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Neues Sportbecken wird gefüllt

Meilenstein der Hallenbadsanierung: Wasser marsch in Haag

Bald soll es wieder nass werden in der Sportschwimmhalle von Haag – so wie hier auf unserem Foto aus dem Jahr 2019, als das Abschlusschwimmen stattfand.
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Bald soll es wieder nass werden in der Sportschwimmhalle von Haag – so wie hier auf unserem Foto aus dem Jahr 2019, als das Abschlusschwimmen stattfand.
  • Heike Duczek
    VonHeike Duczek
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  • Ludwig Meindl
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Mittwoch, 6. Oktober, heißt es: „Wasser marsch“ im Haager Schwimmbad. Zum ersten Mal wird der Hahn aufgedreht. Das neue Edelstahlbecken wird nass. Doch zum Baden geht es – noch – nicht. Warum sich die Gemeinde trotzdem fühlt, als befinde sie sich auf hoher See.

Haag – „Das ist natürlich noch kein Badewasser“, sagt der Bauamtsleiter der Marktgemeinde, Andreas Grundner. Das Wasser auf Probe ist nach seinen Angaben nur 8 bis 12 Grad warm. Doch das neue Sportbecken mit fünf 25-Meter-Bahnen wird sich erstmals füllen. Ein spannender Moment eines Mammutvorhabens, das auch dem Haushalt des Schulverbands den Stempel aufdrückt.

Zu ihm gehören die vier Gemeinden Haag, Kirchdorf, Maitenbeth und Rechtmehring. Der Schulverband stemmt die Sanierung der Schwimm- und Turnhalle in Haag. Ende 2021 soll sie beendet sein. Eine Aufgabe in schwierigen Zeiten, wie Grundner betont: „Wir fühlen uns derzeit wie auf hoher See“. Das liegt nicht nur daran, dass beispielsweise ein Grundstoff für eine Farbe fehlt, den ein Frachter liefern soll, der ausständig ist. Grund sind viele weitere der derzeit weltweit zu spürenden Materialengpässe. So war beispielsweise ein Fugenstoff für die Fliesen nicht lieferbar. Außerdem hat die Pandemie mit ihren Hygienevorschriften die Abläufe verzögert. Trotzdem ist der Schulverband bisher relativ gut durch die Baustellenzeit gekommen, betont Grundner.

Auch der Bericht von Haags Kämmerer Christian Prieller über die Jahresrechnung 2020 des Schulverbands, vorgestellt dem Gremium im Bürgersaal von Haag, war „geprägt durch die Sanierungstätigkeiten und die daraus resultierenden Investitionen“. Die Gesamtkostenberechnung des mehrjährigen Vorhabens beläuft sich für Turnhalle und Schwimmhalle auf etwa 7,8 Millionen Euro. Es werden Zuschüsse in Höhe von etwa 50 Prozent erwartet, so der Kämmerer.

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Die Finanzen des Schulverbands belasteten 2020 ferner der Ausbau der Informationstechnologie und die Anschaffung von Leihgeräten für die Schüler. Der Gesamthaushalt umfasste 6,3 Millionen Euro und lag damit 18 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Der Verwaltungshaushalt war nach Angaben Prieller von Einsparungen gekennzeichnet. Für das Personalwesen wurde 0,4 Prozent weniger ausgegeben, der Betriebsaufwand reduzierte sich um 36 Prozent – pandemiebedingt fielen weniger laufende Kosten in der Mittelschule an. Für die Sanierungsphase hatten sich die geringeren Ausgaben für Heizung und Strom bemerkbar gemacht. So musste der Kämmerer von den angesetzten 174.000 Euro nur 110.000 ausgeben.

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Da weiter „diverse Ausgabeansätze“ hinter den Ansätzen zurückblieben, sparte der Schulverband hier zehn Prozent ein und gab statt der vorgesehenen 707.000 Euro nur 633.761 aus, so Prieller weiter. Im Vermögenshaushalt 2020 werden die Baumaßnahmen mit insgesamt drei Millionen Euro abgerechnet.

Den Schuldenstand bezifferte Kämmerer Prieller mit einem Anstieg von 2,6 auf 3,5 Millionen Euro. Die Gesamtschulden beliefen sich zum Jahresende auf 4,1 Millionen Euro.

So entwickeln sich die Schülerzahlen

Die aktuellen Schülerzahlen sind leicht rückläufig. „Im Schuljahr 2021 besuchen 418 Schüler aus dem Einzugsbereich des früheren Sprengels der Volksschule Haag die Grund- und Mittelschule“, so Haags Kämmerer Christian Prieller bei der Sitzung des Schulverbands. Gegenüber dem Vorjahr ging die Zahl nach seinen Angaben leicht um 13 Schüler zurück. Den größten Anteil stelle die Gemeinde Haag mit 341 Schülern vor Maitenbeth mit 34, Rechtmehring mit 26 und Kirchdorf mit 17. Die Grundschule zähle 219, die Mittelschule Haag 160 und die kooperierende Mittelschule Gars 39 Schüler.

Mehr Grund-, weniger Mittelschüler

Im Jahr 1996 lag die Schülerzahl noch bei 568, 2012 war sie auf 489 zurückgegangen. Kämmerer Prieller weist diesbezüglich auf einen aktuellen Trend hin, der die Steigerung im Grundschulbereich verdeutlicht: „Interessant ist es, die Entwicklung der Schülerzahlen der jeweiligen Schularten gegenüberzustellen. Im Schuljahr sinkt die Schülerzahl der Mittelschule mit 199 weiter ab. Im Grundschulbereich dagegen ist ein Anstieg auf 219 ausweisbar.“

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