IN ALTEN BÄNDEN GEBLÄTTERT

Vor 25 Jahren in der Wasserburger Zeitung: Innkaufhaus nach Schaufensterbrand komplett verrußt

Gebrannt in einem Schaufenster des Innkaufhauses hat es vor 25 Jahren. Unser Bild ist erst kürzlich entstanden.
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Gebrannt in einem Schaufenster des Innkaufhauses hat es vor 25 Jahren. Unser Bild ist erst kürzlich entstanden.

Nach einem Brand in einem Schaufenster war das Innkaufhaus für mehrere Wochen geschlossen. Mit dem „Studienkreis“ eröffnete eine zweite Nachhilfeeinrichtung in Wasserburg. Dies und mehr stand vor 25 Jahren in der Wasserburger Zeitung.

Wasserburg – Einige Wochen wird das Innkaufhaus in der Ledererzeile nach dem Brand auf alle Fälle geschlossen bleiben. Obwohl im Endeffekt nur ein Schaufenster richtig in Flammen stand, liegt der Schaden aufgrund der Verrußung des gesamten Gebäudes „ganz wesentlich über den zuerst geschätzten 200 000 Mark“, so Inhaber Manfred Gerer damals zur Redaktion.

Belegschaft geschockt

Nach dem ersten Schock ist die Belegschaft im Moment bei einer Inventur, bevor es an das große Ausräumen geht. Die Polizei geht weiterhin davon aus, dass der Brand von einem Schaufenster-Scheinwerfer ausgelöst wurde.

Im Moment vermute man in Richtung technischer Defekt, so ein Polizeisprecher, möglicherweise ergebe die Untersuchung des Gerätes noch Genaueres.

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Durch den raschen Einsatz der nur ums Eck liegenden Feuerwehr, sei „eine Katastrophe verhindert worden“, so Manfred Gerer.

Ruß überall

Das vor eineinhalb Jahren völlig neu gestaltete Kaufhaus allerdings schaut schlimm aus. Durch die Sogwirkung nach dem Bersten der Schaufenster wurde der Rauch bis zum vierten Stock hinaufgezogen, dabei entstand eine erhebliche Hitze. Am schlimmsten aber ist, dass sich der Ruß hinter sämtliche Verkleidungen gelegt hat. Um den Brandgeruch los zu werden, müssen alle abgehängten Decken entfernt, sämtliche Schränke zerlegt und alle Regale abgebaut werden – auch der Teppichboden wird erneuert.

Nachhilfe: Angebote weiter ausgebaut

Die Räume sind eingerichtet, das Telefon ist mittlerweile angeschlossen – brauchen nur mehr Schüler zu kommen.

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Doch da ist Klaus-Detlev Hirth, Inhaber der neuen Nachhilfeeinrichtung in Wasserburg, dem „Studienkreis“, recht zuversichtlich. Immerhin hat es gerade die Zwischenzeugnisse gegeben, für viele eine unerfreuliche „Stunde der Wahrheit“.

IRA-Bombe in Linienbus in London explodiert

Jeder fünfte Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren benötigt Nachhilfe – dieses Ergebnis einer Studie zitiert Hirth bei der Eröffnung seiner Einrichtung. Es ist die zweite dieser Art in Wasserburg: Schon seit 1990 wird in der „Schülerhilfe“ Nachhilfe erteilt. Immer mehr Schüler müssten ganz alleine mit ihrer Nachmittagsarbeit zurechtkommen, so Hirth. Vermutlich spielt aber auch der ungebrochene Trend zur möglichst „hohen“ Schulart eine große Rolle dafür, dass bei den „Lern-Ketten“, zu denen beide Einrichtungen gehören, ein Aufwärtstrend zu erkennen ist. Die neu eröffnete Filiale in Wasserburg gehört zu über 800 anderen „Studienkreisen“.

Weitere Meldungen in der Woche vom 15. bis zum 21.02.1996:

London – Die Explosion einer weiteren IRA-Bombe in einem Linienbus in London, bei der eine Person getötet und acht weitere schwer verletzt wurden, ist offenbar ein Unfall gewesen. Die irische pro-katholische Untergrundorganisation gab in einem Bekenneranruf zu, dass es sich um eine IRA-Bombe gehandelt habe. Der Anschlag hat die Chancen für die Rettung des Friedensprozesses für Nordirland weiter verschlechtert.

Letzte Titanic-Überlebende tot

Denver – Ein von einem ehemaligen Astronauten und drei weiteren Piloten gesteuertes Flugzeug hat beim Flug um die Erde einen neuen Rekord für Firmenmaschinen aufgestellt. Der Learjet 35-A landete vor einer begeisterten Menschenmenge auf dem Flughafen von Denver in den USA, nachdem er rund 37 800 Kilometer in der Zeit von genau 49 Stunden, 21 Minuten und 42 Sekunden zurückgelegt hatte.

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Bonn – Mehr als neun von zehn deutschen Autofahrern äußern sich „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“ über ihr Gefährt; vor 15 Jahren galt das nur für gut acht von zehn Befragten. Die meisten guten Noten erhalten Autos japanischer Hersteller von ihren Besitzern. Auch bei der Beurteilung der Zuverlässigkeit der Fahrzeuge und der Qualität der Werkstätten schnitten die japanischen Autos am besten ab.

London – Eva Hart, die letzte Überlebende der 1912 gesunkenen Titanic, ist im Alter von 91 Jahren in einem Londoner Hospiz gestorben. Hart war sieben Jahre alt, als das britische Passagierschiff auf seiner Jungfernfahrt vor der Küste von Neufundland einen Eisberg rammte und sank. Das Unglück forderte 1513 Menschenleben. Eva Hart setzte sich stets für Verbesserungen der Sicherheit in der Seefahrt ein.

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