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SERIE: IN ALTEN BÄNDEN GEBLÄTTERT

Vor 25 Jahren: Schulprojekt sammelt Wasserburger Sprachperlen

Über die Lautstärke der Go-Karts, die in Eiselfing sausen sollen, machte sich ein Anwohner Gedanken.
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Über die Lautstärke der Go-Karts, die in Eiselfing sausen sollen, machte sich ein Anwohner Gedanken.

In einem neuartigen Projekt hat der Autor Hans Baumgartner zusammen mit Wasserburger Schulen ein Buch zum heimischen Dialekt herausgebracht. Wie laut die Go-Karts auf der neuen Bahn der Firma Raab tönen werden, will der Eiselfinger Gemeinderat mit einem Ortstermin herausfinden. Dies und mehr stand vor 25 Jahren in der Wasserburger Zeitung.

Wasserburg – Ein schulisches Projekt in Buchform, ein Novum in der vielfältigen Literatur rund um Wasserburg, dürfte mit Verständigungsschwierigkeiten im örtlichen bayerischen Sprachgebrauch ein für alle Mal aufräumen. Von „abbrocha“ über „zweifi“ bis zu „heit schaugst wieda aus wia d’Henna hintan Schwoaf“ – im neuesten Werk des Wasserbuger Autors Hans Baumgartner sind so ziemlich alle gängigen mundartlichen Ausdrücke des örtlichen Sprachgebrauchs katalogisiert.

Eigentlich hätten die 16 Schulleiter, 45 Lehrkräfte und 317 Schüler an seiner Stelle sitzen sollen, meinte der Autor bescheiden zum Ergebnis seiner zweijährigen, im weiten Umkreis einmaligen Arbeit. „Ein Lebenszeichen der in der hiesigen Landschaft verwurzelten Sprache“ solle das von den Schülern gesammelte Material bieten, heißt es im Vorwort des Buches „Dialekt im Wasserburger Land“.

In der vorliegenden Fassung entstand so nicht nur eine Dokumentation für all diejenigen, die sich der Heimatregion verbunden fühlen, sondern auch ein didaktisch aufbereitetes Werk, das Neugier wecken und zum Lernen motivieren möchte.

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Eiselfing – Neue Gesichtspunkte im Zusammenhang mit der geplanten Go-Kart-Bahn auf dem Gelände der Firma Raab wurden nun im Gemeinderat beraten. Lorenz Dirnecker, unmittelbar betroffener Nachbar, unterrichtete dabei über den neuesten Stand der Verhandlungen. Dabei habe sich herausgestellt, dass die Sache wohl nicht so tragisch sein dürfte, wie man sich das zuerst vorgestellt hatte.

Lärm wohl doch nicht so schlimm

Der Lärm, den die Viertakter mit ihren 5,2 PS machen würden, sei nicht mit dem von Renn-Go-Karts vergleichbar, die als Zweitakter und mit bis zu 40 PS deutlich lauter tönten. Allgemein wurde beschlossen, sich anlässlich eines Ortstermins in Garching, zu dem alle Nachbarn eingeladen wurden, über eine vergleichbare Anlage zu informieren. Einem eigenen Lärmgutachten, das, wie Bürgermeister Wolfgang Forstner mutmaßte, zwischen 20 000 und 30 000 Mark kosten könnte, wurde eine Absage erteilt.

Weitere Artikel und Nachrichten aus der Region Wasserburg finden Sie hier.

Weitere Meldungen in der Woche vom 17. bis zum 23. Mai 1996:

München – Der Schutz des Sonntags als arbeitsfreier Tag ist in Bayern löchriger geworden. Laut Statistischem Landesamt ist inzwischen bereits jeder zwölfte Arbeitnehmer im Freistaat regelmäßig auch an Sonn- oder Feiertagen beschäftigt. Von den rund fünf Millionen Arbeitern, Angestellten und Beamten in Bayern arbeiteten im vergangenen Jahr 17 Prozent regelmäßig auch an Samstagen.

Versailles – Im Verfahren gegen eine Japanerin, die systematisch französische Schlösser gekauft und deren historisches Inventar ausgeplündert hat, gibt es eine neue Festnahme. Ein Anwalt einer angesehenen Pariser Kanzlei soll Kiki Nakahara und ihrem Mann beim Kauf von neun Schlössern geholfen haben. Nakahara wird beschuldigt, die historischen Bauten ausgeraubt zu haben. Sie habe Mobiliar, Kamine, Holzvertäfelungen und sogar Bäume aus den Parks verkauft und dann die Gebäude verfallen lassen.

Auch interessant: Die Stadt Wasserburg will im Jahr 1995 die still gelegte Strecke der Altstadtbahn selbst übernehmen

London – Im Zusammenhang mit der größten Spionageaffäre seit dem Ende des Kalten Krieges haben Großbritannien und Russland je vier Diplomaten des jeweils anderen Landes ausgewiesen. Anfang Mai hatte die russische Regierung die Ausweisung von neun britischen Diplomaten angekündigt, die Mitglieder eines kürzlich aufgedeckten Spionagerings sein sollen. London drohte daraufhin mit Gegenmaßnahmen.

Bonn – Mit militärischen Ehren hat Bundespräsident Roman Herzog den südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela in Bonn begrüßt. Mandela wirb bei seinem dreitägigen Staatsbesuch um weitere Verbesserungen der bilateralen Beziehungen und mehr Wirtschaftsinvestitionen.

Lesen Sie auch: 1996 kritisiert der TSV Wasserburg die „Notenkeule“ Leichtathletik

Amsterdam – Fans des Fußballklubs Ajax Amsterdam können künftig nach ihrem Tod ihre Asche über einem Teil des früheren Stadionrasens ausstreuen lassen. Wenn der Weltpokalsieger in seine neue Arena umzieht, will das größte Krematorium von Amsterdam 180 Quadratmeter Rasenfläche aus dem alten Stadion auf sein Betriebsgelände umpflanzen. Besonders leidenschaftliche Fans können auf dem für sie „heiligen Boden“ auch Gedenksteine in den Vereinsfarben Rot und Weiß aufstellen lassen. (re)

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