Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Aufgeheizte Stimmung

Vorstände der Stiftung Attl: „Sehen mit der Impfung für alle bestmöglichen Weg in dieser Zeit“

Die Stiftung Attl hofft auf einen möglichst hohen Impfstatus.
+
Die Stiftung Attl hofft auf einen möglichst hohen Impfstatus.
  • Heike Duczek
    VonHeike Duczek
    schließen

Die ab dem 15. März geltende Impfplicht, derzeit nur für Mitarbeitende in Gesundheitsberufen, sorgt für viel Ärger – auch in der Stiftung Attl. Einige Mitarbeitende äußern sich in sozialen Netzwerken und rufen zu Demos auf. Der Vorstand nimmt Stellung.

Wasserburg – Die Impfpflicht für Mitarbeitende in Pflegeeinrichtungen, die ab dem 15. März 2022 in Kraft tritt, heizt weiter die Gemüter auf. Auch in der Stiftung Attl ist sie das derzeit beherrschende Thema – ebenso in sozialen Netzwerken und Messenger-Diensten sowie auf Demonstrationen in Wasserburg. Die Vorstände Franz Hartl und Jonas Glonnegger nehmen dazu Stellung:„Wir sehen mit der Impfung für alle den bestmöglichen Weg in dieser Zeit.“

Franz Hartl

+++ Weitere Artikel und Nachrichten aus der Region Wasserburg finden Sie hier. +++

Den Offenen Brief des Vorstands im Dezember vergangenen Jahres an Bundeskanzler Olaf Scholz und Gesundheitsminister Karl Lauterbach nahmen Impfgegner zum Anlass, die Impfpflicht für Mitarbeitende in Pflegeeinrichtungen öffentlich in Frage zu stellen. Der Vorstand der Stiftung legt in diesem Zusammenhang Wert auf die Feststellung, dass er sich im Offenen Brief ganz klar fürs Impfen ausgesprochen habe. „Nach unserem Kenntnisstand haben sich aktuell 76 Prozent unserer Mitarbeitenden schon für eine Impfung entschieden und weitere Personen haben bereits ihre Bereitschaft signalisiert, sich bis März immunisieren zu lassen. Für Unentschlossene stehen wir zu persönlichen Gesprächen bereit“, betonten Hartl und Glonnegger.

Vorstand appelliert

Jonas Glonnegger

Die Verpflichtung zur Impfung erstrecke sich ab Mitte März auf sämtliche Berufsgruppen in der Stiftung Attl, das heiße beispielsweise auch für Mitarbeitende in der Technik oder in der Verwaltung. In dem Offenen Brief zeigten die Vorstände allerdings die organisatorischen Probleme auf, die wegen einer partiellen Impfpflicht auf eine Einrichtung wie die Stiftung Attl im März zukommen können. Dies sollte aber nicht falsch verstanden werden, stellen die Vorstände klar: „Wir sind zutiefst der Überzeugung, dass wir in der Stiftung Attl langfristig nur dann in eine neue Normalität kommen und alle schützen können, wenn wir einen hohen Impfstatus bei Betreuten und Mitarbeitenden haben. Wir sehen aufgrund unserer Erfahrungen und in Abwägung aller Informationen keine alternativen Wege.“ Der Vorstand sei uneingeschränkt für das Impfen – „und anstelle der partiellen für eine allgemeine Impfpflicht.“

+++Aktuelle Nachrichten und Artikelrund um das Thema Coronavirus in der Region finden Sie auf unserer OVB-Themenseite +++

„Wir sind sehr froh, dass ein großer Anteil der Mitarbeitenden ihrer Verantwortung für die Allgemeinheit und der Dienstgemeinschaft der Stiftung Attl nachgekommen und bereits geimpft und teilweise auch geboostert ist.“ Wenn sich Mitarbeitende der Stiftung Attl öffentlich äußern würden, sei dies ihre persönliche Meinung als Privatperson und spiegele nicht die Haltung der Einrichtung wieder, reagieren Glonnegger und Hartl auf entsprechende Aussagen von Mitarbeitenden in den sozialen Netzwerken und in Messsenger-Diensten. „Wir möchten uns als Vorstände sehr klar und deutlich von den Aussagen im Rahmen von Demonstrationen distanzieren. Weder inhaltlich noch sachlich stimmen die Aussagen mit der Position der Stiftung Attl überein.“

Die Stiftung Attl werde sich gemäß ihrer Haltung und Compliance an den rechtlichen Vorgaben zur Impfpflicht ab dem 15. März 2022 orientieren, heißt es in der Pressemitteilung abschließend.

3 Versammlungen zur Corona-Politik in Wasserburg

In Wasserburg finden am Montag, 10. Januar, 3 Veranstaltungen zur Corona-Politik statt. Die sogenannten „Montagsspaziergänger“ sind laut Verfügung des Landratsamtes angewiesen worden, sich stationär in der Hofstatt zu treffen – ab 18 Uhr. Vor dem Rathaus findet eine überparteiliche Gegen-Demo auf Einladung der Jusos und weiterer Gruppierungen statt, die sich gegen Verschwörungsmythen positioniert. Außerdem ist noch am Montag, 10. Januar, eine fortbewegende Demonstration zum Thema „Gegen jegliche Form von Impfpflicht“ angemeldet worden - für 1000 Personen in der Zeit von 18 bis 20 Uhr. Start ist der Bahnhofsplatz. Von dort geht es weiter über den Weberzipfel in die Ledererzeile bis zur Abschlusskundgebung auf Höhe der Friedhofgasse/Schustergasse. Das Landratsamt hat einen entsprechenden Bescheid erlassen. Hier ist unter anderem aufgeführt, dass Maskenpflicht gilt.

Kommentare