Videoüberwachung für die neue Schule

Rott – Aufgrund häufiger Vandalismusvorfälle hatte der ehemalige Bürgermeister und jetzige Gemeinderat Marinus Schaber (BfR) vorgeschlagen, dass bei der neugebauten Schule die Eingänge und das gesamte Gelände videoüberwacht werden.

Das Ingenieurbüro Fischer arbeitet dazu ein Konzept aus und legte die Kostenberechnung dem Rotter Gemeinderat vor. Die Installation einer flächendeckenden Überwachung würde demnach rund 30 000 Euro kosten. Bürgermeister Daniel Wendrock (parteilos) betonte, dass er kein Freund einer Überwachung sei, doch hätten die Vandalismusvorfälle in der Nähe der Sporthalle durch eine Videokamera aufgeklärt werden können.

Max Zangerl (BfR) erinnerte an den Amoklauf am Gutenberg-Gymnasium 2002 in Erfurt, wo ein 19-Jähriger 17 Personen erschoss.

Er halte eine Videoüberwachung für unerlässlich. Es sei schade, dass eine Videoüberwachung nötig sei, fanden Franz Ametsbichler (CSU) und Alfred Zimpel (BfR). Christian Franke (BfR) fragte, wie hoch die entstandenen Schäden durch Vandalismus in den vergangenen fünf Jahren gewesen seien.

Die veranschlagten Kosten für die Videoüberwachung seien viel zu hoch, fand Josef Kirchlechner (BfR). In Zeiten der Netzwerktechnik könne seine Firma die Überwachung günstiger machen. Carola Kahles (RF) sprach sich gegen eine Totalüberwachung aus. Auch Matthias Eggerl (CSU) hat damit Bauchweh.

Die dafür vorgesehenen Leitungen können vorbereitet werden, aber bevor es konkret wird, hätte er noch gerne eine Abstimmung da rüber. Hans Gilg (BfR) wollte schon jetzt kein Geld dafür ausgeben.

Schließlich beschloss der Gemeinderat mit zwei Gegenstimmen, dass das Ingenieurbüro eine flächendeckende Videoüberwachung in die Planung mit aufnimmt. hri

Kommentare