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Erneuerbare Energien contra Ortsgestaltung

Warum die steigenden Energiepreise einem Baubewerber aus Albaching zugute kommen

Hackschnitzelgut ist begehrt: Viele stellen ihre Heizung auf diese nachwachsenden Energielieferanten um, doch nicht immer sind die damit verbundenen Bauvorhaben unkritisch, zeigt ein Antrag in Albaching.
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Hackschnitzelgut ist begehrt: Viele stellen ihre Heizung auf diese nachwachsenden Energielieferanten um, doch nicht immer sind die damit verbundenen Bauvorhaben unkritisch, zeigt ein Antrag in Albaching.
  • VonIrmi Günster
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Der Gemeinderat in Albaching beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung mit einem komplizierten Antrag, der typisch ist für die derzeitige Energiekrise.

Albaching – Ein Antrag auf Vorbescheid wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung thematisiert: Ein Gebäude zur Hackgutlagerung sowie für eine entsprechende Heizung sollen in Fuchsthal gebaut werden. Dieses soll als Ersatz für vier bereits bestehende Ölheizungen dienen. Mit zwei Gegenstimmen befürwortete der Gemeinderat dies, allerdings nur vorbehaltlich der Prüfung und dem Vorliegen der baurechtlichen Voraussetzungen.

Bereits im März war dieser Antrag vom selben Bauwerber für das gleiche Vorhaben eingereicht worden, allerdings mit anderen Maßen. Für das betreffende Grundstück stellt der Flächennutzungsplan „Fläche für die Landwirtschaft“ dar, das Vorhaben befindet sich im Außenbereich. Die Landwirtschaft wurde aufgegeben, daher liegt keine Privilegierung mehr vor.

Das Vorhaben ist als „sonstiges Bauvorhaben“ einzustufen. Dabei dürfen „öffentliche Belange“ nicht beeinträchtigt werden. In der März-Sitzung wurde die Ablehnung des Antrags empfohlen und zudem bei der Kreisbauabteilung hinsichtlich der baurechtlichen Beurteilung angefragt worden. Die Gemeinde bekam als Antwort: „Nach augenscheinlicher Prüfung scheint ein Vorhaben dieser Größenordnung zumindest kritisch.“

Trotz allem: Keine Steine in den Weg legen

Gegen das geplante Vorhaben hatte der Gemeinderat keine Einwände, aber „die Gebäudesituation ist schon in einer Größenordnung, dass das nicht mehr gestattet ist“, wie Bürgermeister Rudolf Schreyer (GWA) zusammenfasste. Die vom Landratsamt ins Spiel gebrachte 50-Quadratmeter-Regelung würde ein Nebengebäude von maximal 50 Quadratmetern je Wohngebäude vorsehen, nicht je Wohneinheit.

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Der vorliegende Fall werde durch die interne Regelung nicht abgedeckt und müsse geprüft werden. Außerdem sei der Brennstoffbedarf und die sich daraus ergebende notwendige Fläche nachzuweisen, zudem müsse „das Nebengebäude im Verhältnis zum Hauptgebäude untergeordnet sein“ und dürfe „von seiner Gestaltung und Lage unauffällig und nicht verunstaltend wirken“. Diese Auskunft sei aber nicht von „rechtsverbindlichem Charakter“. Eine Solche könne nur „ein förmliches Antragsverfahren ergeben.“

Insgesamt wollte der Gemeinderat dem Vorhaben, vor allem angesichts der derzeitigen Energiepreisproblematik, keine Steine in den Weg legen und befürwortete dieses mehrheitlich. Nun geht der Antrag auf Vorbescheid zur Prüfung an das Landratsamt.

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