteten sich auch die Vorbereitungen für die Großbaustelle: Denn eigentlich war die Eröffnung des Zentrums bereits für dieses Jahr geplant, stattdessen kommt es erst jetzt zum Baubeginn. „Es mussten vielen unter einen Hut gebracht werden“, begründete Bürgermeister Micheal Kölbl die Verzögerungen. Die Stadt, die Nachbarn, die Kirchengemeinde, der Freistaat Bayern, „und dann kam noch Corona dazwischen.“ Drei Jahre, zwölf Notarverträge, hunderte Stunden Verhandlungen und drei Millionen Investitionskosten allein seitens der Stadt würden in diesem Projekt stecken. Umso mehr freue er sich, dass es nun an die Umsetzung gehe.

Kita-Problematik gelöst

Vor allem die geplante Kindertagesstätte hob Kölbl als positiv für die Stadt hervor. Zwei Kindergarten- und eine Krippengruppe sind geplant, insgesamt sollen es 62 Plätze werden. „Die Plätze hätten wir in diesem Jahr schon gebrauchen können“, gab Kölbl zu, fokussierte sich aber auf die positive Nachricht: „Nächstes Jahr ist die Problematik mit den Kitaplätzen gelöst.“ Zudem begrüße die Stadt Wasserburg mit dem Advent-Wohlfahrtswerk gerne einen neuen Kita-Träger in ihren Reihen. „Wir wollen eine Vielfalt an Trägern“, so Kölbl.

Pastor: „Wir bauen nicht nur für uns“

Jürgen Hildebrandt vom Advent-Wohlfahrtswerk begrüßte dies. „Als Kita-Träger wollen wir hier einen sicheren Ort zu schaffen für Kinder und für Mitarbeiter“, erklärte Hildebrandt. „Wir wollen den Kindern beibringen Verantwortung zu übernehmen.“ Pastor Wolfgang Dorn, Kirchenpräsident der Adventisten in Bayern hob die gute Zusammenarbeit mit der Stadt hervor. Das Motto der Adventisten sei „Suchet der Stadt Bestes“, so Dorn. „Erstmalig sucht aber jemand anderes das Beste für uns.“ Das wolle die Freikirche zurückgeben, an die Stadt und an die Kinder. „Wir sind überzeugt, dass wir hier nicht nur für uns bauen“, betonte auch Wasserburgs Pastor Woysch. Hier solle ein „Raum der Begegnung“ entstehen, mit einem „positiven Nachhall in der Gesellschaft“. „Das Gemeindezentrum dient den Menschen, die in diesem Haus nicht nur einander, sondern im besten Fall auch Gott begegnen“, erklärte Woysch und schloss die Feierlichkeiten mit einem Gebet um „bezahlbare Baustoffe“ ab.

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