Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Aus dem Gemeinderat

Vermehrt Überschwermmungen in Albaching: Gemeinde sucht nach Lösungen

Im Albachinger Ortsteil Aignsoll, wie auch in Kalteneck und Zell, die Entwässerungssituation verbessert werden.
+
Im Albachinger Ortsteil Aignsoll, wie auch in Kalteneck und Zell, die Entwässerungssituation verbessert werden.
  • VonIrmi Günster
    schließen

In den Ortsteilen Aign, Kalteneck und Zell treten vermehrt Überschwemmungen auf. Der Gemeinderat Albaching debattiert über einen Kanal.

Albaching – Optimierungsbedarf gibt es bei der Oberflächenentwässerung in den Albachinger Ortsteilen Aign, Kalteneck und Zell. Da „die Gemeinde verpflichtet ist, die Straßenentwässerung im Griff zu haben“, wie es Bürgermeister Rudolf Schreyer (GWA) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats feststellte, müsse man, insbesondere auch im Hinblick auf vermehrt auftretende Überschwemmungen aufgrund von Unwettern und Starkregen dieses Thema angehen.

Sickerrigolen könnten in Aign helfen

Ein Beschluss fiel nicht, aber der Gemeinderat verständigte sich in seiner Beratung auf das weitere Vorgehen. Zunächst ging es um den Ortsteil Aign. Hier lag dem Rat eine Planung mit zwei Varianten zum Bau einer Sickerrigole vor, die auch die zu erwartenden Kosten umfasste. Variante 1 enthielt eine Rigole ohne Wasserführung und würde sich auf gut 35.000 Euro belaufen. Nummer 2 hätte eine Wasserführung bei geschätzten Kosten über knapp 43.000 Euro.

+++ Weitere Artikel und Nachrichten aus der Region Wasserburg finden Sie hier. +++

Keine konkrete Planung liege bis dato für den Bereich Nussbaumweg in Kalteneck vor. Auch hier könnte man sich mit einer Sickerrigole behelfen, meinte der Bürgermeister. Allerdings wäre hier eine Vorabprüfung der Bodenverhältnisse vonnöten, um festzustellen, ob ein Sickerschacht überhaupt sinnvoll sei.

Im Gemeindeteil Zell, insbesondere im Bereich des Anwesens Nummer vier, komme es immer wieder zu Problemen mit dem Oberflächenwasser der Kreis- und Gemeindestraße aus Richtung Stauden kommend. Im untersten Bereich treffe es daher immer wieder Bürger mit Überschwemmungen. Hier sei zwar ein Kanal vorhanden, seinerzeit eingebaut vom Landkreis, ob dieser aber überhaupt noch funktioniere, wisse man nicht. Um eine Ableitung des Niederschlagswassers sicherstellen zu können, soll daher der gesamte Regenwasserkanal im Ortsbereich Zell genauer untersucht werden. Zu diesem Zweck sei auch eine Kamerabefahrung geplant; die Gemeinde habe schon Kontakt zum Straßenbauamt aufgenommen. Was den Zustand der Straße nach Stauden betreffe, so werde diese bestimmt noch in künftigen VG-Sitzungen Thema sein wegen des Baus eines neuen Hochbehälters (wir berichteten), so der Bürgermeister.

Generell wisse er, dass die betroffenen Grundstücksbesitzer immer wieder selbst Maßnahmen ergriffen hätten, aber diese Versuche häufig nicht von dauerhaftem Erfolg gekrönt seien, weil diese die Ursache nicht beheben könnten.

„Vom Grundsatz her einverstanden“ war zweiter Bürgermeister Sebastian Friesinger (GWA) mit dem vorgeschlagenen Vorgehen. Aber er war „nicht damit einverstanden, dass wir auf Privatgrund etwas machen“. Er machte dies an einem Beispiel fest, wo man seit Jahren erfolglos versuche, einen Bürger dazu zu bewegen, eine Zufahrt zu machen.

Er sei der Ansicht, es könne „nicht Sache der Gemeinde sein“, jetzt Kosten für die Lösung der Entwässerungsproblematik zu übernehmen, wenn von der anderen Seite kein Entgegenkommen über Jahre hinweg zu erkennen gewesen sei. Dieses Problem betreffe nicht nur Privatgrund, aber „wir müssen unsere Sache als Gemeinde abarbeiten“, gab er zu bedenken.

Auch interessant: Lesen Sie auch: Albachinger Gemeinderat schafft Voraussetzungen für Millionenprojekt der RSA-Bank

Sebastian Friesinger hielt dagegen, dass das Thema „gegessen gewesen wäre“, wenn der Grundstückseigentümer seinerzeit Einsicht gezeigt hätte. Insgesamt gab Bürgermeister Schreyer zu bedenken, dass diese Maßnahmen „keine einmalige Sache“, sondern künftig „öfter der Fall sein“ würden.

Kiesstraßen leiten das Wasser in Zell weiter

Bezüglich des Ortsteils Zell erläuterte August Seidinger (GWA) , dass die Kiesstraßen dort das Wasser zunächst ansammelten und dann „nach Zell hineinfließen lassen“. Leider lande es auch häufig in den Äckern und Feldern der Landwirte. Dies dürfe aber nicht passieren, vielmehr müsse man es „schon vor Zell abfangen“.

Der Bürgermeister stellte fest, dass das Einzugsgebiet „ganz erheblich“ und das Problem damit „nicht so einfach zu lösen“ sei. Dazu könne man derzeit also „noch nicht so viel sagen“, so Schreyer.

Mehr zum Thema