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Bürgerversammlung

„Hohe Arbeitslast“ in Pfaffing: Erster Bürgermeister erklärt, wie die Verwaltung funktioniert

Bürgermeister Josef Niedermeier (am Rednerpult) erläuterte Zahlen und Fakten zur Gemeinde bei der Bürgerversammlung im Bürgersaal.
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Bürgermeister Josef Niedermeier (am Rednerpult) erläuterte Zahlen und Fakten zur Gemeinde bei der Bürgerversammlung im Bürgersaal.
  • VonKarlheinz Günster
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Er kommt aus der Wirtschaft und führt die Gemeindeverwaltung wie ein Unternehmen: Pfaffings Bürgermeister Josef Niedermeier erklärte den Gästen bei der Bürgerversammlung sein Selbstverständnis als Rathauschef.

Pfaffing – Jede Menge Informationen zur Gemeinde Pfaffing hatte Bürgermeister Josef Niedermeier aus zwei Jahren zur Bürgerversammlung in den Gemeindesaal mitgebracht. Bedingt durch die Corona-Maßnahmen war das bisher nicht möglich. Wichtig war es dem Rathauschef auch, die Arbeit der Verwaltung darzulegen. Ziel sei es, dass Verwaltung ähnlich wie ein Unternehmen arbeite.

Hohe Arbeitslast in der Verwaltung

In diesem Zusammenhang sprach er einzelne Arbeitsabläufe an, die zu definieren und regelmäßig zu überprüfen seien. Deren Qualität sollte ebenso wie die Zufriedenheit der Bürger hoch sein, doch sollte sich alles allein auf die notwendigen Dinge beschränken, erklärte er als Ziel.

Projektmanagement, Informationsaustausch, Analysen, viele englischsprachige Begriffe und mehr Computertechnik unterstützen dabei die 40 Mitarbeiter. Beide Gemeinden der VG, Pfaffing mit 4224 Einwohner und Albaching mit 1761 Einwohnern, erzeugen „eine hohe Arbeitslast“, denn immerhin gebe es mehr als eine Ausschuss- oder Ratssitzung in der Woche, deren Beschlüsse man umzusetzen habe. All das sei für ihn, so Niedermeier, „einmal wichtig darzustellen“. Zur Entlastung suche man derzeit Unterstützung für die Buchhaltung.

Verbesserungen in der Computerausstattung gebe es in der Verwaltung und auch in der Schule, die erhalte elektronische Tafeln und weitere Tablet-Computern.

Lager für Streusalz wird erweitert

In der Wasserversorgung entsteht derzeit ein Ersatz für den 50 Jahre alten Hochbehälter mit einer zusätzlichen Drucksteigerungsanlage bei Fuchsthal als zweite Leitung. Die sorge zusammen mit der vorhandenen Anlage bei Zell für eine größere Versorgungssicherheit. Das trage dem Umstand Rechnung, dass in Albaching aufgrund der Höhenlage mehr Wasserdruck benötigt wird, während der in Pfaffing gleich bleibt. Dabei kommen auf die Anschließer Kosten in Form von Verbesserungsbeiträgen zu. Weil manche Wasserleitungen älter seien, kümmere man sich sich derzeit um eine bessere Überwachung, denn im Winter stellten zwei Rohrbrüche die Gemeindearbeiter vor eine große Herausforderung. Außerdem wird das zu knappe Lager für Streusalz erweitert und hinzu kommt ein neuer Mäher, der durch seine Ausstattung Fahrten spart.

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Erfreut zeigte sich Niedermeier über ein Grundstück Am Bogen, das die Gemeinde geerbt hat. Darüber hinaus habe man ein Grundstück am Kirchplatz und ein anderes an der Hauptstraße gegenüber dem Dorfplatz kaufen können. Ideen zur Nutzung seien sehr willkommen.

Zum Thema „Randale“ meinte er, dass Pfaffing nicht auffälliger sei als andere Gemeinden. Immerhin sei nach dem Abbau des Jugendtreffs nach einem Wasserschaden in diesem Bereich Ruhe eingekehrt. Mit der Frage, ob es einen neuen Jugendtreff braucht, soll sich auch neue Arbeitskreis befassen.

Eine gute Nachricht gab Niedermeier zum Thema Radwege bekannt. Die noch fehlende Verbindung von Steinhart nach Lehen könnte absehbar vom Landkreis gebaut werden, nachdem von Anliegern dankenswerter Weise nun doch der Grund dafür zur Verfügung gestellt wurde, so Niedermeier. Neubaugebiete sind auch vorhanden. In Forsting-Nord und in Pfaffing neben dem Feuerwehrhaus sei die Erschließung fertig. „West 5“ befinde sich dieses Jahr noch in der Planung. Vorteile für die Gemeinde erhoffe man sich in der lokalen Aktionsgruppe LEADER, die den ländlichen Raum stärken will.

Beim Breitbandausbau kommen nun Anschlüsse mit weniger als 100 Megabit in der Sekunde an die Reihe, der sollen schneller werden. Gestartet habe man das Verfahren um einen Nachhaltigkeitsbericht, Pfaffing möchte zudem Fairtrade-Gemeinde werden und sich damit für fairen Handel einsetzen. Die Ausführungen des Bürgermeisters quittierten die Besucher mit Beifall. Erstmals fand die Bürgerversammlung zweimal statt, einmal am Nachmittag mit rund 30 Besuchern und am Abend mit gut 70. Das sei ein „Experiment“ gewesen, erklärte Niedermeier, er wollte den älteren Bürgern entgegenkommen „und schauen wie das ankommt“.

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