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In alten Bänden geblättert

Vor 25 Jahren in der Zeitung: Wasserburger werfen zu viel Essenreste in den Müll

Der Aufzuganbau an der Burg gehört heute zum Stadtbild dazu, bei seiner Fertigstellung im Jahr 1997 als unser Foto entstand, war der Anblick noch gewöhnungsbedürftig.rieger
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Der Aufzuganbau an der Burg gehört heute zum Stadtbild dazu, bei seiner Fertigstellung im Jahr 1997 als unser Foto entstand, war der Anblick noch gewöhnungsbedürftig.rieger

Neuigkeiten gab es vor 25 Jahren im Altenheim auf der Burg, nach einem Jahr Bauarbeiten konnte dort das neue Treppenhaus eingeweiht werden. Für Ärger sorgte damals eine umfassenden Analyse, nach der in Wasserburg zu viele Küchenabfälle im Restmüll landeten.

Wasserburg – Ein Jahr haben die Bauarbeiten an Wasserburgs „Schokoladenseite“ am Inn gedauert, am Tag vor der Einweihung waren sie beendet. Das Altenheim auf der Burg verfügt nun über ein neues Treppenhaus mit Bettenaufzug. Der Orden Maria Stern, Träger und Betreiber der Senioreneinrichtung, investierte 1,5 Millionen Mark in den insgesamt 28 Meter hohen, lichtdurchfluteten Turm. Nötig geworden war der Anbau nicht nur zur Entlastung des Personals, sondern auch aus brandschutzrechtlichen Gründen. Die Kapazität der vorhandenen Treppenhäuser hätte im Notfall kaum ausgereicht, zudem musste eine Möglichkeit geschaffen werden, bettlägerige Bewohner aus den oberen Stockwerken nach unten zu bringen.

44 Prozent Küchenabfälle in Restmüll

„Bei den Wertstoffen sieht es erfreulich gut aus“, so das Fazit von Rainer Sabrowski zur Restmüllanalyse der Stadt Wasserburg, die im Umweltausschuss vorgestellt wurde. Fast 20.000 Mark hatte die Stadt investiert und das SHC-Consult-Büro beauftragt, über mehrere Tage anhand von Stichproben repräsentative Hochrechnungen für das Müllsystem durchzuführen. In Wasserburg fielen pro Einwohner hochgerechnet 165 Kilogramm Restmüll an, so Sabrowski, normalerweise werden mit 200 bis 250 Kilogramm gerechnet. Die Sortierung der Wertstoffe in Sammelcontainern funktioniere recht gut. So machten zum Beispiel Kunstoffflaschen gerade einmal 0,7 Prozent der gesamten Restmüllmenge aus, Textilien etwa 2,5 Prozent. Stattliche 44 Prozent der Restmüllabfälle waren jedoch Küchenabfälle – ein für den Stadtrat erschreckendes Ergebnis. Erstaunt zeigten sich die Ausschussmitglieder darüber, dass selbst in den Einfamilienhaus-Siedlungen in der Nördlichen Burgau oder im Burgerfeld, wo Eigenkompostierung möglich ist, die Werte bei hochgerechnet 55 bis 60 Kilogramm Bioabfall pro Einwohner und Jahr lagen.

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Weitere Meldungen in der Woche vom 30. Mai bis zum 5. Juni 1997:

Frankfurt – Eine 148-jährige Ära der Zusammenarbeit zwischen Bahn und Post ist zu Ende. Zum letzten Mal haben Züge der Deutschen Bahn (DB) Briefe für die Post ausgefahren. Die Post lässt künftig ihre Briefe nur noch per Flugzeug und Lastwagen befördern. „Die DB konnte der Post nicht mehr die geforderte Qualität bieten“, so der Pressesprecher der Post, Norbert Schäfer.

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München – Nach der Festnahme des Oetker-Entführers Dieter Zlof in London hat sich sein ursprünglich mitgereister Komplize den deutschen Ermittlungsbehörden gestellt. Der 54-Jährige Zlof war mit mehr als der Hälfte des vor über 20 Jahren gezahlten Rekord-Lösegelds von 21 Millionen Mark in London verhaftet worden, als er versuchte, dieses umzutauschen. Unterdessen ist Lösegeld aus der Oetker-Entführung auch in Belgien aufgetaucht.

Garching – Wissenschaftler haben mehrere hunderte junge Sterne entdeckt. Damit hat sich die Zahl der bisher bekannten jungen Sterne verdoppelt. Völlig überraschend sei, dass einige dieser Sterne außerhalb von Sternentstehungsgebieten gefunden wurden, so Ralph Neuhäuser vom Garchinger Max-Planck-Institut. Die Entdeckungen gehen auf die Durchmusterung des Himmels mit dem Röntgenteleskop ROSAT zurück.

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München – Der FC Bayern liebäugelt weiter mit dem Bau einer vereinseigenen Fußballarena. Dies bestätigte der Manager des frisch gebackenen deutschen Meisters, Uli Hoeneß. Von diesem Plan macht der 45-jährige auch seine Zukunft als Manager abhängig. Sollte der FC Bayern doch auf das neue Stadion verzichten, möchte sich Hoeneß „in zwei bis drei Jahren“ von seinem Amt zurückziehen.

Bonn – Das Heiraten wird teurer. Ab 1. Juni gelten laut Bundeninnenministerium bei den Standesämtern durchschnittlich rund 20 Prozent höhere Gebührensätze. Wenn Brautpaare das Aufgebot bestellen wollen kostet es künftig 60 statt bisher 50 Mark. Falls einer der Ehepartner aus dem Ausland stammt, klettert die Gebühr für die „Prüfung der Ehefähigkeit“ von 85 auf 100 Mark.

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