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Erinnerung an die Bücherverbrennungen 1933

VHS und Theater Wasserburg lesen aus „verfemten Werken“

Bücherverbrennung am Marienplatz in Wasserburg. Diese Aufnahme stammt aus dem Jahr 1933. Der Fotograf ist unbekannt.
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Bücherverbrennung am Marienplatz in Wasserburg. Diese Aufnahme stammt aus dem Jahr 1933. Der Fotograf ist unbekannt.

„Undeutsches Schrifttum ausmerzen“, das war das Ansinnen der Bücherverbrennungen im Mai 1933. Auch in Wasserburg auf dem Marienplatz brannten Bücher von verfemten Autorinnen und Autoren. Ein Foto, das dem Stadtarchiv vorliegt, belegt das. Die VHS und das Theater Wasserburg veranstalten ab dem 11. November wieder „Lesungen aus verbrannten Büchern“

Wasserburg – „Undeutsches Schrifttum ausmerzen“, das war das Ziel der Bücherverbrennungen im Mai 1933. In Berlin am Opernplatz (heute Bebelplatz) verbrannten Studierende – teilweise in SA- und SS-Uniformen – aber auch Professoren und Parteifunktionäre die Werke von jüdischen, sozialistischen und liberalen Autorinnen und Autoren. Das war der Auftakt zur Ächtung von missliebiger Literatur.

Auch interessant: Chiemgauer Literaturfest Leseglück: „Wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch Menschen“

Zusammen mit der Ausgrenzung sogenannter „entarteter Kunst“ zerstörte das pluralistische Kulturleben in Deutschland.

Bücherverbrennung in Wasserburg 1933

Auch in Wasserburg fand 1933 am Marienplatz eine Bücherverbrennung statt. Ein Foto, das im Stadtarchiv liegt, belegt dies. Wer wurde hier mundtot gemacht - und aus welcher Motivation heraus? Die VHS Wasserburg und das Theater Wasserburg erinnern mit „Lesungen aus verbrannten Büchern“ an die politisch motivierten Bücherverbrennungen in Deutschland 1933.

Blick in die Gegenwart

Nicht vergessen und wachsam bleiben – lautet ihre Botschaft. Das Recht auf freie Rede in Wort und Schrift wurde 1949 im 5. Artikel des Deutschen Grundgesetz verankert und zählt zum Selbstverständnis unserer Demokratie. Wie in den vergangenen zwei Lesungen dieser Reihe im Oktober 2020 und Februar 2021 wird der Blick auch immer in die Gegenwart gelenkt werden, auf „Verbranntes“ von heute. Am 11. November lesen Annett Segerer und Susan Hecker vom Ensemble des Theaters Wasserburg. Weitere Termine am 16. Dezember 2021 und 20. Januar 2022, jeweils 20. bis 21.30 Uhr im Theater Wasserburg.

Schauspielerin Annett Segerer, bei der ersten Lesung im Oktober 2020.

Die Veranstaltungsreihe wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus. Der Eintritt ist vor Ort zu bezahlen: Erwachsene 6 Euro, Jugendliche unter 18 Jahren frei. Anmeldung unter Telefon 0 80 71/48 73 und auf www.vhs-wasserburg.de.

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