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VOR 25 JAHREN IN DER WASSERBURGER ZEITUNG

Warum 1996 die Wasserburger in den Stadtteilen unterschiedlich wählen

Innkaufhaus-Mitarbeiter Alois Rothbucher strahlt bei der Eröffnung in die Kamera.
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Innkaufhaus-Mitarbeiter Alois Rothbucher strahlt bei der Eröffnung in die Kamera.

Die Analyse der Kommunalwahl und die Wiedereröffnung des Innkaufhauses prägen die Berichterstattung in der Wasserburger Zeitung vor genau 25 Jahren.

Wasserburg – Die Stadtteile sind sich uneins, wer sie im Wasserburger Stadtrat vertreten soll – das ergibt der genaue Blick in die Zahlen der Kommunalwahl 1996. Das Innkaufhaus öffnet nach dem Brand und umfangreichen Renovierungsarbeiten außerdem bald wieder seine Türen.

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Die Wahl ist entschieden, nun geht es an die Analysen. Der Blick in die detaillierten Computerausdrucke des Wahlamtes zeigt einmal mehr, dass es große Unterschiede im Wahlverhalten in den verschiedenen Stadtteilen gibt. Für den Stadtrat gaben die Wähler der CSU 27,07 Prozent, dem Block 24,80 Prozent, der SPD 24,36 Prozent, den Freien Wählern 9,73 Prozent, dem Bürgerforum 9,73 Prozent und den Grünen 4,47 Prozent. Die CSU erzielte dabei in den beiden Rathaus-Stimmlokalen ihr Spitzenergebnis von 37,96 Prozent. Die Burgerfelder erwiesen sich als konservativstes Publikum und setzten ganz stark auf die etablierten Gruppen: Die CSU und der Wasserburger Block erhielten hier durchweg überdurchschnittliche Anteile. In Reitmehring hatten die Freien Wähler ihr „Heimspiel“ und bekamen in allen drei Wahllokalen über 40 Prozent. Das Bürgerforum holte in Attel mit 28,63 Prozent sein bestes Ergebnis. Die Sozialdemokraten fanden mit 37,14 Prozent in der Burgau ihr Publikum.

Noch im März steht die Wiedereröffnung des Wasserburger Innkaufhauses bevor. Nach knapp acht Wochen wurde das Gebäude im Inneren vollständig renoviert.

„Eine Leistung, die nur mit der Unterstützung der heimischen Handwerksbetriebe möglich war“, so der Inhaber Manfred Gerer. „Diese waren sofort zu Stelle und bereit, zusätzliche Leute zu stellen sowie auch am Wochenende und in den Abendstunden zu arbeiten.“

Das tatsächliche Ausmaß der Schäden nach dem Brand wurde dabei erst während der Arbeiten offenbar. Rund 60 Prozent der Einrichtung waren nicht mehr zu gebrauchen. Wände, Decken und Böden mussten vollständig abgebaut werden – bis in den letzten Winkel war der durch die Hitze entstandene rußige Ölfilm gedrungen.

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Da das Kaufhaus vor eineinhalb Jahren komplett umgebaut wurde, wurden nur Kleinigkeiten verändert – „die Gesamtoptik bleibt erhalten“.

Neu ist eine Kinderecke im dritten Stockwerk. Und auch die Radfahrer erhalten einen Extra-Service: Die Parkplätze direkt vor dem Eingang werden umgebaut und sollen künftig einem Fahrradständer Platz bieten, berichten die Inhaber.

Weitere Meldungen in der Woche vom 15. bis zum 21. März 1996:

Brüssel – Der bereits vier Tage andauernde Streik der belgischen Geldtransporteure führt allmählich zu Bargeldmangeln an den Automaten. Die Banken forderten Kunden auf, möglichst bargeldlos zu bezahlen. Die Besatzungen der Sicherheitstransporte verlangen einen dritten bewaffneten Mann für jede Fahrt sowie die Einschränkungen des Nachtdienstes. Im vergangenen Jahr

gab es in Belgien 42 Überfälle auf Geldtransporte mit zahlreichen Verletzten.

Radltour zum Nordpol

Amsterdam – Zwei Niederländer wollen als erste Menschen zum Nordpol radeln. Marc Cornelissen und Boris Krielen flogen nach Nordkanada, um dort die rund 800 Kilometer lange Tour durch das Polareis vorzubereiten. Im April wollen sie sich bei einer Temperatur von minus 40 Grad in den Sattel ihrer Mountainbikes schwingen.

Bonn – Bundesgesundheitsminister Horst Seehofer will die Krankenkassen notfalls mit Zwangsmaßnahmen daran hindern, ihren Mitgliedern Fitness- oder Sportkurse zu finanzieren. Seehofer drohte mit härterem Vorgehen, wenn die Kassen diesen „Schwachsinn“, der dreistellige Millionenbeträge koste, nicht beenden würden. „Das Geld ist für kranke Menschen bestimmt und nicht für die Erhöhung des Wohlbefindens.“

Standort Deutschland hoch im Kurs

Lausanne – Im Ausland stehen der Standort Deutschland und seine internationale Wettbewerbsfähigkeit im Gegensatz zu den Klagen der heimischen Wirtschaft hoch im Kurs. Wie das IMD-Institut in Lausanne ermittelte, liegt Deutschland in puncto Wettbewerbsfähigkeit weltweit auf dem vierten Platz – hinter den USA, Singapur und Japan. Die deutschen Manager stufen ihr eigenes Land dagegen an 17 Stelle von 48 Ländern ein.

Bakterien für neue Antibiotika

Hobart – Im ewigen Eis des Südpols suchen australische Wissenschaftler nach Bakterien, die helfen könnten, neue Antibiotika zu entwickeln. Im antarktischen Eis, Wasser oder Boden befinden sich Bakterien, die gelernt haben, unter den extremen Bedingungen zu überleben. Nach Angabe von Mikrobiologen wurden bisher 70 Bakterien gefunden, von denen die Hälfte Wirkstoffe produziert, die andere Bakterien abtöten.

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