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IN ALTEN BÄNDEN GEBLÄTTERT

Vor 25 Jahren berichtete die Wasserburger Zeitung: Kölbl und Geiger im Wahlkampf auf einer Bühne

Auch heute noch Bürgermeister: Michael Kölbl, der vor 25 Jahren im Wahlkampf mit Gegenkandidat Dr. Martin Geiger bei einer Podiumsdiskussion auf einer Bühne stand. Unser Bild stammt vom Wahlkampf im Februar 2020.
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Auch heute noch Bürgermeister: Michael Kölbl, der vor 25 Jahren im Wahlkampf mit Gegenkandidat Dr. Martin Geiger bei einer Podiumsdiskussion auf einer Bühne stand. Unser Bild stammt vom Wahlkampf im Februar 2020.

Zum ersten Mal im Wahlkampf zeigen sich die beiden Bürgermeisterkandidaten in einer Podiumsdiskussion gemeinsam auf der Bühne. Im Wasserburger Gymnasium stehen nach 15 Monaten Arbeit die Schülerinnen und Schüler als Musicaldarsteller im Rampenlicht. Was sonst noch vor 25 Jahren in der Wasserburger Zeitung stand, lesen Sie hier.

Wasserburg – Es war das erste Mal in der lange dauernden Wahlkampfphase, dass die beiden Bürgermeisterkandidaten, Bürgermeister Dr. Martin Geiger (Wasserburger Block) und Michael Kölbl (SPD) gemeinsam auftraten. Der Wirtschaftsförderungsverein hatte zu einer Podiumsdiskussion ins Hotel Fletzinger geladen.

Erstaunliche Einigkeit

Auf den ersten Blick waren sich die Kandidaten in ihren Vorstellungen über die künftige Entwicklung der Stadt Wasserburg erstaunlich einig: Dass der Durchgangsverkehr durch die Altstadt beruhigt werden solle und der Personennahverkehr, ganz gleich ob Bus oder Bahn, verbesserungswürdig sei, war für beide Kandidaten klar. Einigkeit herrschte auch noch weitgehend beim Thema Arbeitslosenquoten. Es müsse alles getan werden, diese weiterhin so niedrig wie möglich zu halten. Kontroverser wurden die Meinungen bezüglich der Haushaltsplanung. So plädierte Kölbl für einen konsequenten Abbau des Schuldenberges. Dr. Geiger wies auf den Schuldenabbau der letzten Jahre hin und meinte mit Blick auf gekürzte Zuschüsse „So schlecht ist die Finanzlage der Stadt nicht.“ „Der Unterschied liegt vor allem in der Struktur der Person“, erklärte Michael Kölbl zur abschließenden Frage. Ihm bedeute Bürgernähe, Bürgersprechstunden, Versammlungen in den Ortsteilen und eine Klimaverbesserung im Stadtrat sehr viel. Aber auch Dr. Geiger versprach, im Falle einer Wiederwahl die „täglichen Bürgersprechstunden nach Vereinbarung vorzuziehen“.

Musical am Gymnasium

Eine Doppel-Premiere gab es in der Aula des Luitpold-Gymnasiums: Nach fast 15 Monaten, in denen mehrmals pro Woche getanzt, gesungen und geprobt wurde, kam das Musical „A Chorus Line“ mit über 100 Mitwirkenden zur Aufführung. Dies sei zudem das erste Musical, das in Wasserburg gezeigt werde, freute sich Schulleiter Dr. Otto Helwig.

Lesen Sie auch: Serie vor 25 Jahren: Obermeister der Bauinnung Wasserburg-Ebersberg malt düsteres Bild

Um die Aula in eine Bühne zu verwandeln, arbeitete der Kunsterzieher Edi Gloner mit sechs Schülern die letzten Tage und Nächte vor der Premiere buchstäblich durch. Die für das Projekt verantwortlichen Musiklehrer, Astrid und Ernst Hofmann, träumten schon lange davon, einmal gemeinsam mit Schülern ein Musical zu erarbeiten. Auch Schulchor und Orchester sollten die Möglichkeit haben, in einem Stück aufzutreten. Da die Kartennachfrage enorm groß ist, sind bereits Zusatzvorstellungen geplant.

Weitere Meldungen in der Woche vom 1. bis zum 7. März 1996:

München – Bayern ist nach wie vor das sicherste Bundesland: Die Kriminalität war 1995 erstmals seit 1987 rückläufig, die Aufklärungsquote konnte leicht gesteigert werden. Kopfzerbrechen bereiten Polizei und Innenministerium hingegen eine dramatische Zunahme der Rauschgiftdelikte sowie die organisierte Kriminalität, die sich weiter auf dem Vormarsch befindet.

Washington – Die rund 250 Wissenschaftler auf den beiden US-Forschungsstationen in der Antarktis werden in diesem Winter ohne frisches Obst und Gemüse auskommen müssen. Wie die Behörden mitteilten sind die Dienste den Sparmaßnahmen der Regierung zum Opfer gefallen. Bisher waren die Forscher einmal im Winter per Transportflugzeug mit Post, Frischobst und anderen Gütern versorgt worden – die Kosten betrugen rund eine Million Dollar.

Köln – Weltweit sterben jährlich rund 600 000 Frauen durch Schwangerschaft oder die Geburt ihres Kindes. Die hohe Müttersterblichkeit sei ein Beweis für den niedrigen Status der Frau in der Gesellschaft, erklärte Unicef. Nach Schätzungen seien weltweit nur bei der Hälfte aller Entbindungen Ärzte oder ausgebildete Geburtshelferinnen anwesend.

Moskau – Der ehemalige sowjetische Präsident Michail Gorbatschow hat seine Absicht verkündet, bei der russischen Präsidentenwahl zu kandidieren. Gorbatschow deutete an, dass er das demokratische Lager in Russland besser führen könne als sein Nachfolger Boris Jelzin. Bundespräsident Herzog würdigte anlässlich des 65. Geburtstags von Gorbatschow dessen Verdienste um die deutsche Einheit.

Albuquerque – Nach einem Leben als Versuchstiere sollen Schimpansen in den USA in einer Art Seniorenheim einen angenehmen Lebensabend verbringen. Der Gründer der Coulston Stiftung, Frederick Coulston, erklärte, er wolle ein „Nationales Zentrum für das Studium alternder Primaten“ gründen. „Diese Tiere haben einen Ruhestand in Würde und Pflege verdient“, sagte er, „sie haben sich um das Wohl der Menschen verdient gemacht.“

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Rund 600000 Frauen starben im Jahr 1996 durch Schwangerschaft oder Geburt, meldete die Wasserburger Zeitung in der ersten Märzwoche vor 25 Jahren.

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