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In alten Ausgaben geblättert

Zwangsgeschenk der Deutschen Bahn: Die Brücke in Daburg sorgt vor 25 Jahren für Unmut

Die Brücke in Daburg bei Edling vor der Reparatur im Sommer 1992.
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Die Brücke in Daburg bei Edling vor der Reparatur im Sommer 1992.

Vor 25 Jahren: Die Sammlung von Altkleidern soll in Wasserburg künftig strenger reguliert werden. Edling finanziert eine neue Brücke über die Bahnschienen bei Daburg.

Die Sammlung von Altkleidern soll in Wasserburg künftig strenger reguliert werden. Edling finanziert eine neue Brücke über die Bahnschienen bei Daburg. Ein Blick in die Zeitung von vor 25 Jahren.

Wasserburg – Ein Antrag der Kolpingfamilie zur Aufstellung von Altkleider-Sammelcontainern sorgt dafür, dass die Sammlung von Altkleidern in Wasserburg umorganisiert wird. Bisher sind in Wasserburger fünf Firmen tätig. Sie sammeln im Zeichen des Roten Kreuzes und der Malteser und zahlen diesen Organisationen Lizenzgebühren für die Nutzung des Namens. Gleichzeitig wird jedoch nur ein kleiner Teil der gesammelten Altkleider und Schuhe karitativ genutzt oder recycelt. Der weitaus größere Teil, so Bürgermeister Dr. Geiger, werde von den Sammelfirmen in Ländern in Afrika oder Osteuropa verkauft und trage zum Zusammenbruch der dortigen Textilindustrie bei. Die Mitglieder des Umweltausschusses beschlossen deshalb, dass alle Firmen, die im Namen der gemeinnützigen Organisationen sammeln, künftig dem Verband FairWertung angehören müssen. Dieser legt strengere Maßstäbe an die Altkleidersammlung an, wobei zehn Prozent der noch tragfähigen Kleidung Kleiderkammern, der Katastrophenhilfe und Entwicklungsprojekten zur Verfügung gestellt werden.

+++ Weitere Artikel und Nachrichten aus der Region Wasserburg finden Sie hier. +++

Bei all der Freude über den gelungenen und schneller als geplant fertiggestellten Brückenbau in Daburg, bei Edling, fielen bei der offiziellen Einweihung auch kritische Worte. Edlings Bürgermeister Sebastian Widauer sprach von einem Zwangsgeschenk der Deutschen Bahn AG an die Gemeinde. Die Bahn habe sich um die mehr als 100 Jahre alte Brücke nicht gekümmert, erst nachdem diese an die Gemeinde abgegeben worden sei, habe die Bahn dann sofort auf eine Reparatur des schadhaften Bauwerks gepocht. So entschloss sich Edling für einen 1,6 Millionen Mark teuren Umbau, jede Kostenbeteiligung dabei lehnte die Bahn strikt ab.

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Weitere Meldungen in der Woche vom 6. bis 12. Juni 1997:

Bonn – Der Bundesrat hat über die Einführung des neuen „Oldtimer-Kennzeichens“ für Uralt-Autos entschieden. Fahrzeuge, die älter als 35 Jahren sind, sollen den Zusatz „H“ – für historisches Fahrzeug – erhalten und steuerlich begünstigt werden. Damit änderte der Bundesrat die Vorlage des Verkehrsministeriums, in der von einem Mindestalter von 25 Jahren die Rede war. Statt rund 350 000 fallen nun etwa 60 000 Autos in die Kategorie „Oldtimer.“

München – Im nächsten Jahrhundert brauchen die Schüler vielleicht nicht mehr weit in die Schule laufen – Computer und Videosysteme ermöglichen das „virtuelle Klassenzimmer“. Die Florida Atlantic University, die in Südflorida über sechs Standorte verfügt, hat zusammen mit MCI, Picture Tel und Siemens ein Fernlernprogramm per Videosystem entwickelt. Dieses ermöglicht es, dass der Professor seine Vorlesung jede Woche an einem anderen Standort hält.

Oslo – Die Anschläge von „Bandidos“ und „Hell’s Angels“ haben erneut einen unbeteiligten Menschen das Leben gekostet. Bei der Explosion einer Autobombe vor dem norwegischen Hauptquartier der Bandidos starb eine 56-jährige Autofahrerin. Die Detonationen waren so stark, dass zahlreiche Häuser in der Nachbarschaft schwer beschädigt wurden. Seit 1994 haben die beiden Gruppen wechselseitig 24 Mordanschläge verübt, bei denen zehn Menschen starben.

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München – An der Technischen Universität München werden noch rechtzeitig zum Wintersemester neue Studiengänge eröffnet: Erstmals werden in Bayern in einem fächerübergreifenden Studium Chemie-Ingenieure ausgebildet, die sich für die Biotechnologie, die Werkstoffentwicklung oder die Umwelttechnik qualifizieren können. Neu ist auch der weltweit erste Studiengang zum Diplom-Restaurator.

Paris – Durch Zufall sind Forscher der potenzsteigernden Wirkung eines Herzmittels auf die Spur gekommen. Bei Tests für ein Medikament zur Herzdurchblutung verursachte die Substanz Sildenafil bei vielen Männern Erektionen. Aufgrund der Häufigkeit stellten die Ärzte fest, „dass der Nebeneffekt des Mittels seine wichtigste Indikation ist“, so ein Sprecher des Pharmakonzerns Pfizer. Das Präparat soll nächstes Jahr unter dem Handelsnamen Viagra in Europa auf den Markt kommen.

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