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Von Däumelinchen zur Maja

Theatermacher Jörg Herwegh hat sich für die Kinder eine ganz besonderes Online-Mitmach-Aufführung ausgedacht.
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Theatermacher Jörg Herwegh hat sich für die Kinder eine ganz besonderes Online-Mitmach-Aufführung ausgedacht.

Wasserburg – Das Theater Herwegh aus Wasserburg hat bis Ende Februar alle Präsenzveranstaltungen auf der Bühne abgesagt.

Jetzt wagt es stattdessen ein neues Experiment: Per Videokonferenz bieten die Theatermacher ein Puppen-Theater für Kinder an. Dabei sind die Zuschauer über Mikrofon und Kamera live zugeschaltet und können bei der Aufführung selbst in das Geschehen eingreifen.

Wirtschaftlichnicht darstellbar

Eigentlich ist das Mitmach-Theater für Kinder ein fester Bestandteil im Spielplan des Theater Herwegh. Statt live auf der Bühne führt Theaterleiter Jörg Herwegh wegen Corona jetzt aber zum ersten Mal ein Stück per Online-Videokonferenz auf. Sein neues Werk heißt „Däumelinchen und Däumling“.

Jörg Herwegh: „Wir haben bis Ende Februar unsere Bühnenvorstellungen abgesagt. In den uns in der Region zur Verfügung stehenden Sälen sind 25 Prozent Maximalauslastung und 2G plus wirtschaftlich nicht darstellbar. Unser Theaterbetrieb lebt von den Einnahmen. Wir müssten die Preise erhöhen, zumal wir zur Kontrolle von 2G plus Personal bräuchten. Das wäre in der jetzigen Situation mit gestiegenen Lebenshaltungskosten ein falsches Signal.

Für Kinder gelten diese Einschränkungen zwar nur bedingt, aber es ist bei uns gute Tradition, dass sehr häufig die Großeltern die Kinder in die Vorstellung begleiten.“ Darum wird das Präsenztheaterstück „Die Geschichte von Herrn Wolf und Frau Fuchs“ auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Stattdessen spielt Jörg Herwegh „Däumelinchen und Däumling“ nach dem Märchen von Hans Christian Andersen. Dabei geht es um ein nur daumenlanges Mädchen. Es durchsteht viele Abenteuer, ehe es auf ihren Däumling trifft, der ihr den neuen Namen Maja gibt.

„Andersens Bearbeitungen von Volksmärchen und Sagen sind einzigartig und vielschichtig. Sie gehören zur Weltliteratur“, schwärmt Herwegh. Damit die zuschauenden Kinder ab fünf Jahren in der Video-Live-Konferenz nicht nur konsumieren, sondern auch kreativ tätig werden, wagt Jörg Herwegh ein Experiment: Die Kinder werden während der Aufführung vom Schauspieler immer wieder um Rat gefragt, können eigene Ideen einbringen und vor allem auch Rollen mitspielen.

Jörg Herwegh: „Wir alle haben ja nun unsere Erfahrungen mit den Online-Konferenzen gemacht und gelernt, dass diese Form der Kommunikation anders funktioniert und neue Regeln braucht. Bei den Online-Vorstellungen werden gewöhnlich Kameras und Mikrofone der Zusehenden ausgeschaltet. Bei „Däumelinchen und Däumling“ nicht. Die Kinder sollen ja zu sehen und zu hören sein.“ Der Eintritt für diese Theatervorstellung wird über die Homepage www.theater-herwegh.de oder telefonisch über 0 16 2/ 7 30 08 87 bezahlt. Dafür erhalten die Zuschauer am Vorstellungstag einen Link zur Zoom-Konferenz.

Hausaufgabe fürdie Vorstellung

„Es gibt ein Familienticket mit unbegrenzter Anzahl der Teinehmer“, kündigt Herwegh an.

Die teilnehmenden Kinder haben für die Vorstellung eine Hausaufgabe vorzubereiten: Sie sollen eine Blume malen und ihren Vornamen darunterschreiben. Diese Blume soll während der Videokonferenz so aufgehängt oder -gestellt werden, dass man den Vornamen lesen kann. Die bislang geplanten Online-Vorstellungen finden am Samstag und Sonntag, 18. und 19. Dezember, Freitag, 24., sowie Donnerstag, 30. Dezember, um jeweils 11 Uhr statt. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.theater-herwegh.de.