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In alten Ausgaben geblättert

Vor 25 Jahren: Firma Meggle bereitet sich auf „Umweltbetriebsprüfung“ vor

Wasserburger Frühlingsfest 1993
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Wasserburger Frühlingsfest 1993

Vor 25 Jahren in der Wasserburger Zeitung: Mehr Polizeipräsenz beim Wasserburger Frühlingsfest.

Während des Wasserburger Frühlingsfests zeigt die Polizei mehr Präsenz auf den Straßen. Die Firma Meggle hat sich zu ökologischem Verhalten verpflichtet und breitet sich auf eine betriebsinterne Umweltprüfung vor. Ein Blick in die Zeitung von vor 25 Jahren.

Wasserburg – Frühlingsfestzeit ist traditionell auch Alkoholkontrollzeit – und so war am Auftaktwochenende die Polizei im Großeinsatz. 170 Fahrzeuge wurden insgesamt kontrolliert, 22 Fahrer durften ins Röhrchen blasen und einmal erstatteten die Beamten Anzeige. Der Alkomat und anschließende Bluttest hatten Werte von 1,1 Promille ergeben, der Führerschein wurde gleich kassiert. Bisher habe man Glück mit Unfällen gehabt, es sei kein Unfall bekannt geworden, bei dem Alkohol im Spiel war. Die Polizei appelliert an die Vernunft der Frühlingsfestbesucher: „Mit gutem Willen lässt es sich in der Regel organisieren, dass man abgeholt wird oder man eben zu Fuß geht.“

Die Firma Meggle bereitet sich derzeit intensiv auf eine „Umweltbetriebsprüfung“ vor. Mitte Juni wird das Unternehmen durch einen staatlich zugelassenen Umweltgutachter unter die Lupe genommen. Damit soll die „Meggle-Umwelterklärung“ offiziell bestätigt werden, in der sich das Unternehmen zu ökologischem Verhalten verpflichtet.

+++ Weitere Artikel und Nachrichten aus der Region Wasserburg finden Sie hier. +++

Die Ansätze der Umweltpolitik: Seit 1989 sind bisher 1,5 Millionen Mark in die Reduzierung der Wärmeabstrahlung gesteckt worden. In naher Zukunft ist zudem für die Sprühtürme der Einbau eines neuen Filtersystems geplant, das Staub und Schall reduzieren soll. Durch Verpackungsoptimierung habe man den Gewerbemüll von 1990 bis 1994 um 40 Prozent, 1995 um weitere 500 Tonnen reduziert.

In der Umwelterklärung des Unternehmens gibt es aber auch eine Reihe von allgemeinen Verpflichtungen. „Aus der Verantwortung gegenüber nachfolgenden Generationen“ müsse die Umweltfreundlichkeit Leitlinie des Handels und Entscheidungsgrundlage für alle Maßnahmen sein. Dabei sollten auch alle Mitarbeiter für das Anliegen sensibilisiert werden. „Jeder ist Umweltbeauftragter“, ist nun das offizielle Motto.

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Weitere Meldungen in der Woche vom 16. bis zum 22. Mai 1997:

Bonn – Nach über 25-jähriger parlamentarischer Diskussion hat der Bundestag beschlossen, dass die Vergewaltigung in der Ehe künftig unter Strafe gestellt wird.

Für einen entsprechenden interfraktionellen Antrag stimmen 471 Abgeordnete. 138 waren dagegen, 35 enthielten sich der Stimme. Die SPD-Parlamentarierin Ulla Schmidt sagte, die Neuregelung mache deutlich, dass mit dem Gang zum Standesamt kein rechtsfreier Raum entstehe.

München – Die Deutschen haben wieder mehr Ideen. Beim Deutschen Patentamt in München sind nach Angaben von Bundesforschungsminister Jürgen Rüttgers im vergangenen Jahr 64 894 Erfindungen und neue Produktionsverfahren angemeldet worden. Das sind fast 25 000 mehr als im Jahr 1990. Einen Durchbruch habe die Bundesregierung bei ihrem Ziel erreicht, die europäischen Patentgebühren zu senken. Sie werden zum 1. Juli im Schnitt um 20 Prozent niedriger.

London – Die britische Regierung will Tabakwerbung auch im Sport verbieten. Gesundheitsminister Frank Dobson kündigte an, dass Tabakproduzenten unter anderem nicht mehr als Sponsoren von Autorennen, Golf- und Rugbyturnieren auftreten dürfen. Den Organisatoren solle allerdings Zeit gegeben werden, neue Sponsoren zu finden.

München – Freibadbesucher oder Pfingstausflügler sollten sich wegen der zur Zeit sehr dünnen Ozonschicht über Deutschland nicht länger als 30 Minuten ungeschützt der Sonne aussetzen. Nach Messungen der Ozonforscher des Meteorologischen Observatoriums auf dem Hohen Peißenberg ist die UV-Strahlung im Pfaffenwinkel derzeit so hoch wie in Neapel und Kairo.

Volendam – Eine Madonnenstatue im holländischen Volendam weint seit Pfingsten rote Tränen. Gläubige haben Blumen für die Figur in einem öffentlichen Park niedergelegt. Vor zwei Jahren hatte bereits im Süden der Niederlande eine weinende Madonna für Aufregung gesorgt. Chemiker konnten das Phänomen damals auf das gute Wetter zurückführen. Das Harz, mit dem die Augen der Figur festgeklebt waren, war in der Sonne geschmolzen und tropfenweise über die Wangen der Maria gerollt.

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