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Vor 25 Jahren in der Wasserburger Zeitung

320.000 Paare Handschuhe gingen monatlich aus Haag in die ganze Welt

Einst der größte Arbeitgeber in Haag: „Handschuh Fischer“, der vor 25 Jahren seine Tore schloss.
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Einst der größte Arbeitgeber in Haag: „Handschuh Fischer“, der vor 25 Jahren seine Tore schloss.
  • VonLudwig Meindl
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Vor 25 Jahren sperrte der einst größte Arbeitgeber in Haag zu: Handschuh Fischer. Hier waren einmal 1000 Mitarbeiter beschäftigt, die monatlich 320.000 Paare Handschuhe fertigten und rund um den Erdball verschickten. Was 1996 sonst noch im September in Haag los war, lesen Sie hier.

Haag – Als die Haager Volkshochschule vor 25 Jahren ihr Herbstprogramm herausgab, zählte sie 50 Kurse weniger als heute. Damals stellte der Gemeinderat für das heutige „HEP“ die Weichen. Das Haager Einkaufszentrum entwickelte sich zum Kundenmagneten im Westen.

Marktplatzfest in Zehentstadel verlegt

Das Marktplatzfest musste wegen nasskalter Witterung in den Zehentstadel verlegt werden. Damals engagierten sich noch die Jugendlichen und luden an die „Bar der Besten im Süden, Osten und Westen“. Zum Weißwurstfrühschoppen hatte sich auch Pfarrer Rott eingefunden. Kulturchef Erwin Kohl erhielt von der Jugend ein signiertes T-Shirt.

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Kontakte knüpfte die Gemeinde mit einer rumänischen Stadt, wohin Zweiter Bürgermeister Hans Kürzeder Hilfslieferungen gebracht hatte. Eine rumänische Abordnung besuchte die Haager Einrichtungen vom Altersheim bis zu Molkerei und Bauhof. Aus den angeregten weiteren privaten und geschäftlichen Beziehungen bis zum Schüleraustausch wurde nichts.

Erst drastischer Stellenabbau, dann Schließung

Die Haager Traditionsfirma Fischer, die einmal mit 1000 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber am Ort war, hatte nach dem Tod des Firmenchefs einen drastischen Stellenabbau und schloss nun auch für die verbliebenen 24 Mitarbeiter die Tore. Vom „Handschuh Fischer“ gingen aus Haag monatlich 320.000 Paare Handschuhe in die ganze Welt, später kam die Fertigung der „heißen Höschen“ hinzu.

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Gerüchte gingen um vom Abriss des Gebäudes und von der Planung von Supermärkten, die heute auf dem ehemaligen Fischer-Gelände stehen.

Großprojekt mit Disko geplant

Die Gemeinde plante „westlich der BayWa“ ein Großprojekt mit Supermarkt, Tanzlokal, Disko und Pizzeria. Einer völligen Fehleinschätzung unterlag dabei ein SPD-Gemeinderat, der prognostizierte, Haag brauche außer dem einen innerörtlichen keinen Supermarkt. Aus Pizzeria, Tanz und Disko wurde nichts. Nachdem aber die Gewerbe von Lidl, Durmeier und Edeka zuerst Fuß gefasst hatten, folgten auf die 15 137 Quadratmeter westlich der BayWa die Müller-Drogerie, AWG-Bekleidung, Getränkemarkt Lentner und der Penny-Supermarkt. Das weitere Areal Richtung B15 mit 13 500 Quadratmeter Grundstücksfläche nahm dann den dm-Markt auf, Mode Takko, Bäckerei und Café Bachmeier und Aldi.

Der Herbstmarkt wurde mit 47 Fieranten zum Publikumsrenner.

Gerüchte um Brauerei Moy

Erste Gerüchte verdichteten sich von einer bevorstehenden Schließung der Brauerei Moy, die seit den Tagen der Haager Grafen im 16. Jahrhundert bestand. Der aktuelle Eigentümer und Graf von Moy saß in Freising und wollte rationalisieren. Die „Haager Bühne“ bereicherten 30 Kinder, die sich um eine Rolle des Weihnachtstheaters „Häwelmann“ rissen. Initiatoren waren Theaterchef Erwin Kohl und Regisseur Peter Ebel.

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Als „wertvolle Gehölze“ stufte der Gemeinderat neben anderen die Bäume am einstigen Kern-Garten beim Bräuhausplatz und die Linde an der Hörmann-Villa ein. Zwei davon stehen nicht mehr: die Kastanie am Habichtkobel wurde von Jugendlichen verwüstet, die morsche Linde an der Wies-Kapelle musste gefällt werden.

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