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In alten Ausgaben geblättert

Vor 25 Jahren: Bahnhof in Reitmehring wird renoviert

Im Jahr 1996 entstand dieses Foto auf der Strecke Rosenheim Mühldorf in der Nähe von Reitmehring.
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Im Jahr 1996 entstand dieses Foto auf der Strecke Rosenheim Mühldorf in der Nähe von Reitmehring.

Tropische Temperaturen macht der Wasserburger Arbeitswelt zu schaffen. Ein Blick in die Zeitung von vor 25 Jahren.

Von: Laura Hofner

Wasserburg am Inn – Der Bahnhof in Reitmehring wurde renoviert . Die Erneuerung stellt sich rasch als Erfolg heraus. Außerdem müssen Wasserburger Polizisten und Bankangestellte schwitzen, denn trotz „tropischer Temperaturen“ darf auf die lange Arbeitskleidung nicht verzichtet werden.

Nun wird es auch äußerlich sichtbar. Mit der Bahn geht es in Wasserburg weiter aufwärts. Der Bahnhof Reitmehring wird nach einer Schaltermodernisierung an der Fassade renoviert. Wann sie das letzte Mal erneuert wurde, daran kann sich in Reitmehring niemand mehr erinnern, „30 Jahre ist es sicher her“. Schließlich gab es auch viele Jahren, in denen „Wasserburg Bahnhof“ der Schließung näher als dem Ausbau war: Die Strecke nach Mühldorf war gesperrt, die Verbindung nach Rosenheim ebenfalls vorübergehend geschlossen und nach Ebersberg war das Zugangebot so ausgedünnt, dass kaum jemand mehr einen Fuß in die roten Schienenbusse setzen wollte. Davon spricht jetzt niemand mehr. Die Aktivierung der drei Bahnstrecken hat das Fahrgastaufkommen deutlich gesteigert. Allein seit der Taktverdichtung auf der Linie nach Grafing haben sich die Passagierzahlen in etwa verdoppelt. Die Wasserburger Bahnmitarbeiter sind zufrieden: „Jetzt sind wir auch technisch auf dem Laufenden.“ Ein paar Ideen für Verbesserungen hätten sie allerdings schon noch. Vor allem die Tarife Richtung München müssten attraktiver werden. „Schön wär’s!“, seufzt Alfred Hödl und lacht dann.

Nein, Polizisten in kurzen Hosen und Sandalen seien selbst bei den hochsommerlichsten Temperaturen nicht vorstellbar, so der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion, kurze Ärmel die einzige „Marscherleichterung“. Auch in anderen Bereichen fällt die Kleiderordnung für Wasserburger Berufstätige eher strikt aus. Bei der Sparkasse wird bei den nahezu tropischen Temperaturen nicht großartig von der normalen Bekleidungsverordnung abgewichen. Frauen können die Rocklänge variieren, Männer können auf kurze Ärmel ausweichen, die Krawatte bleibt aber Pflicht. Im Rathaus gibt es hingegen keine Kleiderordnung, so Alfred Hundsmaier, die Mitarbeiter dürften selbst entscheiden, inwieweit sie die Hüllen fallen lassen. Solange kein direkter Publikumsverkehr herrsche, sei auch T-Shirt oder eine chice kurze Hose in Ordnung.

Weitere Meldungen in der Woche vom 22. bis zum 28. August 1997:

Berlin – Der letzte DDR-Staats- und Parteichef Egon Krenz ist wegen Totschlag an DDR- Flüchtlingen zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt und im Gerichtssaal verhaftet worden. Gegen den Ostberliner SED-Chef Günter Schabowski und den SED-Wirtschaftsfachmann Günther Kleiber verhängte das Berliner Landesgericht jeweils drei Jahre Haft. Krenz kündigte an, in Revision gehen zu wollen.

Wien – In Österreich soll bald das Telefonieren mit Handys ohne Freisprecheinrichtung während der Fahrt verboten werden. An einem entsprechenden Gesetzentwurf werde gearbeitet, berichtete das Verkehrsministerium. Eine Studie hatte nachgewiesen, dass sich die telefonierenden Autofahrer wesentlich rücksichtloser verhalten als Lenker, die sich voll auf das Straßengeschehen konzentrieren.

Bonn – Das Interesse am Fleischkonsum bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland ist trotz der Diskussion um Rinderwahn ungebrochen. 95 Prozent der jungen Leute essen mehr oder weniger regelmäßig Fleisch, wie aus einer Studie über Ernährungsverhalten hervorgeht. Beliebtestes Gericht ist das Schnitzel „in allen Variationen“.

Helsinki – Ein Brandanschlag auf US-Popstar Michael Jackson während eines Konzertes ist in

Helsinki vereitelt worden. Der Täter, ein 22-jähriger Finne, wurde vor Konzertbeginn festgenommen, als er an der Bühne Benzin ausschütten und es anzünden wollte. Der Finne begründete die Brandstiftung aus religiösen Gründen, Jackson führe die Jugend in die falsche Richtung.

Frankfurt – Im Dschungel Vietnams haben Wissenschaftler eine neue Hirschart entdeckt. Die nach ihrem Fundort benannte Truong-Son-Muntjaks seien mit einer Größe von nur 50 Zentimetern die kleinste von sieben Muntjak-Arten, berichtete die Umweltstiftung World Wide Fund for Nature (WWF). Lebende Exemplare des 15 Kilo schweren Hirsches wurden noch nicht gesichtet, die Erkenntnisse basieren auf der Untersuchung von 18 Schädeln erlegter Tiere.

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