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VOR 25 JAHREN IN DER WASSERBURGER ZEITUNG

Unglaublich: 1996 gab es in Wasserburg ein Überangebot an Kindergartenplätzen

Einen originellen Abistreich hatten sich die Absolventen des Jahrgangs 1996 am Luitpoldgymnasium einfallen lassen. Im Stile einer richtigen Demo zogen sie mit entsprechender Lautuntermalung zum Gaudium der anderen Schülerinnen und Schüler mit Fahrrädern auf dem Innenhof des Gymnasiums ein. Mit dabei ein historischer Traktor ohne Gummiräder und diverse Forderungen an die Schulleitung, nicht ohne humoristischen Hintergrund. Mit im Demogepäck: Transparente mit Aufschriften wie ‚Weg mit den Vorhängen! Mehr Licht für die Photosynthese!‘ oder ‚Die Rechte der Trinker bleiben auf der Strecke. Rauchereck den Rauchern. Wo bleibt die Bierecke?‘
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Einen originellen Abistreich hatten sich die Absolventen des Jahrgangs 1996 am Luitpoldgymnasium einfallen lassen. Im Stile einer richtigen Demo zogen sie mit entsprechender Lautuntermalung zum Gaudium der anderen Schülerinnen und Schüler mit Fahrrädern auf dem Innenhof des Gymnasiums ein. Mit dabei ein historischer Traktor ohne Gummiräder und diverse Forderungen an die Schulleitung, nicht ohne humoristischen Hintergrund. Mit im Demogepäck: Transparente mit Aufschriften wie ‚Weg mit den Vorhängen! Mehr Licht für die Photosynthese!‘ oder ‚Die Rechte der Trinker bleiben auf der Strecke. Rauchereck den Rauchern. Wo bleibt die Bierecke?‘

Der 2. „Pillenknick“ stellte die Stadt Wasserburg vor Probleme: Die Kinderzahlen gingen weiter zurück. Der Kindergarten in Attel hatte bereits geschlossen, nachdem dort die Nachfrage nicht ausreichend war.

Wasserburg – Schon im Herbst 1996 werden die Kinderzahlen in Wasserburg zurückgehen, sodass rechnerisch eine Überversorgung mit Kindergartenplätzen vorhanden ist. 103 Prozent Abdeckung rechnete die Kämmerei aus, auf 381 Plätze kommen 355 Kinder im Alter von 3 bis 5 Jahren.

Lesen Sie auch: Stadt Wasserburg macht Tempo beim Kindergarten-Ausbau

Bürgermeister Dr. Geiger sieht damit neue Probleme. Immerhin hat der Kindergarten in Attel schon geschlossen, nachdem dort die Nachfrage nicht ausreichend war. Trotz Umverteilungen der Kinder zwischen den Stadtteilen könnte es bei einigen Nachmittagsgruppen schwierig werden, „die förderfähige Mindestgruppenstärke von 15 Kindern zu erreichen“. Im Herbst 1997 rechnet man mit einem weiteren und dann drastischen Rückgang.

An dieser Entwicklung kann die Stadt nichts ändern, reagieren muss sie dagegen auf den zunehmenden Zuschussbedarf der Kindergärten. Die Kosten stiegen in einem Jahr um fast 10 Prozent auf 1,1 Millionen Mark, das Defizit auf 815.000 Mark. Und mit sinkenden Kinderzahlen wird es weiter in die Höhe schnellen.

Radverbindung zwischen Altstadt und Burgau

Die Radverbindung zwischen Altstadt und Burgau bleibt weiter ein Problem, soll nun aber zumindest im 1. Abschnitt stadtauswärts bis zum Köbingerberg leicht verbessert werden. Zwar gibt es dort seit einigen Wochen eine Ausschilderung im Bereich der Rampe, doch die Randsteinabsenkungen fehlen. Wer beispielsweise von der Burg her kommt, muss erst absteigen und einen hohen Bordstein überwinden, bevor er mit dem Rand auf „seinen“ Weg gelangt.

Entsprechende Absenkungen sollen geschaffen werden. Geprüft wird auch die Möglichkeit einer roten Fahrbahnmarkierung für Radfahrer zumindest oberhalb des Rottmooser Kellers, wo der Radweg jetzt endet. Ziel müsse weiterhin eine komplette Rad-Verbindung in beide Richtungen sein, so Bürgermeister Dr. Geiger. Aber im Moment sieht er dazu keine Möglichkeit.

Lesen Sie auch: Wasserburger feiern an Orten, die es bald nicht mehr gibt

Weitere Meldungen in der Woche bis zum 27. Juni 1996:

Saarbrücken – Seit Beginn der Rinderseuche BSE müssen die deutschen Rinderzüchter monatliche Verluste von einer Gesamthöhe zwischen 45 und 50 Millionen Euro hinnehmen. Viele Rinderzüchter befänden sich wegen fehlender Nachfrage am Rande der Existenznot, so der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Constantin von Heeremann. Für jedes Rind lege der Landwirt derzeit zwischen 300 und 400 Mark drauf.

München – Vision oder schon bald Realität? Der Münchner Hauptbahnhof soll 40 Meter unter die Erde gelegt werden. Dieses Konzept präsentierte Bahn-Chef Heinz Dürr. Der jetzt bestehende oberirdische Sackbahnhof mit 36 Gleisanlagen sei antiquiert und könne den Erwartungen der Zukunft nicht mehr entsprechen.

„Chain Gangs“ verboten

Montgomery – Der US-Bundestaat Alabama hat beschlossen, Häftlinge bei der Arbeit außerhalb der Gefängnisse nicht mehr aneinander zu ketten. Ein Jahr nach der Wiedereinführung der als unmenschlich kritisierten „Chain Gangs“ lenkten die Behörden damit in einem Prozess ein, den eine Bürgerrechtsorganisation angestrengt hatte. In 5-er-Gruppen und weißer Baumwollkleidung waren die Gefangenen zum Säubern von Straßengräben eingesetzt worden.

Berlin – Während sich mancher schon mit Souvenirs für den Papst-Besuch eindeckte, dankte Bundespräsident Roman Herzog dem Heiligen Vater für seinen Beitrag zum Frieden. Zum Auftakt des 3-tägigen Deutschlandbesuches erinnert er an den letzten Besuch des Papstes 1987, als noch niemand die politischen Umwälzungen habe ahnen können. „Ich möchte Dank für das zum Ausdruck bringen, was sie durch Ihr Amt und Ihre Person zum Fall des Eisernen Vorhangs beigetragen haben“, so Herzog.

Helsinki – Zu einer seltenen Form von Umweltbelastung haben die hohen Alkoholsteuern in Finnland geführt. Die bankrotte Brauerei Lappeenranta leitete im Südosten des Landes eine halbe Million Liter trinkfertiges Bier über die Kläranlage einer benachbarten Papierfabrik in den Salmaa-See. Die Brauerei hatte Konkurs anmelden müssen und verfügte damit nicht mehr über die Mittel, um die fälligen Steuern für den Verkauf des Restlagers abzuführen.

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