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SERIE: HAAG VOR 25 JAHREN

In Haag konnte man noch Baden wie in den 30er Jahren

Haager Badefreuden vor der Renovierung. Die Erneuerung von Badekabinen und die Bachsanierung beschäftigte den Gemeinderat damals.
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Haager Badefreuden vor der Renovierung. Die Erneuerung von Badekabinen und die Bachsanierung beschäftigte den Gemeinderat damals.
  • VonLudwig Meindl
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So sah es vor 25 Jahren in Haag aus - und schon damals gab es Randale von Jugendlichen.

Haag – Die Kirchdorfer begingen 125 Jahre und zeigten als ihr ältestes Dokument eine Votivtafel, die an der Gnadenkapelle in Altötting hing und ein Gelübde der Kriegsteilnehmer von 1870 enthielt. Sie hatten sich ursprünglich „Militär- und Veteranenverein“ genannt. Die Haager KSK versammelte zum Festzug 55 Vereine.

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Verschönerungschef Robert Scherzer hatte einen „Ort der Erholung und des Gesprächs“ für die evangelische Kirche einrichten lassen. Vhs-Leiterin Gisela Hilger führte zum 24. Mal ihren Kurs „Abnehmen – aber mit Vernunft“ durch. SPD-Chef Franz Moser regte an, dass die Kinder der Haager Schule das Thema „Umwelt und Verkehr“ in Abschlussarbeiten behandeln sollten. Dafür stellte er Preise in Aussicht.

Schwierigkeiten bekam die Gemeinde mit dem 40 Jahre alten Kanalnetz. Man beschloss, eine Firma für die Analyse des örtlichen Kanalstrangs durch Kamerabefahrung zu beauftragen.

Randale beschäftigen den Gemeinderat

Nicht so einfach abstellen ließen sich die „Randaleschäden“ gewisser Jugendlicher, die an öffentlichen Plätzen „einen Saustall“ hinterließen, auf dem Schulsportplatz Lagerfeuer entfachten und dem Hausmeister der Schule „kleine Felsen“ an die Haustür geworfen hatten. „Das sind immer die Gleichen. Die müssen gefasst werden“, so die Forderung im Gemeinderat.

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Der katholische Kindergarten feierte sein 25-jähriges Bestehen in der Neuzeit. Er hatte in den Räumen der ehemaligen Berufsschule an der Berger Straße einen neuen Anlauf genommen. In den 25 Jahren habe man 800 Kinder betreut, folgerte Bürgermeister Hermann Dumbs. Die künftigen Kinderpflegerinnen der Haushaltsschule des Instituts, das damals noch nicht Realschule war, zeigten eine Ausstellung, darunter aktuelle Abfallverwertung, wie man aus Holzresten Spielzeug für Kinder fertigt.

„Reform“ des Putzplans in Bürgersaal und Rathaus

Mit Verspätung legte Verwaltungschef Christian Singer den Haushalt vor. Die größte Investition des 14-Millionen-Mark-Budgets betraf die Erneuerung der Kläranlage. Harsche Kritik äußerte die CSU an den Putzmittelkosten, die für Bürgersaal und Rathaus 12 000 Mark betrugen. Das ganztägige Putzen solle aufhören.

Für das Sommerfest im Bürgerheim St. Kunigund bauten die Altdorfer Schützen zum dritten Mal ihr Zelt auf. Einen prominenten Sterbefall verzeichnete die Gemeinde Haag vor 25 Jahren mit Georg Thaler, eines der Originale der Marktgeschichte. Seit 1936 hatte er in der Gemeindeverwaltung gewirkt, war an allen Stammtischen zu Gast und ein lebendiges Geschichtsbuch für alte Haager Anekdoten.

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Eine wichtige Erneuerung regten Egon Barlag und der bereits verstorbene Herbert Zeilinger von den Freien Wählern für das Freibad an. Da standen noch die originalen Umkleidetrakte aus der Gründerzeit der 30er Jahre. Die Renovierung sei überfällig. Wegen der angestrengten Finanzen hieß das Motto „Finanzierung in Eigenregie“. Als Akteure boten sich die späteren „Freibadfreunde“ an. Die Regierung habe eine finanzielle Unterstützung für das historische Objekt bereits abgelehnt, berichtete Dumbs. Man debattierte mehrere Ansätze, auch eine „kleine Lösung“. Die Erneuerung der morschen Kabinen würde 100.000 Mark kosten. Dazu war die Sanierung des daneben plätschernden Bachs ratsam.

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Den Antrag der Freien Wähler lehnte die Mehrheit des Gemeinderats zwar ab, doch für ein Konzept ließ man sich überreden. Das sollte dann doch zur Rundumerneuerung des idyllischen Bads führen, das sich gerade auch in diesem Sommer wieder höchster Beliebtheit erfreut.

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