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Aus der Mitgliederversammlung

VHS Wasserburg will Corona hinter sich lassen und neu durchstarten

Zum Abschied ein Geschenk aus den Händen des VHS-Chefs Schulan: Karl Fischberger scheidet als Vorstandsmitglied aus.
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Zum Abschied ein Geschenk aus den Händen des VHS-Chefs Schulan: Karl Fischberger scheidet als Vorstandsmitglied aus.
  • Winfried Weithofer
    VonWinfried Weithofer
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Die VHS nur online? Das kann sich Jürgen Schulan, Vorsitzender der Volkshochschule Wasserburg e. V., beim besten Willen nicht vorstellen. Die Bedeutung von Präsenzunterricht kann man nicht hoch genug ansiedeln. Durch Corona hat es bei den Online-Kursen einen enormen Aufschwung gegeben. Waren es 2019 im Frühjahr noch 15 Kurse, so stiegen die bis Herbst 2020 auf 126 an.

Wasserburg – Gleich zwei Mitgliederversammlungen an einem Abend hat die Volkshochschule Wasserburg absolviert – die für 2019, die im vergangenen Jahr wegen Corona ausfallen musste, sowie die reguläre Zusammenkunft für das Berichtsjahr 2020.

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Dabei galt es, über eine wichtige Personalie zu entscheiden: Da Karl Fischberger seit dem vergangenen Jahr nicht mehr Bürgermeister von Soyen ist, musste für ihn ein Nachfolger als Vorstandsmitglied der VHS gefunden werden. Satzungsgemäß bestimmen die in der Versammlung anwesenden Vertreter der Umlandgemeinden aus ihrer Mitte einen Ersten Bürgermeister für diese Aufgabe.

Bürgermeister Niedermeier jetzt im Vorstand

Auf Vorschlag von Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl wurde ein Ratshauschef einstimmig gewählt, der in der Versammlung gar nicht präsent war: Josef Niedermeier, Bürgermeister von Pfaffing. Über Handy nahm er die Wahl an.

Im wesentlichen war es ein Abend, der sich mit den Herausforderungen der VHS seit März 2020, dem Beginn der Pandemie, beschäftigte. Jürgen Schulan, Vorsitzender der Volkshochschule Wasserburg e. V., sowie Geschäftsführerin Agnes Matrai wiesen auf das Hin und Her zwischen hoffnungsvollen Neustarts und plötzlichen Schließungen, auf Verunsicherungen der Kursteilnehmer und fehlende Planungssicherheit hin – auf all das also, was in diesen unruhigen Zeiten in diesem und im vergangenen Jahr zusätzlich zu leisten war.

Demokratie und Bildung gehören zusammen

Zu Beginn der Sitzung unterstrich Schulan die wichtige gesellschaftspolitische Rolle der Volkshochschulen: Deren Erhalt als Ort der Bildung für alle sei eine hochwichtige Aufgabe: „Demokratie und Bildung gehören zusammen“.

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Anschließend sprach er die aktuelle Situation der VHS Wasserburg an. Der Raummangel mache der Verwaltung nach wie vor zu schaffen, auch wenn 2019 eine gewisse Entlastung durch die Anmietung von 300 Quadratmeter im Polizeigebäude am Kaspar-Aiblinger-Platz erreicht werden konnte. Es bestehe von Seiten der VHS weiter großes Interesse, das ganze Gebäude zu übernehmen. „Aber das ist die Entscheidung der Stadt“, so Schulan.

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Zur inhaltlichen Ausrichtung der VHS sagte Schulan, es gehe nach wie vor darum, ein breites, aktuelles und interessantes Angebot zu machen – von der Gesundheit bis zur Politik. So habe man das Thema Waldbaden ins Programm genommen, mag es dabei auch zu Missverständnissen gekommen sein. Mit staatlichen Hilfen (als Corona-Soforthilfe gab es 15.000 Euro, aus dem Rettungsschirm flossen 42.000 Euro) habe man es geschafft, den Betrieb trotz wegbrechender Teilnehmergebühren einstweilen aufrecht zu erhalten.

Teilnehmer haben auf Erstattungen verzichtet

4800 Euro flossen als Spenden von den Kursteilnehmern in die VHS-Kasse, sie hatten auf Rückerstattungen verzichtet.

Matrai betonte den enormen Aufschwung des Online-Angebots in der VHS. Gerade mal 15 Online-Kurse habe es im Frühjahr 2019 gegeben, im Herbst 2020 seien es schon 126 gewesen. Wobei Schulan die Bedeutung der Präsenzveranstaltungen unterstrich: VHS nur im Internet, das sei unvorstellbar.

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Das neue Programmheft wird gegenwärtig den Haushalten zugestellt, erste Anmeldungen sind laut Matrai schon eingegangen. Doch eine endgültige Sicherheit, dass alle Kurse wie geplant stattfinden, kann auch sie nicht geben.

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