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Komplexes Vorhaben

Vor dem Baustart am Wasserburger Bahnhofsplatz kommen die Archäologen

Der Blickbezug zur Burg darf durch das Bauvorhaben in der Bahnhofstraße nicht gestört werden, findet auch der Stadtrat.
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Der Blickbezug zur Burg darf durch das Bauvorhaben in der Bahnhofstraße nicht gestört werden, findet auch der Stadtrat.
  • Heike Duczek
    VonHeike Duczek
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Das Vorhaben wird noch ein paar Runden drehen müssen“, zeigte sich Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann bereits im Bauausschuss überzeugt, als es um ein komplexes Neubauprojekt am Bahnhofsplatz 3 ging.

Wasserburg – Auch der Stadtrat bestätigte jetzt einstimmig, dass hier zuerst der Bebauungsplan geändert werden muss. Das Grundstück liegt an einer sensiblen Stelle in der Altstadt.

Vorgaben des Denkmalschutzes nicht erfüllt

Im Eck zwischen Rampe und Bahnhofsplatz soll ein Haus abgerissen und neu gebaut werden. Hier gibt es einen Bebauungsplan aus den 80er Jahren, der sich überholt hat: Er erfüllt nicht mehr die Vorgaben des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) und des Denkmalschutzes, so Herrmann im Stadtrat.

Bürgermeister Michael Kölbl (SPD) erwartet ein komplexes Verfahren. Denn nach ersten Erkenntnissen des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege liegen auf dem Grundstück neben der Stadtmaueran der Ostgrenze vermutlich weitere Bau- und Bodendenkmäler. Das Urkataster 1813 weist hier den Totengräberturm aus, die Zwerchmauer zum Pulverturm querte das Grundstück. Hier seien barocke Befestigungsanlagen zu vermuten, Reste würden im Untergrund auftauchen, prognostizieren die Denkmalschützer. Eine Bebauung mit einer Tiefgarage wird deshalb als schwierig angesehen.

Vor dem Abbruch muss das Areal deshalb einer archäologischen Untersuchung unterzogen werden, fordert das Landesamt für Denkmalpflege. Der Abbruch selber müsse von einem Bauforscher begleitet werden.

Blickbeziehung zur Burg nicht gefährden

Der Bauausschuss des Stadtrates hatte außerdem nach langer Debatte darauf hingewiesen, dass das Vorhaben nicht isoliert zu betrachten sei. Auch die Nachbarschaft müsse einbezogen werden. Ein Städteplaner ist deshalb hinzugezogen worden. Er weist laut Bauamt unter anderem darauf hin, dass die Blickbeziehung zur Burg nicht gestört werden dürfe und die Gestaltungssatzung eingehalten werden müsse.

Deshalb muss jetzt zuerst der Bebauungsplan „Neustraße“, der über 25 Jahre alt ist, überarbeitet und geändert werden. Auch der Wasserburger Stadtrat befürwortete diese Vorgehensweise einstimmig. Es wird ein umfangreiches Verfahren erwartet.

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