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Vor 25 Jahren in der Wasserburger Zeitung

Vor 25 Jahren Debatte in Wasserburg: „Die Kirche ist kein Basketballplatz“

Wo sollen die Kinder im Burgerfeld Basketball spielen? Diese Frage stellte sich vor 25 Jahren der Wasserburger Bauausschuss.
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Wo sollen die Kinder im Burgerfeld Basketball spielen? Diese Frage stellte sich vor 25 Jahren der Wasserburger Bauausschuss.

Der Wasserburger Bauausschuss sucht einen geeigneten Platz für ein Basketballfeld abseits von Straßen und Kirchen. In der Pfarrgemeinde diskutieren die Wasserburger zur Schwangerschaftsberatung. Das stand im Fokus der Berichterstattung der Wasserburger Zeitung vor 25 Jahren.

Wasserburg – Basketballspielen sollen die Kinder und Jugendlichen im oberen Burgerfeld durchaus, die Frage ist nur: Wo? Denn Lärm wird von einigen Anliegern von allen möglichen Plätzen befürchtet. Diskutiert wurde die Errichtung eines Basketballfeldes aufgrund eines Antrags von Anne von Loewenfeld in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses.

Basketballfelder „kein passendes Umfeld für ein Gotteshaus“

In ihrem Schreiben wurden die, während der Woche kaum genutzten, Parkplätze beim Spielplatz und der St. Konrad Kirche favorisiert. Gegen die Nutzung der Parkplätze sprachen sich einige Mitglieder aus: Die Pietät der Kirche müsse gewahrt werden, Basketballfelder seien kein passendes Umfeld für ein Gotteshaus.

Weitere Artikel und Nachrichten aus der Region Wasserburg finden Sie hier.

Der zweite Bürgermeister, Dr. Ludwig Scheidacher, stand Spielflächen an öffentlichen Verkehrsflächen ebenfalls kritisch gegenüber. Nach heftigem Hin und Her kristallisierte sich der neben den Parkplätzen gelegene Spielplatz als zukünftige Basketball-Stätte heraus. Ziel soll nun sein, ein mindestens zehn mal zehn Meter großes Feld auf dem bestehenden Spielplatzgelände zu schaffen.

Appell: Schwangere nicht alleinlassen

„Kirchliche Schwangerschaftsberatung in der Diskussion“ – zu diesem Thema lud die Dekanatsarbeitsgemeinschaft Soziales die Pfarrgemeinderatsmitglieder ein. Zu Beginn erklärte Referentin Dorothee Thielen zur Überraschung der Zuhörer, dass der Anteil der Beratungen zum Paragraphen 219 nur einen kleineren Teil der Arbeit ausmache.

Die meisten Frauen kämen mit dem mehr oder weniger festen Entschluss, das Kind austragen zu wollen. Sie hätten jedoch unterschiedliche Problemsituationen. Dazu gehörten sowohl finanzielle Unterstützung als auch Beratung bei Partnerschaftskonflikten, Arbeitslosigkeit, Verschuldung, Sucht, Verhandlungen mit Marklern und Vermietern sowie Schwierigkeiten am Arbeitsplatz.

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Die Teilnehmer waren sich in der abschließenden Diskussion einig, dass die Kirche in der Schwangerschaftsberatung bleiben müsse. Der von einigen Bischöfen und Gläubigen geforderte Rückzug hätte zur Folge, die Schwangeren alleine zu lassen und christliche Verantwortung nicht zu übernehmen.

Aktuelle Artikel und Nachrichten finden Sie in unserem Dossier zur Corona-Pandemie

Weitere Meldungen in der Woche vom 26. April bis zum 2. Mai 1996:

Hamburg – Nach dem glücklichen Ende des Entführungsdramas um den Hamburger Multimillionär Jan Philipp Reemtsma hat die Polizei die Jagd auf die Kidnapper eröffnet: 100 000 Mark Belohnung wurden ausgesetzt. Reemtsma war vor seiner Haustür entführt und nach 33 Tagen Gefangenschaft in einem Kellerverlies in Maschen bei Hamburg freigelassen worden. Zuvor waren zwei Geldübergaben gescheitert.

Nie wider Tschernobyl

Kiew – Unter dem Motto „Nie wieder Tschernobyl“ legten am zehnten Jahrestag der Reaktorkatastrophe zahlreiche Menschen an einem Mahnmal in der ukrainischen Hauptstadt Blumen für die Opfer nieder und entzündeten Kerzen. „Noch nie hat die Menschheit ein Unglück erlebt, dessen Ausmaß so groß ist und dessen Folgen so gravierend und schwer zu beseitigen sind“, sagte Russlands Präsident Jelzin in seiner Ansprache. Die Atomtechnik müsse sicherer gemacht werden, um solche Tragödien für die Zukunft zu verhindern.

Weilheim – Die Sonne über Oberbayern wird immer aggressiver. In den vergangenen Schönwettertagen wurde ein atmosphärischer Ozonrückgang von 15 Prozent gemessen. Im Frühjahr können Sonnenhungrige damit eine im Schnitt 30 Prozent über dem Normwert liegende UV-Dosis abbekommen. Da die Haut jetzt noch nicht sonnendadaptiert ist, kommt es schnell zu Verbrennungen.

Bremen – Deutschland bleibt als Urlaubsort beim internationalen Publikum beliebt. Im Vergleich der Reiseziele rangiert die Bundesrepublik hinter Frankreich, den USA und Spanien an vierter Stelle. 1995 übernachteten 32 Millionen ausländische Gäste in Deutschland, 2,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Dallas – Mit ein wenig Haydn zum Hamburger will das Schnellrestaurant McDonalds in Texas unliebsames Publikum vertreiben. Aus den Lautsprechern in und vor dem Restaurant rieselt neuerdings klassische Musik. Die Betreiber versprechen sich von den Klängen, dass sie unerwünschte Gäste vertreiben. Die zahlenden Kunden würden das Programm genießen, versichert ein Manager.

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