Gemeinschaftsrat

Viel Geld fließt in Albaching und Pfaffing in die Wasserversorgung

Der Neubau des in die Jahre gekommenen Hochbehälters erfordert Verbesserungsbeiträge der Bürger.
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Der Neubau des in die Jahre gekommenen Hochbehälters erfordert Verbesserungsbeiträge der Bürger.
  • vonKarlheinz Günster
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Die Wasserversorgung der VG Pfaffing und Albaching schluckt viel Geld. Rund 250.000 Euro sind heuer für den Unterhalt eingeplant.

Pfaffing/Albaching – Der Gemeinschaftsrat hat jetzt den Haushalt für die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Pfaffing mit dem Partner Albaching beschlossen. Investitionen betreffen hauptsächlich die Wasserversorgung und die Digitalisierung der Schule.

In der VG leben 5969 Menschen, das sind 25 mehr als im Vorjahr, gab Kämmerer Bernhard Koblechner in der Sitzung bekannt. Der überwiegende Teil davon mit 4212 sind Pfaffinger.

VG-Umlage steigt um zehn Prozent

Der Verwaltungshaushalt erreicht 2,8 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt 974 000 Euro. Darin enthalten sind nicht nur das gemeinsame Rathaus mit der Verwaltung, sondern auch die Schule und die Trinkwasserversorgung. In letztere fließen auch Gelder aus einer geplanten Kreditaufnahme in Höhe von 428 000 Euro. Unterm Strich decken die Einnahmen nicht die Ausgaben, sodass ein Fehlbetrag von einer guten Million die VG-Umlage festlegt, das sind unterm Strich etwa 108 000 Euro mehr als im Vorjahr und entspricht damit einer VG-Umlage von gut 177 Euro je Einwohner. Das wiederum bedeutet einen Anstieg von etwa zehn Prozent.

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Zu den Investitionen im Rathaus zählen Computer, Möbel, ein GPS-Messgerät und ein Prüfgerät für ausländische Dokumente sowie Personalkosten und Ausgaben für die EDV. In der Grundschule sind Kosten von 563 000 Euro angesetzt, 6350 Euro mehr als im Vorjahr. 120 000 Euro stehen auf der Einnahmeseite, der Rest ergibt die Umlage.

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237 Kinder besuchen die beiden Schulhäuser in Pfaffing und Albaching. Zu den Investitionen zählen unter anderem der neue Glasfaseranschluss, Leihgeräte, Computer, Medienkoffer und Möbel für 140 000 Euro. Zuschüsse werden noch erwartet.

Immer mehr Zuspruch findet die gemeindliche Mittagsbetreuung, daher ist eine personelle Verstärkung absehbar. Auf der Ausgabenseite stehen fast 38 000 Euro, die nur durch Einnahmen von 27 000 Euro gedeckt werden.

In der Wasserversorgung sind 250 000 Euro für den Unterhalt eingeplant, da im Rohrleitungsnetz höhere Ausgaben zu erwarten sind. Das bedeutet einen Fehlbetrag von 148 000 Euro. Weil dieser Posten in den Verwaltungshaushalt verschoben wird, wirke sich der nicht auf die VG-Umlage aus, teilte der Kämmerer mit.´Zu den weiteren Ausgaben zählen unter anderem der Kauf eines Notstromaggregats, der Bau von Wasserleitungen für 100 000 Euro und 100 000 Euro Planungskosten für den neuen Hochbehälter. Für ihn sind keine Zuschüsse vom Staat zu erwarten, erfuhren die Räte, weshalb die Erhebung von Verbesserungsbeiträgen der Anschließer im Raum stehe.

Insgesamt liegen die Schulden der VG bei 1,8 Millionen Euro. Die sollen innerhalb des Jahres um 275 200 Euro steigen. Die Rücklagen fallen von insgesamt 764 000 Euro auf voraussichtlich auf knapp 400 000 Euro, berichtete der Kämmerer.

Neuer Hochbehälter: keine Zuschüsse

Darüber hinaus gibt es ein Investitionsprogramm, das bis ins Jahr 2024 reicht und jährlich aktualisiert wird. Darin steht die Erneuerung von Computern, der neue Hochbehälter, Sanierungen von Wasserleitungen und Erschließungen in Bau- und Gewerbegebieten. Die Beschlüsse im Gemeinschaftsrat für den Haushalt sowie den Finanzplan mit Investitionsprogramm fielen einstimmig aus.

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