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Vor 25 Jahren in der Wasserburger Zeitung

Molkerei Bauer tätigt 1996 die größte Investition der Firmengeschichte

Markus Bauer (Bildmitte), jetziger Geschäftsführer der Bauer Gruppe, im Jahr 1996 auf der Roten Brücke, neben ihm (links) Wolfgang Altinger und (rechts) Peter Linner.
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Markus Bauer (Bildmitte), jetziger Geschäftsführer der Bauer Gruppe, im Jahr 1996 auf der Roten Brücke, neben ihm (links) Wolfgang Altinger und (rechts) Peter Linner.

Die Wasserburger Ärzte treten aus Sorge um finanzielle Begrenzungen in den Streik. Die „größte Investition der Firmengeschichte“ tätigt die Firma Bauer. Sie weiht ein neues Kühllager ein. Ein Blick in die Zeitung vor 25 Jahren.

Wasserburg – Es stehen vermutlich einige Patienten vor verschlossenen Türen. Doch nicht die Patienten, sondern Krankenkassen und Gesundheitspolitiker seien die Adressaten ihres „Ärztestreikes“, betonten die Wasserburger Mediziner.

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In Wasserburg und den umliegenden Gemeinden werden im Zeitraum von drei Tagen mehr als 60 Prozent der Praxen für mindestens einen Tag geschlossen. Die Ärzte heben in der Begründung ihrer Aktion hervor, dass bis zu 30 Prozent der Praxen in größte wirtschaftliche Schwierigkeiten kommen würden, wenn die Ärzte wie geplant heuer mit geschätzten 33.000 Mark pro Praxis für die Überschreitung des Arzneimittelbudgets in Regress genommen werden. Sie fordern klare Vorgaben der Politik, was in Zukunft zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse medizinisch noch machbar sei. Der Druck, mit jedem Patienten über die finanziellen Begrenzungen zu reden, „strapaziert das Arzt-Patienten-Verhältnis bis aufs Äußerste“.

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Die „größte Investition in der beinahe 110-jährigen Firmengeschichte“, so Ulrich Bauer, bedeute das Hochregallager, das jetzt in der Tegernau offiziell in Betrieb genommen wurde. 21 Millionen Mark steckte die Firma in Gebäude und Technik. Bis zu 5.140 Paletten werden im neuen hoch technisierten Lager bei 4 bis 6 Grad Celsius gelagert, von Hebeeinrichtungen auf Lagerplätze verteilt und vollautomatisch wieder abgeholt. Angeliefert werden sie direkt aus der Produktion über eine rund 80 Meter lange Elektrohängebahn. Am Ende können sieben Lkw gleichzeitig beladen werden.

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Insgesamt wurden 68.000 Kubikmeter Raum umgebaut. Die Firma will die gewaltige Investition auch als ein Signal verstanden wissen, dass man beim Konzentrationsprozess der Milchwirtschaft mithalten kann. Nur größere Einheiten hätten eine Überlebenschance, so Bauer, der sich weiterhin auf den Fruchtjogurt konzentrieren will. Hier ist die Firma nach wie vor deutscher Markführer.

Weitere Meldungen:

Bonn – Insgesamt 55.000 Einwanderungsvisa in die Vereinigten Staaten sollen für 1998 weltweit verlost werden. Wer entweder eine Fachhochschulreife, eine zwölfjährige Schulausbildung oder eine zweijährige Berufserfahrung nach einer Ausbildung vorweist, kann teilnehmen. An der Aktion sind alle Staaten mit geringem Einwanderungsanteil in den USA beteiligt. In Europa sind unter anderem die Bürger Großbritanniens und Polens ausgeschlossen.

Ozonloch über der Antarktis bereits schon 1996 Sorge

London – Das Ozonloch über der Antarktis wird nach Berechnungen von US-Forschern noch bis zum Jahr 2008 wachsen. Erst danach werde der „Heilungsprozess“ einsetzen und etwa um das Jahr 2050 könnte der Ozongehalt in der Stratosphäre wieder seine natürliche Höhe erreicht haben. Die durch den Ozonschwund verursachten Hautkrebserkrankungen werden laut Modellen noch bis zum Jahr 2100 zunehmen.

Rosenheim – Dem Freistaat geht beim Straßenbau das Geld aus. Mehrere Autobahn-Baumaßnahmen müssen zeitlich gestreckt werden: So der bereits im Bau befindliche Abschnitt Winhöring-Alzgern der A94 nach Passau und die Schließung des Autobahnrings um München. Durch die Mittelumschichtung zugunsten der Expo 2000 in Hannover und wegen des gesteigerten Baufortschritts bei den Verkehrsprojekten „Deutsche Einheit“ steht den alten Bundesländern weniger Geld zur Verfügung.

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Bonn – Der Transport zehntausender Kälber quer durch Deutschland zur Tötung nach Frankreich ist von Bundesregierung und Bauernverband scharf kritisiert worden. Im Nachbarland werden für die Schlachtung hohe Prämien gezahlt. Ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums bezeichnete die Viehtransporte als „höchst peinliche Sache“.

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