„Volksfest to go“ in Wasserburg? Wenn ja, dann nur ganz klein

In Großkarolinenfeld gibt es schon, ein Volksfest „to go“, in Wasserburg ist noch nicht klar, ob es – wenn ja, nur in ganz kleinem Rahmen – klappen könnte.
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In Großkarolinenfeld gibt es schon, ein Volksfest „to go“, in Wasserburg ist noch nicht klar, ob es – wenn ja, nur in ganz kleinem Rahmen – klappen könnte.
  • Heike Duczek
    vonHeike Duczek
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Das Wasserburger Frühlingsfest fällt heuer aus. Gibt es eine Alternative? Der Wirtschaftsförderungsverband als Veranstalter würde den Schaustellern, denen eine ganze Saison wegbricht, gerne helfen.

Wasserburg – Große Volksfeste können heuer bis Ende August nicht stattfinden – auch das Wasserburger Frühlingsfest ist abgesagt. In vielen Orten suchen Veranstalter, Festwirte und Schausteller nach Alternativen. Eine ist das „Volksfest to go“, ausprobiert in Großkarolinenfeld und Bad Aibling. Ist dieses Konzept der „Wiesn zum Midnehma“ auch in Wasserburg einen Versuch wert?

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Wasserburger Altstadt setzt Grenzen

Wenn ja, „dann nur in einem ganz kleinen Rahmen“, sagt Bürgermeister Michael Kölbl. Denn die Altstadt verträgt nach seiner Meinung nur eine Handvoll Stände. Und die müssten ins Stadtbild passen und dürften der örtlichen Gastronomie und dem Einzelhandel keine Konkurrenz machen, betont Kölbl nach einem Gespräch mit Vertretern des Wirtschaftsförderungsverbandes (WFV) im Rathaus. Was er sich beispielsweise gar nicht vorstellen kann, sind Leuchtreklamen vor der Kulisse der denkmalgeschützten Häuser in den Gassen der Stadt.

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Kein "Auto-Biergarten" in Wasserburg

WFV-Vorsitzender Moritz Hasselt legt Wert auf die Feststellung, dass es in Wasserburg kein „Volksfest light“ wie in Großkarolinenfeld geben werde. Und auch keinen „Auto-Biergarten“, an dem die Besucher im Pkw vorfahren, um sich eine Festhalbe zu kaufen. Der WFV denkt eher an Mandel- und Hendlstand sowie Kinderkarussell, aufgestellt in der Altstadt als Attraktion für den Einkaufsbummel. Eine ganz kleine Lösung also.

Schausteller bangen um ihre Existenz

Der Verband möchte die Schausteller, die traditionell auf dem Frühlingsfest rund um Pfingsten vertreten sind und in dieser Saison kaum Einnahmen haben, nicht im Regen stehen lassen. Deshalb hatte er angefragt, ob sich einige vorstellen könnten, alternativ einen Stand in der Altstadt aufzustellen. „Die Schausteller reagierten nach Angaben von Hasselt dankbar dafür, dass sich der WFV kümmert. „Wir haben viele sehr emotionale Reaktionen bekommen, denn die Schausteller gehören zu den großen Verlierern der Corona-Krise.“ Trotzdem war die Bereitschaft, mitzumachen, bisher eher verhalten, so Hasselt. Die Schausteller hoffen anscheinend auf Genehmigungen in größeren Städten wie München und Rosenheim.

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Fünf Standbetreiber fehlen

Damit in Wasserburg ein gutes Angebot entstehen kann, müssen laut Hasselt jedoch mindestens fünf Standbetreiber mitmachen. Vorher lohne sich das umfangreiche Genehmigungsverfahren nicht. Schließlich gehe es um die Einhaltung komplexer Hygieneregeln.

Endgültige Entscheidung im Ausschuss

In den nächsten Tagen soll noch einmal das Feedback bei den Schaustellern eingeholt werden. Die Entscheidung liegt beim Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrates. „Ein solches Angebot muss, wenn es durchführbar sein sollte, gut abgestimmt und durchgeplant werden“, betont der Bürgermeister.

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