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Gelungenes Festwochenende in Reichertsheim

Seit 150 Jahren „Feuer und Flamme“ für Menschen in Not: Ramsauer Feuerwehr feiert Jubiläum

Die Feuerwehrjugend trug die Fürbitten im Festgottesdienst vor, den Verbandspfarrer Pawel Idkowiak gestaltete. .
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Die Feuerwehrjugend trug die Fürbitten im Festgottesdienst vor, den Verbandspfarrer Pawel Idkowiak gestaltete. .
  • VonAnna Wimmer
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Die Feuerwehr Ramsau hat ein gelungenes Jubiläumsfest gefeiert. Höhepunkt: ein Festgottesdienst, bei dem auch die zum 150-jährigen Bestehen restaurierte Fahne gesegnet wurde. So waren die Festtage.

Ramsau – Nach einem hervorragendem Start des Feuerwehrfestes zum 150-jährigen Bestehen mit dem sehr gut besuchten Weinfest mit der Sechser Musi und einem Partyzelt startete der sonnige Festtag mit Weißwurstfrühstück im Festzelt am Kloster zusammen mit den eingeladenen Feuerwehren und Vereinen aus der Gemeinde Reichertsheim sowie den Feuerwehren aus Kirchdorf, Haag und Au. Den Kirchenzug führte die Ramsauer Blaskapelle an, die Kirchdorfer Blasmusik begleitete den zweiten Teil der Vereine zum Platz vor dem Feuerwehrhaus hinter der Kirche, an dem Verbandspfarrer Pawel Idkowiak den Festgottesdienst zelebrierte.

Vorneweg beim Kirchenzug: Die Ramsauer Feuerwehr mit der restaurierten Fahne.

Festzug von vielen Zuschauern beklatscht

Er betonte in der Predigt, „wir Christen sollen uns an Jesus orientieren, dann können wir die Welt verwandeln und besser machen. Das macht ihr als Feuerwehrkameraden, ihr geht hin, wo andere Menschen Angst haben.“ Der Pfarrer appellierte: „Wir sollen uns bemühen, dass wir Feuer und Flamme sind für Menschen neben uns.“

Pfarrer Pawel Idkowiak segnete im Gottesdienst auch die Fahne.

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Kyrierufe und Fürbitten trug die Feuerwehrjugend vor. Im Meditationstext empfahl auch Veronika Fluhrer den Anwesenden Feuer und Flamme zu sein, damit dadurch die Welt hell werde. Anschließend segnete Pfarrer Idkowiak die restaurierte Fahne aus dem Jahr 1957. Zum Abschluss erklärte er schmunzelnd, das bayerische Bier enthalte drei Dinge, die zum Löschen nötig seien: Wasser, Schaum und CO2. Der Ramsauer Rhythmuschor umrahmte den Gottesdienst musikalisch.

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Der Festzug führte durch das Dorf zurück zum Zelt am Kloster und wurde von vielen Zuschauern beklatscht. Dort spielte zuerst die Kirchdorfer Blasmusik auf, der Burschenverein trug flink das Essen aus, die Zusammenarbeit klappte hervorragend.

In seiner Ansprache griff Bürgermeister Franz Stein ein paar Anekdoten von früher heraus, zum Beispiel läuteten damals die Kirchenglocken zur Alarmierung, drei Kreuzer kostete die aktive Mitgliedschaft und die ersten Helme waren aus Leder. Allen müsse bewusst sein, wie wichtig dieser ehrenamtliche Dienst am Menschen in Not sei. Es müsse schnell geholfen werden bei unzähligen Überstunden. Alle würden einen hervorragenden Job machen.

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Zwei Namen prägten einige Jahrzehnte die Entwicklung der Feuerwehr in Ramsau bis heute, nämlich Haslberger (Gerhard, Georg) und Brandmeier (Jakob, Johann), jeweils Vater und Sohn als Vorstand oder Kommandant.

Stein freut sich, dass die Feuerwehr sehr um Nachwuchs bemüht ist, auch das Ferienprogramm für Kinder hat – wie kürzlich erneut erfahren – hohe Anziehungskraft. Die Ramsauer Wehr zeichne auch aus, dass zur Vorstandschaft zwei Frauen gehören würden. Stein bedankte sich für den Einsatz mit Hochachtung. „Wer viel gibt, bekommt auch viel zurück“, zeigte er sich überzeugt.

Feuerwehr-Vorsitzender Georg Haslberger bei der Begrüßung.

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Auch die stellvertretende Landrätin Ilse Preisinger-Sonntag stellte zuerst Das „Retten, Bergen, Schützen und Löschen“ als wesentliche Aufgaben der Feuerwehr heraus. Sie bemerkte ebenso wie Bürgermeister Stei, früher habe die Brandbekämpfung im Vordergrund gestanden, dann jahrzehntelang seien es die vielen Unfälle auf der B12 gewesen und nun gehe es vermehrt darum, gegen schwere Unwetter und Hochwasser zu kämpfen. Dabei sei die Feuerwehr ein unverzichtbarer Pfeiler im Katastrophenschutz des Landkreises und immer einsatzbereit Tag und Nacht, sieben Tage die Woche. Preisinger-Sonntag zollte Respekt für den stetigen Dienst und die vielen Übungen sowie die Kameradschaft und den Zusammenhalt. Für die Zukunft wünschte sie, dass stetig junge Menschen für die Aufgabe bereit seien und sie immer wohlbehalten vom Einsatz zurückkehren würden.

Ehrung für verdiente Aktive

Ehrung verdienter Feuerwehrmänner: (vorne von links) Stefan Keilhacker, Markus Thum, Martin Huber, eingerahmt von Kreisbrandinspektor Bernd Michel (links), der stellvertretenden Landrätin Ilse Preisinger-Sonntag (rechts), hinten von links Herbert Rutter, Kreisbrandmeister, Kommandant Bernhard Huber, Bürgermeister Franz Stein und Vorstand Georg Haslberger.

Dann nahm sie zusammen mit den Kreisbandräten, Kommandant Bernhard Huber und Bürgermeister Franz Stein, drei Ehrungen für langjährige verdiente Mitglieder der Feuerwehr vor: für 25-jährige aktive Dienstzeit erhielten Martin Huber und Stefan Keilhacker das Feuerwehrehrenzeichen. Für 40 Jahre aktiven Dienst nahm Markus Thum das Ehrenzeichen sowie einen Gutschein für eine Woche im Feuerwehrerholungshaus in Bayrisch Gmain entgegen.

Der Andrang war groß beim Weinfest. Im Hauptzelt wurde beim Start gefeiert mit der „Sechser-Musi“, danach legte im Partyzelt DJ Torwet auf. .

Der gelungene Festtag klang aus mit der Ramsauer Blaskapelle bei Kaffee und Kuchen, an der Bar, auf der Hüpfburg oder bei einer Rundfahrt mit dem Feuerwehrauto. Am Dienstag, 16. August, lädt die Jubiläumsfeuerwehr am Abend zum Ausklang mit Kesselfleischessen ins Festzelt ein.

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