Warum die Gemeinde Obing ihrem Museum wieder ein Stück näher gekommen ist

Freuen sich über den Zuwendungsbescheid,überreicht vor dem Eingang des künftigen Obinger Heimatmuseums: (von rechts) Obings Ortsheimatpfleger Ludwig Bürger. Bürgermeister Sepp Huber, Georg Baumgartner vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim, Sepp Reithmeier, Vorsitzender der LAG Chiemgauer-Seenplatte und LAG-Manager Christian Fechter. Graichen

Die Gemeinde Obing ist ihrem Wunsch nach einem Museum der Ortsgeschichte wieder ein Stück näher gekommen: Es gibt eine Finanzspritze.

Von Inge Graichen

Obing – Schon vor geraumer Zeit hat die Gemeinde Obing den Wunsch der Ortsheimatpfleger und vieler heimatgeschichtlich interessierter Bürger aufgegriffen, in Obing ein Heimatmuseum einzurichten. Bereits beim Umbau des alten Rathauses zum Haus der Vereine wurden Räume für ein solches Museum eingeplant.

Die Heimatfreunde Obing, der Obinger Heimatverein, hat ein Konzept für das Heimatmuseum erarbeitet und mit der Bayerischen Landesstelle für nichtstattliche Museen abgestimmt. Nun ging es darum, optimale materielle Voraussetzungen zu schaffen für die dauerhafte Präsentation einer Sammlung heimatgeschichtlich bedeutsamer Exponate und ebenso für wechselnde Ausstellungen zu unterschiedlichen heimatgeschichtlichen Themen.

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Kürzlich überbrachte Georg Baumgartner von der Förderstelle beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim die Zusage, dass die Gemeinde Obing bei der Einrichtung des Museums mit LEADER-Mitteln von über 8300 Euro unterstützt wird. Die Förderung soll helfen, wichtige Ausstellungsstücke gut erhalten zu können und das Museum so auszustatten, dass eine attraktive, abwechslungsreiche Vermittlung der Geschichte Obings und seiner Ortsteile möglich ist. Die Inneneinrichtung der Ausstellungsräume, die Maßnahmen zur Präsentation der Exponate und die für Archiv- und Museumsarbeit notwendige EDV-Ausstattung werden gefördert. Dazu gehören unter anderem Informationstafeln und die Anfertigung eines Modells des nun nicht mehr existierenden Obinger Schlosses, aber auch Vitrinen und die Beleuchtung.

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Dieses Obinger LEADER- Vorhaben schließt sich an weitere Projekte an, mit denen sich die Gemeinde Obing für die Vermittlung ihrer Ortsgeschichte an Einheimische und Besucher einsetzt. So wurde in Obing unter anderem auch das Pilotprojekt der LEADER-Region Chiemgauer-Seenplatte zur Beschilderung historisch bedeutsamer Bauernhöfe und Gebäude mit vielen Beteiligten durchgeführt. LEADER ist ein Maßnahmenprogramm der Europäischen Union, mit dem seit 1991 modellhaft innovative Projekte im ländlichen Raum gefördert werden.

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