Dank von einem Promi

Von Rott nach Beirut: Feuerwehr gibt ausgedientes Fahrzeug in den Libanon ab

Dieses ausgediente Feuerwehrfahrzeug übergaben Bürgermeister Daniel Wendrock, Spender Franz Riedl und Feuerwehrkommandant Manfred Lunghammer (von links) an die Orienthilfe.
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Dieses ausgediente Feuerwehrfahrzeug übergaben Bürgermeister Daniel Wendrock, Spender Franz Riedl und Feuerwehrkommandant Manfred Lunghammer (von links) an die Orienthilfe.

Ihr ausgedientes Feuerwehrfahrzeug „Florian Rott 21/1“ hat Rott an den Verein Orienthelfer abgegeben. Die Hilfe für den Libanon war auf Initiative des Gemeinderatsmitgliedes Franz Riedl zustande gekommen. Dafür dankte auch Kabarettist Christian Springer.

Rott – Der Verein Orienthelfer hat sich unter seinem Vorstand, dem aus Funk und Fernsehen bekannten Kabarettisten Christian Springer, das Ziel gesetzt, die Zukunftsperspektiven der von dauerhaften Krisen heimgesuchten Menschen im Nahen Osten durch praktische und tatkräftige Hilfe vor Ort zu verbessern. Im Mittelpunkt der Initiativen stehen die Förderung von Bildungsprojekten für Kinder und Jugendliche mit Fokus auf syrische Flüchtlinge und die Unterstützung der oft hoffnungslos unterfinanzierten Rettungsdienste im Libanon. Hier liegt neben Syrien das derzeitige Kerngebiet der Arbeit von Orienthelfer.

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Rettungskräfte im Libanon unterfinanziert

Das von schweren wirtschaftlichen und politischen Krisen erschütterte Libanon hat mit seinen rund 5,5 Millionen Einwohnern in den vergangenen Jahren allein 1,5 Millionen Bürgerkriegsflüchtlinge aus dem Nachbarland Syrien aufgenommen, die oftmals unter katastrophalen Zuständen, fernab von Bildungschancen und Infrastruktur, ihr Dasein fristen.

So sind auch die Feuerwehren hoffnungslos unterfinanziert. Offiziell eine Staatsaufgabe, fehlt es ihr in dem überschuldeten Land an allem: An Fahrzeugen, Ausrüstungsgegenständen und Infrastruktur.

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„Ich bin mir sicher: Unser altes Feuerwehfahrzeug kann und wird wertvolle und dringend benötigte Hilfe für ein schwer gebeuteltes Land bringen“, betonte Bürgermeister Daniel Wendrock (parteilos) bei der Übergabe des Fahrzeuges an die Orienthelfer am 25. Februar auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr in Rott.

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Das Tanklöschfahrzeug 16/25 hatte der Rotter Feuerwehr 32 Jahre lang gedient und wurde – noch voll funktionstüchtig – im letzten Jahr aus dem Fuhrpark entlassen. Die Mitglieder der Rotter Feuerwehr hatten das Fahrzeug mit ausgedienten, aber noch einsatzfähigen Ausrüstungsgegenständen für den Nahen Osten aufgerüstet.

Die Zahlung des Kaufpreises an die Gemeinde Rott hatte der Rotter Unternehmer und ehemalige Gemeinderat Franz Riedl durch eine Spende an die Orienthilfe ermöglicht. Riedl war es auch, der den Kontakt zwischen Gemeinde und Verein initiiert hat, nachdem er im vergangenen Jahr in Markt Schwaben ein ähnliches Projekt finanziert hatte. „Ich bedanke mich bei Franz Riedl und bei unserer Feuerwehr, die dieses Zeichen der Solidarität für den Nahen Osten überhaupt erst ermöglicht haben“, so Wendrock bei der Übergabe.

Christian Springer bedankt sich in Abwesenheit

Und Feuerwehrkommandant Manfred Lunghammer ergänzte: „Ich wünsche den neuen Nutzern allzeit gute Fahrt. Und ich hoffe, wir bekommen das eine oder andere Foto vom Einsatz im Libanon zu sehen.“ Ein Wunsch, den der Verein Orienthelfer nach Möglichkeit gerne erfüllen wird.

„Geste der Solidarität„

Christian Springer bedankte sich mit Nachdruck bei der Gemeinde Rott, beim Spender und vor allem bei den Feuerwehrkollegen, die, so Springer, nicht müde seien, trotz der schwierigen Situation derzeit bei uns im Land, weiterhin engagiert über ihren Tellerrand zu schauen und diese Geste der Solidarität überhaupt erst ermöglicht haben.

Zugleich bedauerte der Kabarettist und Gründer des Vereins sehr, dass er aufgrund der Corona-Maßnahmen bei der Übergabe persönlich nicht mit dabei sein konnte.

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